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Morddrohung gegen Menschenrechtsverteidigerin und das Menschenrechtszentrum Frayba

Denuncia von Fray Bartolomé vom 10.12.2019

  Am Vortag des internationalen Tages der Menschenrechte macht das Menschenrechtszentrum Frayba einen Aufruf an die nationalen und internationalen Solidaritätsnetzwerke, um den mexikanischen Staat zu dringen, seiner Verpflichtung nachzukommen diejenigen, die Menschenrechte verteidigen, zu schützen. Unterscheibe diese dringende Maßnahme.

Nach neun Monaten Kampf um die Freiheit indigener Gefangenen und für die Verbesserung der Haftbedingungen in Chiapas, erhalten Menschenrechtsverteidiger*innen und das Frayba Morddrohungen.

Nach Jahre langen Kampf und Organisierung gegen die Ungerechtigkeiten des mexikanischen Justizsystems in, und außerhalb der Gefängnissen Chiapas, äußert das Menschenrechtszentrum Frayba Besorgnis um das Leben der Familien der Gefangenen. Diese hatten sich in den letzten neun Monaten am Kampf für die Freiheit der Gefangenen in Form von politischen Aktionen sowie Gesprächen mit staatlichen Behörden beteiligt. Gestern gab das Menschenrechtszentrum Frayba bekannt, dass nun einer Menschenrechtsverteidigerin dieser Gruppe und Mitarbeitern von Frayba mit dem Tod gedroht wird.

#DefensorASomosTodAs
Wir sind alle Menschenrechtsverteidiger*innen

Am 15. März 2019 begann ein koordinierter Hungerstreik in drei Gefängnissen Chiapas, im Kampf um die Freiheit und Gerechtigkeit sowie für die Verbesserung der Haftbedingungen. Nach Verhandlungen mit der staatlichen Regierung, gingen die sechs Gefangen zum Fasten über, um der Regierung 30 Tage zu geben, um ihre Fälle erneut zu prüfen. Dies blieb jedoch ohne erfolgt, so folgte eine zweite Etappe des Hungerstreik, welche 75 Tage andauerte. Insgesamt dauerte der Hungerstreik 100 Tage. Bis heute agieren die Familien der Gefangenen als Menschenrechtsverteidiger*innen in Gesprächen mit der staatlichen Regierung, bei politischen Aktionen sowie in Pressekonferenzen als Sprachroh ihrer Angehörigen.

Wir sind erschüttert zu hören, dass unsere Compas die Familienangehörigen sowie unsere Freund*innen von Frayba Morddrohungen erhalten haben und bitten, die Petition von Frayba zu unterschreiben und euch solidarisch zu zeigen.

Die Petition und weitere Infos findet ihr auf
https://frayba.org.mx/amenazas-de-muerte-a-defensora-y-al-frayba/
http://noestamostodxs.tk/


Morddrohung gegen Menschenrechtsverteidigerin und das Menschenrechtszentrum Frayba


9. Dezember, 2019 Newsletter Frayba Comunicación

Die Regierung von Rutilio Escandón ignoriert die Risikosituation für Menschenrechtsverteidiger*innen in Chiapas.

Das Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de Las Casas, A.C. (Frayba) äußert sich besorgt über die Bedrohung des Lebens, die Unversehrtheit und die persönliche Sicherheit des Kollektivs der Familien der Presos en Lucha (kämpfenden Gefangenen)1 sowie dem Team des Fraybas, welche im November und in den ersten Dezembertagen Morddrohungen, Überwachung, Belästigung und Einschüchterungen erlitten haben. Dies geschah im Zusammenhang mit dem Kampf für die Freiheit indigener Gefangener, insbesondere im Kampf um die Freiheit von Juan de la Cruz Ruiz.

Die Bedrohungen begannen am 12. November 2019, als gegen 22:00 Uhr ein schwarzes Auto mit getönten Scheiben einen Umschlag im Haus einer Verteidigerin der Familien der kämpfenden Gefangenen hinterließ.

Der Umschlag enthielt eine Nachricht mit Ausschnitten von Zeitungen, die lautete:

Faro: Katastrophale Warnung, Hilferuf (der Name der Verteidigerin ist aus Sicherheitsgründen hier nicht angegeben) ist in Todesgefahr, das Leben ist sehr kurz. Der Tod ist unvermeidlich. Eine weitere, November, pass auf sie auf, versuche ihr Leben zu retten.

Es ist zu erwähnen, dass Faro der Nachname des Leiters des Menschenrechtszentrums Frayba ist.

Später, am 19. November gegen 8:25 Uhr, wurde im Haus der Verteidigerin eine neue Nachricht entdeckt, in der ihr Namen offenbar mit Blut geschrieben wurde.

In der gleichen Nacht, gegen 21.00 Uhr, wurde im Haus eines Mitarbeiters des Fraybas die Werbeanzeige eines Bestattungsunternehmens gefunden.

Die Werbeanzeige wurde jedoch bei keinem anderem Nachbarn gefunden.

Infolge dieser Drohungen haben wir eine stärkere Überwachung und Belästigung sowohl der Familien der Gefangenen, als auch der Organisationen und Gruppen, die sie begleiten, dokumentiert.

Bis jetzt haben wir keine angemessene Schutzreaktion von den Einrichtungen des mexikanischen Staates erhalten.

Die Menschenrechtsverteidigerin hat wegen der Drohungen vor der Generalstaatsanwaltschaft des Staates Chiapas eine Anklage eingereicht. Als Frayba haben wir diverse schriftliche Einreichungen bei Staatlichen- und Bundesbehörden getätigt. Nichtsdestotrotz ist eine Gewährleistung des Schutzes und die Minimierung der Gefahrenlage seitens des mexikanischen Staates nicht erfolgt. Aufgrund der gegebenen Umstände schätzen wir daher ein, dass die Drohungen von Staatsbeamten stammen.

Im Laufe des ersten Jahres der Regierung von Rutilio Escandón, hält die Unterlassung, die Gleichgültigkeit und die fehlende Antwort hinsichtlich der Menschenrechtslage an. Dies führt zur Behinderung der Geltendmachung von Gerechtigkeit und zur Diskriminierung indigener Menschen.

Daher fordern wir von den Regierungen auf Staatlicher- und Bundesebene:

Die Beeidigung der Morddrohungen, Überwachung, Einschüchterung und Belästigung derjenigen, die Teil des Kollektivs der Familien der Presos en Lucha (kämpfenden Gefangenen) und des Fraybas sind, ebenso wie ihrer Solidaritätsnetzwerke.

Die Gewährleistung des Lebens, der Sicherheit und der körperlichen Unversehrtheit der zuvor erwähnten Menschenrechtsverteidiger*innen, ebenso wie der Gefangenen, die sich in La Voz de Indígenas en Resistencia (der indigenen Stimme im Widerstand), La Verdara Voz del Amate (der wahren Stimme des Amates; Gefängnis in Cintalapa, Chiapas) und Viniketik en Resistencia (Männer (auf Tsotsil) im Widerstand) organisieren.

Die sofortige Umsetzung von Maßnahmen, um die Freiheit von Juan de la Cruz Ruiz, Adrián Gómez Jiménez, Abraham López Montejo, Germán López Montejo y Marcelino Ruiz Gómez zu erlangen, die willkürlich ihrer Freiheit beraubt wurden und deren Menschenrechte vom mexikanischen Staat verletzt wurden.

Am Vortag des internationalen Tages der Menschenrechte macht das Frayba einen Aufruf an die nationalen und internationalen Solidaritätsnetzwerke, um den mexikanischen Staat zu dringen, seiner Verpflichtung nachzukommen diejenigen, die Menschenrechte verteidigen, zu schützen. Unterscheibe diese dringende Maßnahme.

https://frayba.org.mx/amenazas-de-muerte-a-defensora-y-al-frayba/

1. Gruppen, Organisationen und Familienmitglieder führen seit mehr als neun Monaten Aktionen der 1 politischen und juristischen Verteidigung, sowie Gespräche mit staatlichen und bundesstaatlichen Behörden, um die Freiheit der Gefangenen des indigenen Pueblo Maya-Tsotsil zu erkämpfen, die Opfer von Folter und schweren Verstößen gegen das ordnungsgemäße Verfahren sind. Sie organisieren sich in den Organisationen La Voz de Indígenas en Resistencia, La Verdadera Voz del Amate und Viniketik en Resistencia

 Quelle:  
  https://frayba.org.mx/amenazas-de-muerte-a-defensora-y-al-frayba/ 
 

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