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EZLN Kommunique 1, 9. August 2005

Kommunique vom 09.08.2005
übersetzt von Dana

  Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung

Mexiko

9. August 2005

An alle Unterstützer der Sechsten Erklärung aus dem Lakandonischen Urwald

Compañeros und compañeras:

Grüße. Ich schreibe Ihnen — für den unwahrscheinlichen Fall, dass Sie die Geschichte nicht geschluckt haben, dass Salinas de Gortari, Roberto Madrazo, der Yunque und Martha Sahagún hinter uns stehen, und wir die PRD und die AMLO nur kritisieren um uns mit der PRI und der Rechten gutzustellen — um Sie wissen zu lassen, dass heute der zweite Jahrestag der Caracoles und der Juntas der Guten Regierung ist. Und ab morgen wird der Jahresbericht der Juntas allen interessierten Personen und Organisationen zur Verfügung stehen. Und um alle an das nächste Vorbereitungstreffen für Arbeit und Diskussion für die "andere Kampagne" zu erinnern.

Wie bereits angekündigt, wird das jetzige Treffen für die Indigenen Völker Mexikos, Indigene Organisationen und alle Organisationen und Gruppen sein, die den Indigenas im Kampf für ihre Rechte unterstützen und begleiten. Die Ankunft ist am Freitag, 12. August, zu der Zeit die Ihnen zusagt oder möglich ist. Am Samstag dem 13., werden wir am Morgen nach einem kleinen Frühstück das Treffen beginnen und den ganzen Tag weitermachen, mit häufigen Pausen um zu Essen und für alle Bedürfnisse, de man gemeinhin als "biologisch" bezeichnet. Die Abfahrt wird am Sonntag, 14. August sein.

Der Ort befindet sich im Gebiet der Junta der Guten Regierung La Garrucha, in der zapatistischen Gemeinde von Carmen Pataté, an der Strasse nach San Quintín, etwa eine Stunde von Ocosingo entfernt. Die drei Banner sind nun bereits aufgestellt, die verkünden: "Vorbereitungstreffen für die Sexta, Information," "Zum Treffen für die Sexta," und "Hier ist es." In unsere zapatistische Herzen bereits für immer verankert ist die Besessenheit die verkündet: "Willkommen, Farbe der Erde, die wir sind."

Wir hoffen, die Leute von Frayba denken nicht schlecht von uns, und dass sie die Anreisenden weiterhin Richtungsanweisungen geben werden — mit einer kleinen Landkarte oder so etwas — (wenn, natürlich überhaupt noch irgendjemand kommt).

Für das Sexta Komitee der EZLN

Aus den Bergen des mexikanischen Südostens

Subcomandante Insurgente Marcos

Mexiko, August 2005

PS Das Versucht die "Ein Paar Extra Kilos" Sache Zu Rechtfertigen — Wir haben uns die Bilder und Aufnahmen angesehen, und ich sagte: "Man sieht nur auf den Fotos und Videos dicker aus als man ist." Die Insurgenta Erika sah mich an, und mit dieser typisch zapatistischen Ironie sagte sie, "Hey, Sup, nur gut, dass die nicht gesehen haben, wie Du vor dem Rotem Alarm ausgesehen hast." . . . Hab ich’s nicht gesagt? Diese jungen Leute heutzutage haben einfach keinen Respekt mehr vor uns . . . uns . . . uns "erwachsenen" jungen Leute.

PS Mit Weiteren Sinnlosen Argumenten — Überhaupt, die Fotografen und Kameraleute sind schuld daran. Ich glaube, sie stehen im Dienst von Salinas, Madrazo, der PRI und der Rechten, denn wenn sie es nicht wären, hätten Sie mich vorgewarnt, und ich hätte bei den Aufnahmen den Bauch einziehen können, no?

PS Zum Thema ’Sagt Es Keinem Weiter’ — Was das Tragen dieser Schärpe angeht (der Patronengürtel). Wenn ich es abnehmen würde, wäre dahinter ein Bauch zu sehen, der aussieht als ob ich im sechsten Monat schwanger wäre. Zynisches PS — Fein, ja, na und? Mollig aber hübsch. Außerdem, bei aller Bescheidenheit, habe ich immer noch die schönsten Beine auf der Welt. . . also schön, nur unter uns: in Mexiko. . . nein? Dann im mexikanischen Südosten? . . . Auch nicht? In Chiapas vielleicht? . . . im Lakandonischen Urwald? . . . hmmmm, in der Tzeltal Selva? . . . in den Barracken? . . . unter den PRD und AMLO Kritiker? . . . hmmm . . . in . . . hmmm . . . nun, wie ich schon sagte: mollig, aber hübsch.

PS Das Untröstlich Schluchzt — Soll das heißen, ich bin kein "Sexsymbol" mehr? Das wäre ja dann geklärt: ich kann nicht mal mehr meinen eigenen Kaffee heiß machen.

PS Das Sich Selbst Tröstet — Wissen Sie was? Nicht mal miese Gesichter und faule Orangen: Bären sind dick, ich sehe prima aus.

PS An Alle Die Es Angeht — Zwei kleine biographische Notizen, um die Kritiken zu unterstützen, die diese Respektpersonen gegen die EZLN von wegen "Verwegenheit", "Fehler", "Bravur", und "Kneipenschlägerei".

José Manuel Gómez Espinoza. Mexikaner, Indigena und Zapatist. Colonia El Paraíso. Bezirk Venustiano Carranza, Chiapas, Mexiko. Am 10. April, 2004, war 24 Jahre alt und unverheiratet. An diesem Tag, nahm er an einer zapatistischen Demonstration teil um seinen Compañeros in Zinacantán Wasser zu bringen. Die friedliche Demonstration wurde von PRD Mitglieder und Bezirksbeamte, also von der PRD, mit Schusswaffen angegriffen. Er war einer der Dutzenden die verwundet wurden. Nun ist er 23 Jahre alt und hat eine Kugel im Kopf stecken, in dem Teil des Schädels, das "okzipital" genannt wird. Heute ist er verheiratet, und alle zwei Monate muß er nach Tuxtla Gutierrez reisen, um das Projektil in seinem Schädel Hinterkopf untersuchen zu lassen. Die Angreifer sind auf freiem Fuß, sie sind immer noch in der PRD, einige sind Bezirksbeamte, und sie haben eine dieser Bürgernetzwerke für die Unterstützung von Andrés Manuel López Obrador gegründet. "Das erste indigene Netzwerkz zur Unterstützung von AMLO", erklärten die PRD Anführer in Chiapas.

José Luis Solís López. Mexikaner, Indigena und Zapatist. Gemeinde von La Realidad. Zapatistischen Autonomes Bezirk in Rebellion "San Pedro de Michoacán". Verheiratet, mit sechs Kinder, darunter ein zwei Jahre altes Mädchen (ihr Name ist Xóchitl), de gerade geboren wurde, als ihr Vater in September 2003 entführt und neun Tage lang festgehalten wurde. In dieser Zeit wurde er von PRD Mitglieder unter Leitung von Miguel Ángel Vázquez Hernández (von der PRD CIOAC) gefangengehalten, und mit der Hilfe des Bezirkspräsidenten von Las Margaritas, PRD, Luis Escandón Hernández (der heute der staatlichen PRD Parteispitze von Chipas angehört). Sie fesselten ihn im Laderaum eines Lasters und brachten ihn von einem Ort zum anderen, ohne ihm zu Essen zu geben oder auch nur eine Decke. Nach seiner Freilassung kehre er zu seiner Arbeit zurück. Er ist der Fahrer eines Lasters, der der Junta der Guten Regierung der Grenzregion Selva gehört. Der Laster wird benutzt um Passagiere und Güter aus den zapatistischen Gemeinden zu transportieren. Der Laster heißt "Entführt".

Ich lege dieses Zeugnis ab.

Der Sup (nun wirklich den Atem anhaltend, im Versuch seine einst hervorragende Figur wiederzuerlangen).

 Quelle:  
  http://enlacezapatista.ezln.org.mx/ 
 

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