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Zwei streikende Arbeiter erschossen

Poonal vom 25.04.2006

  (Mexiko-Stadt, 24. April 2006, poonal).- Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen 1.500 streikenden Metallarbeitern und der Polizei wurden am Donnerstag (20. April) in der Hafenstadt Lázaro Cárdenas im Bundesstaat Michoacán zwei Arbeiter erschossen. Mindestens 70 weitere Menschen wurden verletzt, zwei davon schwer. Zu den Kämpfen kam es, nach dem etwa 900 Beamte verschiedener Polizeieinheiten versucht hatten, den Streik in der Eisenhütte San Lázaro-Las Truchas (Sicartsa) zu beenden. Zuvor hatte das Arbeitsministerium den Ausstand für illegal erklärt. Insbesondere richtet sich der Streik gegen die Entlassung des Führers der Metallarbeiter- und Minengewerkschaft (SNTMM) Napoleon Gómez Urrutia. Zudem fordern die Arbeiter höhere Löhne. Der Ausstand hatte bereits am 2. April begonnen.

Aller Wahrscheinlichkeit nach sind Sicherheitskräfte des Bundesstaates Michoacán für die beiden Toten verantwortlich. Am Montag (24. April) veröffentlichten mexikanische Medien Filmaufnahmen, die einen Beamten der Eliteeinheit GARI zeigt, wie er auf die streikenden Arbeiter schießt. Die Mitschnitte bestätigen zudem, dass Kollegen der selben Einheit sowie Bundespolizisten neben dem Schützen stehen, ohne einzugreifen. Ein weiterer Beamter informiert den Schießenden darüber, wo sich die potentiellen Opfer genau befinden.

Dennoch macht die mexikanische Regierung die Metallarbeiter selbst für die Vorfälle verantwortlich. Die Toten hätten vermieden werden können, wenn die Beschäftigten das Gelände freiwillig geräumt hätten, erklärte Regierungssprecher Rubén Aguilar. "Hätte die Gewerkschaft das Gesetz geachtet, wäre das nicht passiert." Die Streikenden waren zuvor von der Polizei aus der Eisenhütte vertrieben worden, vertrieben dann aber die Beamten in einer stundenlangen militanten Auseinandersetzung.

Schon seit zwei Monaten kämpft die SNTMM in zahlreichen Betrieben des Landes gegen die Entlassung ihres Vorsitzenden Gómez Urrutia. Präsident Vicent Fox hatte den Gewerkschaftsführer durch einen der Regierung genehmen Mann ersetzt, weil Gómez Urrutia angeklagt ist, 55 Millionen Dollar Gewerkschaftsgelder hinterzogen zu haben. Der ehemalige SNTMM-Boss hat den Posten im Jahr 2001 direkt von seinem Vater geerbt. Dieser hatte die Gewerkschaft zuvor 41 Jahre lang geleitet.

Es besteht kein ein Zweifel daran, dass die SNTMM-Führung tatsächlich wie die Leitungen so vieler Gewerkschaften aus den Zeiten der 71 Jahre regierenden PRI (Partei der Institutionalisierten Revolution) korrupt war. Dennoch kritisieren SNTMM-Mitglieder sowie zahlreiche andere Arbeitervertretungen Mexikos die Absetzung von Gómez Urrutia als einen Eingriff in die Autonomie der Gewerkschaft und kämpfen für die Wiedereinstellung von Gómez Urrutia.


Quelle: poonal
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