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Die "Andere Kampagne"-Zwischenbericht

 

Zusammenfassung des Monats Februar 2006

Indymedia vom 12.03.2006
von tierr@

  Vorherige Berichte siehe Links unter:
http://de.indymedia.org/2006/03/141025.shtml

22.FEBRUAR ; APIZACO ( TLAXACALA )...
Anfang vergangenen Monats teilte die EZLN in einem Kommunique allen AnhängerInnen der "Anderen Kampagne" mit, dass sie sich am 22. Februar mit den Sex-ArbeiterInnen von Apizaco (Tlaxcala) treffen wird. Die EZLN betonte gemeinsam mit dem Kollektiv Netz der Frauen für ihre Rechte ( CNUC ), dass es veile Ungerechtigkeiten gegenüber den Verachteten gibt, die Misshandlungen erleiden und eine Verfolgung des Kampfes, um deren Würde. "Niemand fragt, weshalb wir uns in dieser Situation befinden", so die betroffenen Frauen, " aber wir verkaufen nicht unsere Würde, wie die da oben, sondern wir fordern, dass sie respektiert wird." "Alle der "Anderen Kampagne" sind Verachtete, Gedemütigte und Ausgebeutete des Kapitalismus."
http://clajadep.lahaine.org/articulo.php?p=6274&more=1&c=1

25.FEBRUAR - Stadt Sahagún, STAAT HIDALGO
Was der Delegierte Zero/Marcos und die "AK" vorfanden, ist ein verarmtes und verlassenes Sahagún. Eine Industriestadt, in der Kollaps bereits stattgefunden hat und die nun ein Phantasmus ihrer selbst ist, voller halbfertiger und stehengelassener Fabrikgebäude und gezeichnet von Abwanderung und der Aussichtslosigkeit für die ansässige Jugend. Trotz einer bewegten Geschichte gewerkschaftlicher Kämpfe während der Zeiten von Fidel Velázquez, sehen sich heute die meisten männlichen Bewohner gezwungen, aus Existenzsicherungsgründen in den Norden zu gehen. Im Dialog mit der "AK", beklagten die Jugendlichen das miserable Bildungswesen und dessen Privatisierung.

Im nahegelegenen CALPULAPAN ( Tlaxcala ) sprach Marcos vor hunderten Personen, die aus dem gesamten Staat Tlaxcala angereist waren. Mit einer Decke um die Schultern, die die "AK" anzeigte, brachte er den Strassenverkehr zum stehen. Da der "Tag der FLagge" bevorstand, reflektierte Marcos die zurückliegenden 12 Jahre Ausgrenzung der indigenen Völker Mexikos und erinnerte einmal mehr an den "Marsch derer, die die Farbe der Erde tragen", 2001 und den darauffolgenden Verrat von Regierungsseite. "Wahlen sind lächerliche Announcen, so der Delegierte Null, die nichts sagen. Jedesmal wenn Bush oder seine Abgeordneten kamen, wurde ihnen die mexikanische Flagge zu Füssen gelegt, damit sie sich nicht die Schuhe beschmutzten".

Doktor Francisco Castro Pérez, Ölologiebeauftragter in den Ebenen von Tlaxcala, betonte die Sensibilität der Wasserökosysteme und die Problematik der Eenergiekraftwerke in der Region.

Weiter kam die Preisbindung der Gerste, an die Vorgaben der lokalen Brauerei zur Sprache, die dazu führt, dass die Bauern ihre Ernten für einen Spottpreis zu veräussern gewzungen sind und in konstanter Verarmung leben müssen. "Calpulalpan hat der Neoliberalismus seine Spuren aufgedrückt", so Professor Filiberto Ruiz Torres, der das ökonomisch-soziale Desaster umriss. Die "Pforten Tlaxcala und Hidalgo", wie die Imperialisten die Region bezeichnen, liegen nicht weit entfernt von Texcoco, wo sich eines der grössten, ölologischen Desaster ( Austrocknung durch Urbanisierung ) ereignet hat
http://clajadep.lahaine.org/articulo.php?p=6273&more=1&c=1

25.FEBRUAR; TULANCINGO
Die Völker der NAHUA von ACAXOCHITLAN : 40 Jahre Kämpfe und andauernde Isolaltion

Die Völker der Nahua in Acaxochitlán, die 70% der lokalen Bevölkerung ausmachen, sind "die Letzten unter den Letzten". Nach 40 Jahren Kampf sind sie noch immer der Einheit von drei lokalen Regierenden und dem politischen-und justiziellen System unterworfen. Mit der "AK" sprach ein Mitglied der Organisation "Unterstützung der Indigenen Völker" ( in náhuatl: Aitepe Macehual Tlapaleguiani ), welches klar stellte, "dass die Geduld der Völker gross gewesen sei, dass sie jedoch nun an ihrem Ende angekommen ist". Ihr Vergehen ist ihre blosse Existenz: " Wenn wir einen Baum fällen, werden wir für 20 Jahre eingesperrt, so der Indigenasprecher, "wir haben rebelliert, aber wir fanden keine Lösung. Sie haben unsere Führungen getötet." So ist ein zu Wahlen aufgestellter Indigena in seinem haus erschossen worden und erst am 03.Janur wurde Aldegondo Ortega Pérez ermordet, der 16 Jahre lang für sein Volk gekämpft hatte. Ein weiterer "Fall", der straflos bleiben wird. "Unsere Familien schleppen ihre Trageimer mit Mais und haben kein Recht auf den Verkauf. Wenn wir unseren Ertrag hinunter auf die Märkte bringen wollen, müssen wir teure Billets bezahlen. Verkaufen wir aber nichts, wie sollen wir dann zurückkommen? Tulancingo ist die Stadt für unsere Völker... und wie üblich, eine Durschnittssadt, konservativ und rassistisch, obwohl dies mehrheitlich geleugnet wird. Wir konnten z.B. keine Vereinigung auf der Basis der Parteilosigkeit gründen, weil und dies rechtlich verweigert wurde". Die Bauern dieser Region haben das Jammern überwunden und stehen weit darüber. Deshalb ist, was sie fordern, die Autonomie und sich als indigene Gemeinden, gemäss den von ihnen selbstbestimmten Gesetzen, selbst zu regieren, denn die Regierungsprogramme haben nur zu ihrer Spaltung gedient. "Viele von uns gehen in die USA, um zu arbeiten, andere ziehen es vor, sich zu töten."

Die mestizische Minderheit, die Familie Sosa und ihre Verbündeten in Acaxochitlán, kontrollieren die regionale Holzwirtschaft. Die Wälder aber sind das vererbte Eigentum der Indigen@s, die ausserdem Nadelgehölze säen und pflegen. Ihnen aber ist jeder Einschlag, selbst für Brennholz, unter hohen Gefängnisstrafen verboten. Durch die Genehmigung der Profepa können die Unternehmer Tonnen von Holz schlagen, unter polizeilichem Schutz, indessen die Indigen@s keine Nachweisdokumente über ihre Besitzrechte aufweisen können. Sie haben gelernt, allen zu misstrauen: Den religiösen Kurien des Katholizismus, die von den Regierungen bezahlt werden, ebenso wie diesen und ihren Repräsentanten selbst. " Die náhuatl sprechenden Gemeinden wünschen autonom zu sein und wir werden sehen, wie wir uns verteidigen können. Auch die mestizischen Gemeinden sind marginalisiert und das Beste wäre es, mit ihnen gemeinsam zu kämpfen." In Acaxochitlán gibt es 18 nichtindigene Ansiedlungen und Gemeinden... Durch das indigene Territorium fliesst der wichtige Fluss, Chimalapa. Aus Tourismus-Gründen wurde den Indigen@s die landwirtschaftliche Nutzung in der Flussregion untersagt; gleichzeitig brauchen sie 1,5 Stunden um von dort Wasser in ihre Gemeinden zu bringen.

An der Versammlung mit der "AK" nahmen mehrere Kollektive teil, die auch das Thema der Migration zur Sprache brachen. " Die Gemeindepolizei benutzt uns, wie Sklaven", hiess es. Lehrkräfte der CNTE, waren anwesend, Abgesandte der Landorganisation El Mexe, sowie Jugendliche der Revolutionären Volksfront von Apan, Sahagún undTulancingo, TextilarbeiterInnen und Personen aus den urbanen Siedlungen.

Die abendliche Rede Marco«s im Haus der Kulturen wurde von der Polizei überwacht und so hielt sich der delegierte Null nicht damit zurück, darauf aufmerksam zu machen, wie gross die Angst der priistischen Lokalregierung, vor einer friedlichen Versammlung von ca.200 Personen sein muss.
http://clajadep.lahaine.org/articulo.php?p=6275&more=1&c=1

26. FEBRUAR; GUAYACOCOTLA
Ethnische Gruppen: "Objekte" des Rassismus
Die Indigen@s von Veracruz verabschieden sich vom Präsidenten furchtlos

"Die Indigen@s in der Stadt Tulancingo (Hidalgo) sind unübersehbar, in Huayacocotla, einem Ort des hassenden, verächtlichen und ausbeuterischen Rassismus der Lokalregierungen und Viehbesitzer, sind sie unausweichlich. Die "AK" kam am Faschingsdonnerstag in Huayacocotla an, wo die Indigen@s, die wie Lasttiere behandelt werden, hinter den Karnevalsmasken die Pistoleros und weissen Schutzgarden der Patrone erkennen". ( La Jornada ).

"Hier herrscht die blanke Korrpuption der Priisten", so einer der Repräsentanten der Anhänger der "Sechtsen Erklärung" aus Huayacocotla, während der Versammlung in der Indigena-Herberge Oscar Arnulfo Romero, die einen wirklichen Unterschluof für Nahuas, Nuhús (otomíes der Sierra) und Tepehuas der Enklave zwischen Veracruz, Hidalgo und Puebla bedeutet. Der Sprecher ironisiert:" Inzwischen besitzen alle Häuser der lokalen Kabinettsmitglieder zwei oder drei Stockwerke. Für unsere Gemeinden jedoch, wurde, entgegen aller Wahlversprechungen, nichts getan."

An der Versammlung nahmen AnhängerInnen der "Sechsten Erklärung" aus Amatepec, Petlacuatla, San Gregorio, Atempa, Zenzonapa, Zilacatipan, Zapote, Texcatepec (Veracruz) teil; ausserdem aus Huehuetla und San Lorenzo Achiotepec (Hidalgo), sowie aus Xicotepec de Juárez und Huauchinango (Puebla). Aus der letztgenannten Gemeinde kam zudem das Zentrum für Menschenrechte Neteco ( in náhuatl ), das vorschlug, "für eine solidarische Ökonomie" zu kämpfen. Marcos Melchor Cáceres, von der Organisation Unabhänige Náhuatl (Orni), beschrieb die schlechten Bedingungen der Bildung, sowie permanente Repressionen gegen indigene HändlerInnen in Puebla.

Nach ihm ergriffen die beindruckenden Frauen der Gemeinden von Ilamatlán das Mikrophon."Sie behandeln uns wie Tiere oder wie kleine Kinder", sagte eine von ihnen aus Amatepec und erzählte dann über die Organisierung der Frauen, um Naturheilkunde auszuüben. Eine weitere Frau, ausTlacuautla, sprach über die lebensgefährlichen Schocks, durch die politischen Parteien:"Im Mai, Juni und July herrscht Wassermangel und wir müssen grosse Anstrengungen machen. Da es sich um eine militärische Zone handelt, beleidigen und belästigen die Soldaten die Frauen." Dann wurden weitere Aktivitäten der Frauen von Ilamatlán beschrieben, wo seit einigen Jahren die ganze Macht in einer Familie, der Ramírez Tapia`s, konzentriert ist. Die organisierten Frauen betreiben Trockenbäder, stellen Medikamente her und bauen Gemüse an. Ihr Männer verdienen in Atempa wenig und daher hatten sie grosses Interesse an der tragenden Selbstorganisation der Zapatisten in Chiapas. "Wir wissen, was wir wollen, was ist uns fehlt ist das "Know how". Die Frauen von Ilamatlán, die bereits Repräsentatinnen zur Versammlung der "Sechsten" 2005 gesandt hatten, lehnen Kontakte mit der betrügerischen Regierung ab. Nach ihrem Besuch der zapatistischen Basis waren sie von dem einzigen Mestizen und Grundbesitzer der Gemeinde, Jorge López, geschlagen worden. "Aber haben keine Angst".

Aus Huehuetla (Hidalgo) waren Bauern der Organisation Chunín ("Zopilote" in tepehua) gekommen, die mit Anschluss an die "AK" zum Kollektiv geworden sind. Angeprangert wurde auch die schlechte Gesundheitsversorgung, die v.a. wegen der Kinder bedenklich ist und weitere, sensible Themen, wie die Auswanderung in die USA, der Raub des Landes, auch wenn dieser durch die Inspiration der Abkommen von San Andrés, in Huayacocotla bemerkenswert eingeschränkt wurde.

Zum Schluss sprach Marcos über die definitiven Klagen der Zapatisten in Chiapas, über die Einbindung der Frauen in den bewaffneten Kampf der EZLN und den emanzipatorischen Fortschritt, wenn Frauen mit einer Waffe in der Hand, eine Einheit von Männern kommandieren. "Das Revolutionäre Gesetz der Frauen, ist auch für die eigenen Völker revolutionär." Er sprach von der Entwicklung hin zu dem jetzigen, zivilen und pazifistischen Kampf den die "AK" auf nationaler Ebene und "von unten" kämpft. " Die "Andere Kampagne" hat bereits 10 Staaten bereist und überall sind Menschen, die entschlossen sind, an dem nationalen Kampfplan zu partizipieren; niemand braucht Zapatist zu sein, um daran teilzunehmen. Niemand ist in diesem Kampf allein; Schluss mit dem "gegen den Kapitalismus"; verändern wir das Land!, jede-jeder von seinem/ihrem Ort, ihrer/seiner Organisation und seiner-ihrer Arbeit aus.
http://clajadep.lahaine.org/articulo.php?p=6276&more=1&c=1

 Quelle:  
  http://de.indymedia.org/2006/03/141098.shtml 
 

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