Schnellnavigation

Listenmoderator

Die Liste wird von PCl moderiert.

Webmaster

chiapas.eu powered by KADO.

unterstützte Standards

W3C HTMLW3C CSS
RSS 2.0Adobe PDF
twitter.com/chiapas98

Interamerikanische Menschenrechtskommission soll Frauenmorde aufklären

Poonal vom 14.03.2006
Von María de la Luz González

  (Mexiko-Stadt, 7. März 2006, cimac-poonal).- Die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft PGR (Procuraduría General de la República) erwägt, sich an die Interamerikanische Menschenrechtskommission CIDH (Comisión Interamericana de Derechos Humanos) zu wenden, um die Frauenmorde in Ciudad Juárez aufzuklären und die Straflosigkeit zu beenden. Dies teilte der Generalstaatsanwalt Daniel Cabeza de Vaca mit. In einer PGR-Erklärung bestätigte er, dass man sich, "falls nötig, an die CIDH wenden wird, um mit Hilfe von internationalen Normen und Kriterien über die staatliche Hoheit und Kompetenzen hinaus intervenieren zu können". Weiter führte er aus, dass die CIDH gemäß ihrer Statuten Einzelklagen über Menschenrechsverletzungen bearbeite, für die Staaten in der Region verantwortlich sind. Sollte die Behörde diesen Schritt tatsächlich machen, bedeute dies de facto, dass man die Unfähigkeit des mexikanischen Staates bei der Lösung des Problems einräume.

In einer Besprechung mit den Kommissionen der Abgeordnetenkammer, die für die Untersuchung der Frauenmorde in Mexiko und für Geschlechtergleichheit verantwortlich sind, hielt Cabeza de Vaca fest, dass das Kernproblem der Frauenmorde von Ciudad Juárez die Straflosigkeit und mangelnde präventive Maßnahmen seien. In 36 Prozent von 337 untersuchten Fällen seien Personen aus dem öffentlichen Dienst verwickelt. So beispielsweise Staatsanwälte, Gutachter und Polizisten, die mit dem Fall betraut waren und in den Ermittlungen leichtfertig und fahrlässig gehandelt haben.

Cabeza de Vaca wies die Sonderstaatsanwältin für Gewaltverbrechen an Frauen Alicia Elena Pérez Duarte an, zunächst abzuschätzen, welche gesetzlichen Möglichkeiten bestünden, um die bisherigen Ermittlungen, die unsystematisch vollzogen worden seien, auf Bundesebene vorzubringen. Die Strafverfolgerin soll außerdem untersuchen, welche Möglichkeit die PGR habe, um mit Hilfe der CIDH mit internationalen Normen und Kriterien eingreifen zu können.


Quelle: poonal
c/o Nachrichtenpool Lateinamerika e.V.
Köpenicker Str. 187/188, 10997 Berlin
Tel. +49 - 30 - 789 913 61
Fax. +49 - 30 - 789 913 62
E-Mail: poonal AT npla PUNKT de
Web: https://www.npla.de/poonal

Spenden an uns als gemeinnütziges Projekt sind von der Steuer absetzbar. Auf Anfrage (finanzen AT npla PUNKT de) stellen wir gerne Bescheinigungen aus.

Bankverbindung: Nachrichtenpool Lateinamerika
Volksbank Berlin, BLZ 100 900 00 Kto.-Nr.: 7196704005
BIC BEVODEBB, IBAN: DE57 1009 0000 7196 7040 05

Poonal gehört zur Federación Latinoamericana de Periodistas FELAP

 Diese Seite bookmarken:  
  add to Google Bookmark add to digg add to Yahoo MyWeb Bookmark newsvine Bookmark del.icio.us Bookmark reddit Bookmark StumbleUpon Bookmark Twitter Bookmark Mr.Wong Bookmark Webnews Bookmark Yigg 
 
 
 Print & Co:  
  E-Mail Drucker PDF 
 

Aktuell empfohlen

Das kritische Denken angesichts der kapitalistischen Hydra

Veranstaltungskalender

back Dezember 2017 forward
S M D M D F S
          1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
31