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ZapatistInnen besetzen Landstrasse

News vom 10.07.2002
übersetzt von Dana

 
Fordern von der Regierung die Erfuellung des Abkommens von San Andres
Machen staendige Belaestigungen der Polizei gegen ihre Doerfer bekannt
Die Strasse dient nur den Militaers und soll die zapatistischen Gemeinden zerstueckeln und zerstoeren

Aus Protest gegen die Errichtung einer Strasse haben 200-300 ZapatistInnen des Autonomen Gemeinde OLGA ISABEL (die sich nach einer Kaempferin der Guerrilla der EZLN benannt haben) die Strasse zwischen Chilon und Nichteel, ca. 150 km noerdlich von San Cristobal in Chiapas, besetzt. Die Besetzungsaktion wurde von sieben autonomem Gemeinden mitorganisiert,, 17. de Noviembre, Ernesto Che Guevara, Lucio Cabañas, Miguel Hidalgo, Vicente Guerrero, Primero de Enero und eben Olga Isabel. Im Laufschritt, vermummt und mit Stoecken ausgestattet, sind die Indigenas auf die Baustelle zugelaufen. Dabei wurden ohne Probleme die zwei Planierraupen der Arbeiter der staatlichen Strassenbauunternehmens, Comision Estatal de Caminos in Beschlag genommen. Die ZapatistInnen, die das Strassenbauprojekt, das ohne ihre Zustimmung startete, ablehnen, fordern von der Regierung die Erfuellung des Abkommens von San Andres. In einem veroeffentlichtem Boletin erklaeren sie, »Wir fordern die konstitutionelle Anerkennung von unseren indigenen Rechten und unserer Kultur. Von der Errichtung der Strasse werden nur die Reichen, die Regierung und ihre Soldaten fuer den Krieg profitieren. All die Plaene und oekonomischen Projekte der Regierung verfolgen nur das Ziel, die Autonomen Gemeinden zu zerstoeren.‰ Desweiteren erklaeren sie, dass die staendigen Patroillen der Militaers und der Polizei Seguridad Publica erfolgen, um die Zivilbevoelkerung einzuschuechtern und abzuschrecken. Am 2. Juli rueckte der Maschinenpark samt Planierraupe zur Erbauung der Strasse, die nach Nichteel fuehrt und autonomes Territorium durchquert, an. Auf mitgefuehrten Plakaten der Indigenas, in der Mehrheit Tzeltales, sind Slogans gegen den Plan Puebla Panama, gegen die Privatisierung, den Ausverkauf und die Ausbeutung von Grund und Boden sowie der Natur zu lessen.

Aus Protest und mit der Forderung, dass der gesamte Maschinenpark abgezogen wird sowie die Erfuellung des Abkommens von San Andres, bleibt die Strasse weiterhin seit Samstag, dem 6.Juli besetzt. Die Blockade wird solange aufrechterhalten, bis die Regierung von ihrem Plan der Errichtung dieser Strassse abrueckt. Inzwischen, so ein Sprecher der ZapatistInnen, erlaube mensch der Normalbevoelkerung die Blockade zu passieren, was aber nicht fuer Beamte oder Angestellte der Regierung gilt. » Wir sind nicht gegen die Zivilbevoelkerung, wir protestieren gegen die schlechte Regierung. Wem nuetzt die Strasse, wenn wir keine Rechte als Menschen , als Indigenaas haben. »Am Dienstag , den 9.7. haben die ZapatistInnen, den Arbeitern gestattet, ihren Maschinenpark abzuholen. »Wir suchen auch kein Streit mit Leuten, die ihren Job machen, es ist die Regierung, die uns nicht respektiert.‰ Inmitten des Weges haben sie Steine und Aeste als symbolische Barriere gelegt.

Waehrenddessen vertritt der Bischof Felipe Arizmendi aus Chiapas die Auffassung, dass die Strasse zwar notwendig und wichtig sei, aber ohne die Hinzufuegung der Gemeinden nicht erbaut werden darf. Desweiteren stimmt er zu, dass »es in dieser Region eine Zunahme der Militaerpraesenz gibt, die aber nicht notwendig ist‰ Im Namen der Regierung hat der Subsekretaer der Regierung in Chiapas Gabriel Gutierrez Avila erklaert, dasss eine Umleitung der strasse vorstellbar sei, aber offiziell die Arbeiten an diesem Strassenabschnitt nicht gecancelt sind. Seit dem bewaffneten Aufstand von 1994 lehnen die Indigenas der EZLN als Teil ihres Widerstandes gegen die Regierung jegliche Programme der Regierung ab und fordern stattdessen die Einhaltung des Abkommens von San Andres von 1996. Bereits im Jahr 2000 wurden aufgrund der starken Proteste der EZLN, vor allem der zapatistischen Frauen ein anderes Strassenbauprojekt, die Errichtung der Strasse Amador Hernandez, verhindert.

Fuer Tajante, ein Sprecher der BlockiererInnen ist die Sache klar: Este Bloqeo es por la dignidad indígena y no vendan su dignidad a cambio de proyectos que solo sirven para empeorar la pobreza.

Die Erklaerung fuer die Besetzung der Strasse kann in Spanisch unter www.laneta.apc.org/enlacecivil nachgesehen werden. Dann bitte denuncias anklicken.
Weitere Infos ueber die EZLN unter: www.ezln.org

Venceremos und tschuess albatroz
10.Juli 2002 San Cristobal de las Casas

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