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In Oaxaca wächst die Bewegung

 

Karawane der APPO reist nach Mexiko-Stadt

Promovio e.V. vom 01.08.2006
Eberhard Raitelhuber

  Die Indianischen Organisationen für Menschenrechte in Oaxaca − OIDHO − bedanken sich in ihrer Presseerklärung vom 30. Juli 2006 bei allen internationalen UnterstützerInnen für die Solidarität, mit denen der Anschlag gegen Alejandro E. Cruz López, Gründer und Anwalt von OIDHO, der am 20. Juli auf sein Haus verübt wurden, zurückgewiesen und gegenüber zuständigen Stellen in Mexiko angezeigt worden ist " ebenso wie die Anschläge gegen zwei Gewerkschafter und gegen die Radiostation "Radio Universidad". Laut OIDHO sind diese Angriffe teil des schmutzigen Krieges gegen die Bevölkerung, die allerdings ihr Ziel verfehlt haben: die Bewegung zu schwächen.

Alejandro Cruz López nimmt aktuell an einer Karawane teil, in der eine Delegation der Oaxakenischen Volksversammlung (APPO) am 25. Juli nach Mexiko-City gereist ist. Gemeinsam mit VertreterInnen der Sektion 22 der oaxakenischen Lehrergewerkschaft überreichte die Abordnung dem Senat der Republik die formale Forderung, offiziell das "Fehlen einer staatlichen Ordnung" (desaparición de poderes) im Bundesstaat Oaxaca zu erklären. Eine solche Entscheidung auf nationaler Ebene ermöglicht den Weg für eine Neuwahl des Gouverneurs in Oaxaca auf Grundlage der mexikanischen Verfassung. Die Mitglieder der Karawane bleiben in Mexiko-Stadt, bis sie eine Antwort des Senates erhalten.

Des weiteren informiert OIDHO, dass der Boykott des offiziellen Guelaguetza-Festes in Oaxaca sowie die Realisierung einer Guelaguetza "von unten" (Guelaguetza popular), die von der gewerkschaftlich- populären Bewegung organisiert wurde, ein voller Erfolg war. Darin zeige sich die Kapazität dieser Bewegung sowie die Unterstützung, die der Kampf seitens der Bevölkerung erhalte.

Aktuell intensivieren die mehr als 300 Organisationen, die in der Oaxakenischen Volksversammlung APPO (Asamblea Popular del Pueblo de Oaxaca) zusammen geschlossen sind, ihre Protestaktionen. Die APPO besteht aus sozialen, indigenen, bäuerlichen, studentischen, bürgerlichen und zivilen Organisationen, ebenso wie aus Stadtteilgruppen sowie Basisgemeinden der katholischen Kirche. Die Besetzung des historischen Zentrums von Oaxaca wird fortgesetzt. Darüber hinaus werden die Zugänge zu zentralen Gebäuden der Legislative, Exekutive und Jurisdiktion im Bundesstaat (Abgeordnetenkammer, Regierungssitz des Gouverneurs und Justizgebäude) friedlich blockiert. In einigen Regionen des Bundesstaates wurden laut Information von OIDHO mehrere Rathäuser besetzt und Straßenblockaden errichtet.

Verschiedene Kräfte, die sich aus der für abgesetzt erklärten Regierung, der Unternehmerschaft und konservativen Kreise der Kirche zusammen setzen, haben den Informationen zufolge eine Strategie entwickelt, mit der die Bewegung gespalten und in Misskredit gebracht werden soll. Gleichzeitig berichten Angehörige von Polizisten in alternativen Medien wie z.B. den Sendestationen "Radio Universidad", "Radio Plantón" und "Radio Caracol", das Regime habe hunderte von Polizisten kaserniert. Sie haben keinen Ausgang, erhalten nicht ausreichend Nahrungsmittel und Wasser und werden eingeschüchtert, um zu verhindern, dass sie sich gegen ihre Vorgesetzten auflehnen. Man wisse inzwischen, dass etliche Polizisten nicht mehr bereit seien, die eigene Bevölkerung weiterhin zu unterdrücken.

OIDHO ruft nationalen und internationalen Organisationen auf, sich weiterhin mit den legitimen Protesten der APPO solidarisch zu zeigen. Angesichts der Provokationen seitens des oaxakensichen und nationalen Regimes sei es notwendig, gegenüber möglichen Provokationen gegenüber der Bewegung aufmerksam zu bleiben. Nach wie vor bestehe die Gefahr paramilitärischer Angriffe gegenüber Gruppen von Protestierenden. OIDHO ist Teil der Oaxakenischen Volksversammlung und darüber hinaus Mitglied der provisorischen gemeinsamen Führungsstruktur des Zusammenschlusses (dirección colectiva provisional).

 Quelle:  
  http://www.promovio.org/ 
 

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