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Marcos und die Comandant@s in Atenco

 

EZLN ruft auf zum Kampf für die Befreiung der politischen Gefangenen

EZLN vom 01.10.2006

  Rene Ramon La Jornada. Sonntag, 1. Oktober 2006
http://www.jornada.unam.mx/2006/10/01/016n1pol.php

mit zusätzlichen Informationen von NarcoNews:
http://www.narconews.com/Issue43/article2107.html

San Salvador Atenco, México. 30. September. Subcomandante Marcos und die sieben KommandantInnen des Geheimen Revolutionären Indigenen Komitees − Generalkommandantur der EZLN (CCRI-CG-EZLN) sicherten der Volksfront für die Verteidigung des Landes (FPDT) erneut ihre Unterstützung zu, und riefen dazu auf, gemeinsam den internationalen Kampf für die Befreiung der Gefangenen von San Salvador Atenco zu reorganisieren und zu initiieren. Nach ihrer Ankunft in Atenco in der vergangenen Nacht sprachen die Delegierten der EZLN, angeführt vom Delegierten Null, in einer Zusammenkunft mit den Mitgliedern der FPDT am Nachmittag, den Verwandten und Freunden der 29 Gefangenen neuen Mut zu, die sich nach dem Polizeieinsatz am 3. und 4. Mai dieses Jahres, weiterhin in Haft befinden.

Die zwei Kombiwagen der Besucher trafen gegen Nachmittag auf dem Gemeindeplatz ein, und die sieben Delegierten, einschließlich Subcomandante Marcos begaben sich in das Ejido-Auditorium Emiliano Zapata. "Dies sind einige meiner Chefs in der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung, aus den Bergen des mexikanischen Südostens", sagte der Delegierte Null, als er die einzelnen Delegierten vorstellte, um ihnen dann die Bühne zu überlassen und sich für den Rest der Veranstaltung ausschließlich im Hintergrund zu halten.

Die Kommandanten und Kommandantinnen des CCRI-CG-EZLN brachten ihre Solidarität mit dem FPDT zum Ausdruck und forderten die Freilassung der Anführer dieser sozialen Campesino-Bewegung, der es gelungen war die Regierung von Vicente Fox daran zu hindern, den geplanten neuen Flughafen von Mexiko Stadt auf ihrem Gemeindeland zu bauen.

Zu Beginn gab der Delegierte Null die kommenden Aktivitäten bekannt, die nach diesem Treffen geplant waren: Am 1. Oktober sollen alle Caracoles wiedereröffnet werden, um im südöstlichen Mexiko über den Kampf von Atenco zu informieren; am 9.Oktober wird die EZLN die Rundreise im nördlichen Mexiko wiederaufnehmen, und am Ende des Jahres soll in Chiapas ein internationales Encuentro stattfinden.

David richtete das Wort an die Atenco-Bewohnern, die Mitglieder der FPDT und die Anhänger der Anderen Kampagne aus dem Bundesstaat Mexiko und D.F., die dem Treffen beiwohnten: "Die Botschaft, die wir von den zapatistischen Gemeinden überbringen lautet, dass sie sich nicht verkaufen, dass sie sich nicht ergeben und nicht erniedrigen lassen. Wir haben alle das Recht, das Recht und die Gerechtigkeit zu fordern, die uns als Volk genommen wurden; wir können nicht angesichts der Ungerechtigkeiten, der Ausbeutungen und der Zerstörung unseres Landes schweigen.

In ihrer Rede sprach Hortensia, die Fünfte Delegierte, den FPDT Mitgliedern Mut zu: "Wir stehen Ihnen zur Seite und begleiten Sie in Ihrem Schmerz, Ihrem Kampf und Ihrer Rebellion, die in Ihnen und in Ihren Herzen täglich wächst. Mit Ihrem Widerstand beweisen Sie, dass die Regierung es niemals schaffen wird die organisierten Dörfer zu erniedrigen".

Die mehr als 300 Anwesenden waren von den Worten der Repräsentanten der CCRI-CG-EZLN sichtlich bewegt. Doña Cata, die Ehefrau von Felipe Alvarez − einem Gefangenen im Hochsicherheitsgefängnis von La Palma-, brach in Hortensias Arme weinend zusammen.

"Wir möchten Ihnen sagen", fügte Hortensia hinzu, "nicht die Hoffnung zu verlieren, dass [die Gefangenen] früher oder später freigelassen werden. Denn sie haben kein Verbrechen verübt, sie sind unschuldig; ihr einziges Vergehen bestand darin ihr Land und ihre Rechte zu verteidigen. Dafür wurden sie eingesperrt. Das ist nicht gerecht."

Sie rief dazu auf, vereint die Freilassung der 29 Gefangenen zu fordern, darunter Ignacio del Valle, Felipe Alvarez und Jorge Galindo, sowie die Bestrafung "der wahren intellektuellen und direkten Verantwortlichen für die Taten in Atenco.

Tacho, der siebte Delegierte, erklärte, dass die Festnahme der FPDT Mitglieder nur "den Hochmut des Feindes zeigt, der sich rächen wollte", weil die Campesinos sich dem Raub ihres Gemeindelandes für den Bau des Flughafens widersetzt hatten.

"Der Neoliberalismus will uns den besten Boden rauben, um Vergnügungszentren darauf zu stellen (...), aber das werden wir ihnen nicht erlauben, wir werden bis zu den letzten Konsequenzen kämpfen", erklärte er, und versicherte auf die Menschen von Atenco stolz zu sein, "deren Kampf anderen Dörfern als Beispiel diente".

David, der sechste Delegierte, drängte zur Einheit der Dörfer, und ermahnte dann: "wenn wir uns nicht organisieren um zu kämpfen, werden wir unser ganzes Leben lang so verarscht werden; deshalb ist der einzige Weg den wir haben, uns zu organisieren; uns zu vereinen. Dies ist der Weg, den wir gegen die Drohungen der schlechten Regierenden haben".

[Zusatz von NarcoNews]

Marcos, der bei dieser Gelegenheit nur die Moderation führte, erklärte, dass die KommandantInnen Grabiela ("Delegierte Eins"), Zebedeo ("Delegierter Zwei") und Miriam ("Delegierte Drei") in D.F. bleiben werden, um den Kampf für die Befreiung der Gefangenen von Atenco fortzusetzen. Gema ("Delegierte Vier"), Hortensia ("Delegierte Fünf") und ihre kleine Tochter Lupita (Delegierte Fünf-Ein-Viertel), sowie David ("Delegierter Sechs") und Tacho ("Delegierter Sieben") werden am Sonntag nach Chiapas zurückkehren,

Bei dem Treffen wurden drei "Achsen" des weiteren Vorgehens umrissen: 1) die Organisierung der Commandant@s; 2) der Aufruf zu einem internationalen Encuentro in Chiapas, vom 30. Dezember − 2. Januar 2007; und 3) die Wiedereröffnung der zapatistischen Caracoles im autonomen Rebellengebiet von Chiapas um Informationen zu verbreiten, wobei kein Beschluss zur Aufhebung des Roten Alarms gefasst wurde, der seit dem 3. Mai in den zapatistischen Gemeinden in Kraft ist.

Zum Abschluss überreichten die Ältesten der FPDT den zapatistischen KommandantInnen einige Macheten, die das Symbol ihres Kampfes sind. Sie gaben bekannt, dass eine Kommission von Atenco-Anführern, Subcomandante Marcos auf seiner Reise in den Norden Mexikos begleiten werden, die am 8. Oktober beginnen wird.

 Quelle:  
  http://www.ezln.org.mx/ 
 

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