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Wer ist Calderon?

News vom 02.12.2006
Gerold Schmidt

 
Zielstrebig ins Präsidentenamt
Wer ist Felipe de Jesús Calderón Hinojosa?

Der bieder und unscheinbar wirkende 44-jährige Politiker aus dem Bundesstaat Michoacán hat eine Eigenschaft, die ihm immer wieder diente: Er läßt sich gerne unterschätzen. Sein Werdegang ist eine zielstrebig angegangene politische Karriere. Aufgewachsen in einem konservativen Elternhaus schloß Calderón 1987 seine Ausbildung zum Anwalt in Mexiko-Stadt ab. Außerdem weist er das für die wirtschaftsliberale Technokratenelite Mexikos fast unabdingbare Studium in den USA auf: Ein Master für Öffentliche Verwaltung an der Harvard-Universität. In der klerikal-konservativen Partei der Nationalen Aktion (PAN) schaffte sich der neue Präsident früh eine Basis: Vom Posten des Bundessekretärs der PAN-Jugendorganisation folgte bereits 1987 der Sprung in den Parteivorstand. 1996 übernahm Calderón für drei Jahre den Parteivorsitz. Im Bundesparlament war er Fraktionschef.

Nachdem die PAN im Jahr 2000 die PRI nach 71 Regierungsjahren an der Macht ablöste, war der Sprung ins Kabinett nur eine Zeitfrage. Präsident Vicente Fox berief Calderón 2003 zum Energieminister. Kurze Zeit später bewies der Minister, dass er ein gewiefter Gegner sein kann. In einem Moment, in dem die First Lady noch als mögliche zukünftige Präsidentschaftskandidatin galt, machte Calderón eigene Ansprüche geltend. Die umgehend folgende Rüge von Vicente Fox nutzte er zum demonstrativen Rücktritt und zur Distanzierung vom bei der PAN nicht durchweg beliebten Staatschef. Scheinbar aussichtslos, schaffte Calderón 2005 in der parteiinternen Kandidatenausscheidung gegen den von Fox favorisierten damals Innenminister Santiago Creel innerhalb weniger Wochen einen Stimmungsumschwung zu seinen Gunsten. Am Ende fügte er Creel eine demütigende Abstimmungsniederlage zu. Ähnlich rollte er bei der Präsidentschaftswahl das Feld von hinten auf. Statt großartiger Ideen präsentierte er eingängige Plattitüden - und wartete er auf die Fehler seiner Konkurrenten. Im Endspurt setzte Calderón auf einen äußerst aggressiven Verleumdungsfeldzug - unterstützt von den wichtigsten Medien und der Wirtschaft.

Den lange Zeit alle Umfragen mit weitem Abstand anführenden Oppositionskandidaten López Obrador traf dies unvorbereitet. Das Ende ist bekannt. Wirkliches Charisma hat der neue Präsident nicht. Auch kam sein Vorgänger Fox vor sechs Jahren mit wesentlich mehr Legitimation und einem größeren Stimmenanteil ins Amt. Doch eines kann sich die Opposition nicht leisten: Calderón unterschätzen.

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