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Vorgänge auf Rancho Esmeralda (1)

News vom 04.03.2003

 
Von unserem Berichterstatter vor Ort (Quellen: »La Foja« und persönliche Gepräche):

28.02. die geschichte geht weiter. um 7:30 besetzten mehr als 150 zapatistas des autonomen municpio 1. januar, und der gemeinde "nueva jerusalem" die Ranch »la esmeralda«, die dort 8 Jahre lang von einem us-amerikanischen Paar als »oekotourismushotel« gefuehrt wurde.

»jetzt werden sie sehen was, das wir es machen« sagte ein vermummter zapatist mit einer Machete in der Hand der informierten Presse. Heute sind die Bauern und Baeuerinnen der Gemeinde nicht zur Arbeit auf ihre Felder gegangen, heute haben sie das wahr gemacht was sie schon lange vor hatten: Ein weiteres Stueck Land wird zurueckgeholt, fuer die, die es wirklich brauchen.

11 hektar misst das Gelaende und es ist in unmittelbarer Naehe einer Miltaerbasis und einer Touristenattraktion, den Ruinen von Tonina, in denen einst, vor der spanischen Conquistadora, die Vorfahren der heutigen BesetzerInnen wohnten.

Der Besetzung der Ranch sind einige Vorfaelle voraus gegangen bei denen, laut zapatistas, Luegen verbreitet wurden. So behauptete eine der BetreiberInnen bereits vor Monaten, dass die Ranch besetzt sei. Einen ausfuehrlichen Artikel ueber die geschichte des Konfliktes mit den Ranchern gibt es hier:

http://www.chiapas.ch/chiapas_neu/main/artikel/artikel_display.php?artikel_ID=1

Eine Frau aus San Cristobal, erzaehlte mir heute morgen:

"Die Ranch befand sich schon seit ihrer Gruendung auf zapatistischem Gebiet. Die Regeln, die sich die zapatistischen Campensinos fuer das funktionieren ihre autonomen Gemeinden aufgestellt haben, wurden dort missachtet. Es wurden viel Alkohol und andere Drogen konsumiert, was bei den zapatistas nicht erwuenscht ist. Als Soldaten verkleidete Touristen veranstalteten Kriegsspiele auf dem Gelaende, was bei der indigenen Bevoelkerung zu verunsicherungen und Angst fuehrte. Die "Gringos" kamen vor Jahren und wedelten so lange mit Geldscheinen um sich, bis irgend jemand, der ueberhaupt keine Anspruch auf das Land hat, ihnen eine Bewilligung dafuer ausstellte. Von dem Betrieb der Ranch profitieren einzig und allein die sowieso schon reichen Besitzer. Die arme Bevoelkerung hat nichts davon, nur weniger Land auf dem jetzt ein weiterer Teil autonomen Lebens verwirklicht werden kann, wo Lebensmittel angebaut werden und sich die Situation vieler Familien verbessern koennte."

Ob die Besetzung allerdings standhalten wird, ist leider sehr fraglich. Ellen Jones, der wegen des Verbreitens von Unwahrheiten Heimtuecke nachgesagt wird, ist eine der "Besitzerinnen". Sie kuendigte an. "Wir sind in Ocosigno und bleiben hier. Heute ist ein trauriger Tag, aber wir werden kaempfen und alles daran setzten, dass diese Menschen im Knast landen."(Cuarto Poder, vom 1.3.2003) Kaempfen wird das Ehepaar selbst wohl kaum. Aber sie sind in der Lage, ueber Washington starken Druck in Mexiko D.F aufzubauen, womit sie auch schon laengerem angefangen haben: http://www.cnn.com/2003/TRAVEL/02/05/tourism.battle.ap/ (siehe hierzu auch die ?Mexiko-Nachrichtenzusammenfassung 27.01.-
16.02.2003„, die am 23.02. ueber den Verteiler ging, P.Cl.)

Konsequenz, koennte ein Einschreiten des mexikanischen Militaers sein, wobei Praesident Fox aber unter grossem internationalen Druck steht, dies nicht zu tun. Noch vor kurzem behauptete er auf seiner Europareise, dass es in Chiapas Frieden gaebe. Den Druck verstaerken koennte eine oeffentliche Kampagne gegen die Raeumungen der Ranch. Eine Kampagne gegen die anstehenden Raeumungen von zapatistischen Doerfern weiter oestlich in den Montes Azules ist bereits gestartet worden und koennte unter Einbeziehung der neuen Situation weitergefuehrt werden. http://de.indymedia.org/2002/12/37290.shtml

Auf ihrer Homepage http://www.ranchoesmeralda.net/ warnen die »Besitzer« Touristen die Gegend zu besuchen und versuchen damit ihr Bild der »brutalen Zapatistas« aufrecht zu erhalten bzw. weiter zu verbreiten.

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