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OMIECH

Direkte Solidarität Chiapas vom 21.02.2004

  Das thema materialspenden wurde ja schon ausführlich diskutiert ... hier nochmals ein protokoll eines gespräches mit omiech.

Am 20.02.04 besuchte ich die Klinik von Oventic und hatte dabei die Gelegenheit mit Leuten von OCIMECH zu reden ueber Sinn und Unsinn von Medikamentenlieferungen aus Uebersee.

Zuerst muss festgehalten werden, dass die Leute in Oventic schon auf eine langjaehrige Erfahrung zurueck blicken koennen und schon viel mit Weissen zu tun hatten. Sie wissen also ein wenig, wie wir ticken...

1. Medikamente finden hier tatsaechlich Verwendung. Allerdings muss der Beipackzettel dabei sein, damit die Verantwortlichen die "Formula" verstehen koennen, also die Zusammensetzung in lateinischer Sprache.

Fehlt die Formula und handelt es sich um eine Medizin, die es in Mexiko nicht gibt, ist das Medikament hier inutil!

2. Benoetigt werden vorallem Antibiotika, aber auch Schmerzmittel usw. Antidepressiva uae sind hier nicht erwuenscht.

3. Am liebsten ist es den Leuten hier aber, wenn Geld ankommt, mit dem dann Generika in grossen Mengen gekauft werden koennen. Mit der Einfuehrung der neuen Strukturen wurden die Medikamente fuer Organisationsmitglieder gratis. Dadurch aber hat sich der Druck auf die Kliniken erhoeht, denn diese Medikamente muessen teuer eingekauft werden.

4. Die Gesundheitsverantwortlichen versuchen, weiterhin mit Naturheilmitteln zu arbeiten, auch um die Kosten niedrig zu halten.

5. Weiterhin wichtiges Standbein ist die Praevention.

Ich bat auch die Verantwortlichen, einmal einen Informe darueber zu schreiben, was benoetigt wird und in welcher Form.

Ich ermunterte sie auch, dass sie unsinnige Medikamentenlieferungen offen und mit Begruendung zurueck weisen sollen, denn hinter der Klinik "entsorgte" Medikamente werden zu Altlasten.

andre, sclc, chiapas

ps: die anschriften von omiech habe ich leider gerade nicht zur hand.


Quelle:
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