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Militärpatrouillen in autonome Gebiete nehmen zu

La Jornada vom 22.07.2002
Hermann Bellinghausen
übersetzt von Dana

  Autonomer Bezirk Ricardo Flores Magón, Chiapas, 21. Juli. "Seit dem 14. Juli haben die Patrouillen im Herzen unseres autonomen Gebietes zugenommen. Ein Konvoi aus fünf grossen Fahrzeugen von Ocotal nach Piñal alarmierte die Menschen. Am gleichen Tag positionierten sich die Soldaten in dem Lacandón Ejido (der von Tzeltals bewohnt wird), wie sie sagten, um eine Gruppe PRI Angreifer zu ergreifen, die am 4. Juli einen Lastwagen der SEMARNAT überfallen hatten. Sie blieben dort mehrere Tage lang, haben aber noch niemanden festgenommen," erklärte ein Angehöriger des Autonomen Rates von Ricardo Flores Magón geradeheraus.

Er liess einem kaum genug Zeit um Notizen zu nehmen. Er wurde von einem anderen Ratsmitglied begleitet, der nur einige Sekunden lang in einer indianischen Sprache redete. Beide hatten ihre Gesichter mit Halstücher verhüllt und sprachen im Namen der autonomen Autoritäten. "Gestern war die ganze Strasse zur Kreuzung von Nahá bis zur Gemeinde von Jardín von Armeefahrzeuge und Soldaten besetzt. Einige andere fuhren in die Berge," fügte er hinzu.

"Soldaten der Bundesarmee marschierten in das Lacandón Ejido ein um das Dorfzentrum zu räumen. Sie sind gerade erst weg, nach einigen Tagen, aber wir glauben, dass sie immer noch in der Nähe sind." Seine Stimme wurde bedächtiger. "Sie sagen, sie würden Bäume zwecks Wiederaufforstung pflanzen. Sie wissen genau, dass einige Leute aus Lacandón Schwarzmarktautos verkaufen und mit Waffen, Drogen und Holz handeln. Wenn der Regierung etwas gestohlen wurde, dann waren sie dafür verantwortlich.

"Wir denken, dass die Bundesarmee sich verstellt, wie mit der Wiederaufforstung. Sie sind in die Berge gezogen, wo kein Mangel an Bäumen herrscht. Der Zweck ist es nicht sie zu pflanzen, sondern die Strasse von Monte Líbano (wo ein Militärlager ist) nach Montes Azules un Piñal zu kontrollieren.

"Sie kommen nicht um Angreifer festzunehmen oder das Land wiederaufzuforsten. Es gab gestern viele Überflüge über unsere Gemeinde. Und sie gingen am 14. Juli los. Das wundert uns. Was haben Flugzeuge mit Wiederaufforstung zu tun? Es sieht eher nach einer Zurschaustellung der militärischen Macht der Regierung aus."

Währenddessen werden die Lacandón Banditen in Tumbo, Esperanza, Santo Domingo, Peña Limonar und Sibal ’berühmt’. "Wenn man in den Gemeinden der Region fragt, weiss jeder wer sie sind. Diese Bande traf sich diese Woche mit der OPDIC (Organisation Für die Verteidigung der Indigenen und Campesino Rechte) und der Öffentlichen Sicherheitspolizei in Peña Limonar," erzählte der Ratsvertreter der La Jornada.

Man erinnere sich, dass der gleiche Autonome Bezirk vor wenige Tage gemeldet hatte, dass die PRI OPDIC Organisation dabei ist eine paramilitärische Front in Arroyo Granizo zu errichten.

"Wir denken immer noch, dass sie die Gemeinden von Ricardo Flores Magón vertreiben wollen. Das Gerücht geht um, dass das kurz bevorsteht, die Angst verbreitet sich," sagte der Sprecher, der nur Gelegentlich auf seinen Notizblock blick.

Nachdem er bemerkte, dass "es in diesem autonomen Gebiet keine Pause der Militarisierung gegeben hat," erklärte er: "Wir zapatistische Unterstützungsbasen geben bekannt, dass wir weiterhin entschlossen und sicher unseren Widerstand fortsetzen werden. So ist es seit Jahren gewesen. Nun ist es schwieriger uns zu schlagen. Sie müssten uns töten."

In diesem Gebiet — nördlich der Selva Lacandona, nahe des Montes Azules Biosphärenreservats — denkt jeder an den viel gerühmten Plan Puebla Panama. "In diesen Monat, Juli, haben die Carib (die regiersungstreuen "Lacandones") aus Metzabok ein Bauprojekt zugestimmt, damit reiche Gringos in einem Touristenzentrum wohnen können." Die drei derzeit existierenden Lacandón Gemeinden (Nahá, Metzabok and Lacanjá Chensayab) sind die Hauptunterstützer des PPP, erklärte er. "Sie versuchen uns davon zu überzeugen, dass dies die Veränderung ist, auf die wir so viele Jahre gewartet haben."

Der autonome Repräsentant fuhr fort: "Die Regierung hört uns nicht. Wir ersuchten um die Respektierung unserer Kultur, und sie suchen nach einen Weg um uns fertigzumachen. Den Tourismus zum Metzabok See zu bringen vernichtet die indigene Gemeinde um Kapital einzubringen, als ob wir Indigenas Kapitalisten sein könnten."

Die Baufirma hat in Metzabok Arbeiter angeheuert, "so funktioniert ihre Strategie. Sie wollen, dass die Campesinos das Säen vergessen. Sie zahlen sie gut für Arbeit die nicht lange halten wird."

Über die neulichen Erklärungen eines Beamten für Naturschutzgebiete (ein Mitglied des Umweltkomitees das versucht, das Montes Azules Problem zu " lösen"), derzufolge die Verteidigung der Gemeinden die von der Räumung bedroht sind etwas mit Interessen des Drogenhandels zu tun hätten, antwortete der autonome Sprecher: "Es schmerzt uns sehr, dass sie versuchen uns des illegalen Anbaus zu beschuldigen. Wir weisen das vollkommen zurück. In dieser ganzen Region, hat Flores Magón den grössten Einfluss in den Gemeinden nahe Montes Azules, und es gibt keinen Drogenhandel.

"Wir bestrafen den Verkauf von Drogen und Edelholz. Keiner kommt hier damit durch, aber wir wissen nicht, wie es in anderen Gegenden steht, die von den Angreifern und den Soldaten kontrolliert werden..

"Sie suchen nach einem Vorwand um uns zu vertreiben. Wir sehen ständig Soldaten durch Taniperlas durchkommen, und sie gehen nicht weg. Wir glauben, dass sie eine Menge Verstärkung heranholen," endete der zapatistische Sprecher und kommentierte: "Jetzt im Augenblick scheinen die Soldaten wieder von Nahá nach Jardín zu gehen. Wir bestätigen es."

 Quelle:  
  http://www.jornada.unam.mx/ 
 

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