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Mexiko-Newsletter Oktober

Direkte Solidarität Chiapas vom 05.10.2007

  Eine Offensive gegen die Basisgemeinden der Zapatistas nimmt ein immer gewalttätigeres Ausmass an. Und die Repression im ganzen Lande nimmt massiv zu, unter dem Vorwand der Verfolgung der EPR. In Chiapas und in Oaxaca sind am nächsten Sonntag, den 7. Oktober, Lokalwahlen. Eine anschliessende weitere Verschärfung ist schon angedroht.

Hier zwei Artikel, eine Veranstaltungsreihe und zwei Aktionsmöglichkeiten für Euch.
Mit besorgten Grüssen

Eure Solicrew


Artikel

1. Artikel
Offensive gegen die zapatistischen Gebiete: CAPISE denunziert konzertierte Aktionen von Paramilitärs in Chiapas, siehe:
http://www.chiapas.ch

2. Artikel
EPR: „Präsentiert unsere Compañeros lebend“ − siehe Lauftext unten.


3. Veranstaltungsreihe
Vom Schulstreik zum Volksaufstand − der ungelöste Konflikt in Oaxaca/Mexiko Mit Erangelio Mendoza, Lehrer, früherer Generalsekretär der LehrerInnengewerkschaft Seccion 22 von Oaxaca und ehemaliger politischer Gefangener. Veranstaltungen in:

Zürich, 27.10.07 17.00 Uhr
Podiumsdiskussion am Festival de los Espejos, Kulturmarkt, Ämtlerstrasse 23 Vollständiges Programm siehe http://www.rebelarte.ch

Zürich, 30.10. 19.00 Uhr
vpod, Sitzungssaal, Birmensdorferstr. 67 (5. Stock), 8036 Zürich (beim Bahnhof Wiedikon Tram 9,14 oder SBahn)

St.Gallen, 31.10. 19.30 Uhr
CaBi Antirassismustreff, Linsebühlstrasse 47

Basel, 1.11.07, 20 Uhr
Gewerkschaftshaus, Regbasse 1

Eine Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem Solifonds und medico international schweiz. Infos und Flugis zu den lokalen Veranstaltungen siehe


4. Urgent Action
Protestmail-Aktion wegen massiver Repression in Chiapas. An einer Protestmail-Aktion wegen massiver Repression in Chiapas hier (in Deutsch):
https://www.chiapas.eu/ua.php?id=16
(in Englisch):
https://www.chiapas.eu/ua.php?id=16


5. Präsent sein als MenschenrechtsbeobachterIn

Ein Einsatz für die Menschenrechte, als FreiwilligeR präsent sein in Chiapas über http://www.peacewatch.ch
Im November-Training für Mexiko und Guatemala hat’s noch wenige Plätze frei.


Massive Sabotage legt Mexikos Industrie lahm

EPR: „Präsentiert unsere Compañeros lebend“

Direkte Solidarität mit Chiapas, 2.10.07

Das «Ejercito Popular Revolucionario (EPR)" macht weiter Druck: Die kleine Guerrillatruppe sabotiert Erdgas- und Erdölleitungen und legt den Industriegürtel in Zentral- und Nordexiko lahm. Mehrere Milliarden US-Dollar Schaden wurden der Industrie zugefügt, da tausende Fabriken ohne Gas blieben und Werke wie Toyota und VW (mit einer Tagesproduktion des New Beetle von 1850 Stück) ihre Tore tagelang schliessen mussten. Erst gab es Anfang Juli acht Explosionen in den nördlichen Bundesstaaten Guanajuato und Guerétaro (siehe Correos 150, S.33). Am 10. September explodierten dann in den zentralen Bundestaaten Veracruz und Tlaxcala weitere Gaspipelines. Diese präzis an neuralgischen Punkten gelegten zwölf Sprengsätze bewirkten, dass das von ABB entwickelte, satellitengesteuerte Gas-Verteilungssystem «Scada" Alarm schlug und die Gaslieferungen für ein Dutzend Bundesstaaten eine Woche lang ausgesetzt werden mussten.

Das EPR versteht ihre politisch-militärischen Kampagne als Reaktion auf das Verschwindenlassen von zwei ihrer Militanten, Edmundo Reyes Amaya und Gabriel Alberto Cruz und fordert von der Regierung, dass diese lebend präsentiert werden. Die zwei sollen am 25. Mai in Oaxaca Stadt verhaftet worden sein, beide waren seit Jahrzehnten in der Klandestinität. Erst mit der zweiten Explosionsserie im September scheint Mexiko wirklich realisiert zu haben, dass hier eine wohl kleine, aber schlagkräftige Gruppierung gegen diese alte Form der Repression in Lateinamerika zu kämpfen entschlossen ist. Alle, von Menschenrechtsnetzwerken über Regierung und Opposition sahen sich nun bemüssigt, dazu Stellung zu nehmen. Auch die Zapatistas, die aufgrund der Offensive in Chiapas wie auch der Aktionen der EPR eine Rundreise der «otra campaña" durch Südmexiko aussetzten und trotz ihrer strategischen Differenzen zu der EPR betonten: «Die Forderung nach dem Vorzeigen dieser Verschwundenen ist nicht nur legitim, sie ist auch eine Denunzierung des Schmutzigen Krieges, den Felipe Calderón Hinojosa, dieser vernarrte Liebhaber militärischer Uniformen, derzeit neu inszeniert."

Politisch unter Beschuss gerät insbesondere der Innenminister Francisco Ramírez Acuña, als Hardliner schon von seinen Zeiten als Gouverneur von Jalisco bekannt, wo GegnerInnen eines Gipfels der EU-Lateinamerika-Gipfels gefoltert wurden. Angesichts des innenpolitischen Debakels der Regierung Calderón verlangen immer mehr Abgeordnete den Rücktritt von Ramírez Acuña. Doch nicht nur die Militarisierung der inneren Sicherheit schreitet in diesem olivgrünen Mexiko in Kampfstiefeln voran. Veracruz ist auch ein Beispiel für die Privatisierung der Sicherheit, wurde doch ausgerechnet nach den ersten Anschlägen in Guadalajara die US-amerikanische Firma SY Coleman mit der Sicherung der staatlichen Pipelines in Veracruz beauftragt. SY Coleman gehört zum Konzern der L-3 Communications, welche Raketensysteme entwickelt und zum Dunstkreis der Waffenindustrie um Ex-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld zählt. Dessen Freund und ehemaliger SY Coleman-Chef, Ex-General Jay Garner, leitete 2003 in Bagdad das »Amt für Wiederaufbau und humanitäre Hilfe«, nachdem die hauseigenen Waffen den Irak zerstörten.

Und was ist mit den zwei Verschwundenen? Nach wie vor gibt es von ihnen kein Lebenszeichen. Die mexikanische Regierung behauptet, nichts über ihren Verbleib zu wissen, und baut gleichzeitig den Apparat zur Verfolgung von «Subversiven" weiter aus, verdächtigt alle und jeden, die gegen ihre Politik protestieren. Aber auch Personen, die vor Jahrzehnten einmal in der Guerilla aktiv waren, befinden sich wieder im Fadenkreuz: Hermenegildo Torres Cruz, Mitglied eines Kollektivs ehemaliger Procup-Gefangener der Achtziger Jahre, wurde am 14. September von Polizisten mit vorgehaltener Pistole «besucht" und eine Nacht lang verhört. Und am 26. September verschwand in Michoacán der heute 58-jährige ehemalige Guerillero Francisco Paredes Ruiz spurlos, sein Auto wurde mit angelassenem Radio gefunden, so die Menschenrechtsorganisation Limeddhh. Paredes war drei Tage zuvor auf der jährlichen Gedenkfeier zum ersten Angriff der «modernen" Guerilla, der am 23. September 1965 auf die Militärkaserne Madera stattfand. Zudem beabsichtigte er, aktives Mitglied des mexikoweiten «Frente gegen die Repression" zu werden, die diesen 2. Oktober gegründet wurde. Francisco Paredes’ Familie befürchtet das Schlimmste. Wir für Mexiko unter Calderón auch.

Ein Artikel für den Correos de Las Américas Nr. 151
Abo des Correos bei Zentralamerikasekretariat ZAS zas11 AT access PUNKT ch


Quelle:
Direkte Solidaritaet mit Chiapas
Postfach 8616
8036 Zürich, SUIZA

Chiapas - Unterstützungsverein!
Mitgliedschaft für 60.- / Jahr
http://www.chiapas.ch/aktion5.php


Café RebelDía
fein-fair-bio
Eglistrasse 25
8004 Zürich

Bio-Arabica-Kaffee der zapatistischen Kooperative Mut Vitz
Für Deinen täglichen Aufstand!


Das Buch zum Kaffee: "Das Aroma der Rebellion."
Zapatistischer Kaffee, indigener Aufstand und autonome Kooperativen in Chiapas, Mexiko.
http://www.chiapas.ch/index.php?artikel_ID=511


http://www.chiapas.ch
soli AT chiapas PUNKT ch
Tel/Fax: +41-44-400 45 69
PC: 34-529800-6

 Quelle:  
  http://www.chiapas.ch/ 
 

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