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Worte von Comandante Zebedeo im Bundeskongress

Kommunique vom 28.03.2001
übersetzt von Dana

  Bürger Abgeordnete:
Bürger Senatoren:
An alle indigenen Gruppen in Mexiko:
An die nationale Zivilgesellschaft:
Brüder und Schwestern:

Wenn die Menschen aufschreien, tun sie es nicht weil sie es wollen.

Sie tun es nicht aus Freude.
Sie tun es nicht weil sie sich Zuhause langweilen.
Sie tun es nicht weil sie sich bei ihrer Arbeit langeweilen.
Sie tun es aus Notwendigkeit, die schlichte Notwendigkeit in ihrem Leben,
jeden Tag ein wenig Brot zu haben.

In unserem Land haben wir viele Brüder, die ebenfalls aus Fleisch und Blut sind.

Die sich vorwärtsschleppen, und ihre Arbeit opfern auf der Suche nach etwas zu essen.

So dass sie Morgen nicht tot erwachen werden.

So dass der Morgen ein Tag sein wird.

Nicht ein Tag der Freude.

Nur eins damit sie leben können ohne aufzuhören mit den Lungen zu atmen mit der die Natur sie ausgestattet hat.

Die armen, denen es am allerschlimmsten geht, denken nicht einmal.

Sie können nicht daran denken, mit ihren traurigen Familien an einem Tisch voller Lächeln freie Momente zu geniessen.

Viele Männer und Frauen in unserem Land, haben begonnen den Elend doppelt zu ertragen, indem sie ihre traurigen Leben beenden, Gift nehmen, weil sie erkennen, dass sie keine andere Lösung mehr haben, wegen den unerträglichen Krisen die sie seit ihrer Kindheit erfahren haben, seit ihrer Kindheit, und seitdem sie erwachsen wurden.

Viele unserer Mitmenschen binden sich letzten Endes auch eine Schlinge um ihre Hälse, und töten sich ohne Bedauern, und das tun sie nicht aus Männlichkeit, noch weil sie verrückt sind, noch wegen irgendeiner Krankheit. Nein, sie tun es nicht weil sie es wollen. Einige tun es weil sie von Schulden erdrückt werden, ohne eine Möglichkeit sie zu zahlen. Sie tun es nicht aus Faulheit, weil sie nicht arbeiten wollen würden. Sie tun es weil ihre Arbeit ihnen nicht einmal das Allernotwendigste erlaubt.

Weil die Kosten von dem was sie kaufen höher sind als ihr bescheidener Gehalt.

Einige töten sich, weil sie erkennen, dass sie im Leben noch nicht einmal eine Zukunft erwartet, obwohl sie von sechs in der früh bis sechs Uhr abends arbeiten gehen.

Sie werden krank von soviel harter Arbeit, sie werden unterernährt von soviel harter Arbeit, von soviel harter Arbeit ohne irgendetwas zurückzukriegen, und sie altern früh von soviel harter Arbeit.

Das selbe passiert mit ihren Kindern. Viele gehen nicht zur Schule, weil ihre Papas nicht das Geld haben um ihnen das Schulmaterial für ihre Studien zu kaufen.

Viele können nicht studieren, weil sie die Kosten nicht auslegen können, und noch weniger mit finanzieller Kooperation.

Mexiko hat auch Männer und Frauen aus Blut, die gegen das was sie mit ihren Augen sehen kämpfen: Ungerechtigket, Ungleichheit.

Um ihr Gewissen zu gebrauchen, um sich um das gesamte Gewicht des Kreuzes zu sorgen, das von ihren Leuten getragen werden. Sie konfrontieren geduldig, damit ihre Forderungen erledigt und angehört werden.

Durch diese niemals endende Mühe, sehen wir wir diese Männer und Frauen mit Worte zu Fall gebracht werden. Wir sehen wie ihre Hände gefesselt, und wir sie geschlagen werden.

Wir sehen wir ihre Münder gefesselt werden, mit Schlägen von Gewehrkolben. Wir sehen wie sie mit Elektroden gefoltert werden.

Wir sehen wie sie mit einem Gnadenschuss in dem Kopf verstümmelt werden. Wir sehen wie sie gefoltert werden, wie ihre Finger mit Klingen angehackt werden.

Wir sehen wie sie in der Kälte der Nacht ausgezogen werden, und in einem Wassertank geworfen werden.

Wir sehen wie, weil sie in ihrem Kampf ehrlich sind, Verbrechen für sie erfunden werden.

Wir sehen wie unsere Brüder zu 5-10 Jahre verurteilt werden, um für das Verbrechen zu zahlen gekämpft und die Wahrheit gesagt zu haben. Auf der anderen Seite sehen wir auch, wie unsere Mörder von dem Gesetz beschützt und abgesichert werden.

Für ihre Grausamkeit und das Töten bescheidener Menschen.

Für ihre so brilliante Plannung der Unterdrückung der kämpfenden Menschen. Deshalb werden sie zu sehr hohe Positionen befördert, als eine Belohnung, je nachdem wie gewalttätig sie sind.

So wurden die mexikanischen Menschen maipuliert. So haben sie unsere Würde niedergetrampelt.

Das Blut der Armen, die Leben der Armen, haben dem Aufstieg von zu Mensch gemachten Vampiren gedient.

Ich bin etwas unwissend über die Verfassung und die Landesgesetze. Auch wenn ich sie lesen könnte, würde ich sie, wie so viele Mexikaner, nicht verstehen.

Aber ich verstehe, dass wenn jemand irgendein Vergehen begangen hat, er gemäss der Ernsthaftigkeit des Verbrechens bestraft werden sollte.

Alle Mexikaner, ob wir lesen können oder nicht, haben von dem "Rechtsstaat " gehört Und ich frage mich selbst, was ist das?

Ich antworte mir selbst, ich verstehe nicht wie die grosse Mehrheit der Mexikaner das ebenfalls nicht verstehen?

Wir verstehen es nicht, weil sie diese Bedeutung in eine Schlechte verändert haben, eine die nur die Mindeheit beschützt, die als Hüter des Reichtums nur einiger Weniger wirkt.

Es hat ihnen gestattet uns das wenige das wir haben zu stehlen, für die Freiheit des Ausdruckes. Sie haben ein Gesetz, dass ihren Gebrauch des Rechtes schützt. Aber es gibt Millionen die missbraucht wurden, und unsere Missbraucher sind unbestraft geblieben, und jene die dafür sorgen sind die Führer und Angestellte der Regierung.

Es gibt auch ein Gesetz, dass angeblich unsere bescheidenen Häuser schützen soll, damit niemand sie ohne Genehmigung betreten kann. Aber in diesem Fall haben sie nicht nur Türen eingeschlagen, sie haben ganze Häuser niedergebrannt und zerstört.

Wir verstehen nicht genau, wie es die Funktion der Abteilung für Agrarreform sein soll, den Campesinos Zertifikate über Agrarrechte zu vergeben, in dem Sinne, dass ihr Land unantastbar sein soll wenn sie dieses Zertifikat haben. Was soll das nützen?

Wir stellen diese Frage nocheinmal!

Wo ist der Schutz den die Agrarzertifikate angeblich gewähren sollen, wenn sie in unsere Länder einfallen, ihre Fabriken auf unsere Arbeitsorte bauen, und wir die Schäden erleiden die sie uns für den Rest unseres Lebens zufügen.

Wenn wir unsere Rechte fordern, werden wir erniedrigt. Wenn wir uns verteidigen und Widerstand leisten, töten sie uns.

Gegenwärtig befinden sich tausende ihrer Rechte beraubten Menschen im Gefängnis, weil sie sich organisiert haben.

Folglich gibt es tausende Jungen und Mädchen die schwierige Zeiten durchmachen, ohne Geld um sich Kleider und Medizin zu kaufen, und ohne Möglichkeit ihre Studien weiterzuführen.

Viele, viele Frauen wurden erniedrigt, weil ihre Compañeros ins Gefängnis geworfen wurden.

Es bringt unsere Herzen zum Weinen, die der Armen, um unsere verschwundene Kämpfer und Vorbilder, die ihre Kinder für immer verlassen haben.

Viele verzweifelte Kinder, die aufwachsen ohne ihre Eltern zu kennen.

Viele verwitwete Frauen, in verzweifelten Umständen, ohne Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Diese Leben sind ohne Preis. Es kann nicht mit Geld bezahlt werden, dieses vergossene Geld. Es kann respektiert werden, indem man sich bemüht zu verstehen, dass das was sie wollen Respekt für ihre Rechte und gleiche Gerechtigkeit ohne Unterschiede ist.

Dieses geschlossene Gewissen − die Veränderung dieser Leben, liegt in Ihren Händen, das auszuführen liegt in Ihrer Reichweite.

Sie können diese Rechte garantieren die für so viele Jahren verweigert wurden, um Frieden zu erreichen.

Frieden zu erreichen hängt von Ihrer Überzeugung ab. Es hängt sehr von Ihren Entscheidungen ab.

Heute müssen Sie sich zwischen zwei Pfade entscheiden, die Sie folgen können: der eine der dem Frieden hilft, und der eine der im Angesicht des Krieges schweigt.

Wenn Sie wollen dass Mexiko anfängt in Frieden zu leben, werden Sie ihre Ohren benutzen und die Aufgabe angehen müssen, die indigene Rechte und Kultur gesetzlich zu erlassen, die allen indigenen Gruppen unseres Landes nützen werden.

Sie können die Verfolgung der Indigenas, der Gefangennahme von Indigenas, dem Vergiessen von Indigenablut, dem Tod von Indigenas, ein Ende setzen. Dazu rufen wir Sie auf.

Lernen Sie zuzuhören, erfüllen Sie ihre Verpflichtungen mit Einfühlsamkeit. Lassen Sie uns Mexiko mit Taten verändern. Lassen wir die Sturheit hinter uns.

Räumen wir Rassissmus und Ausgrenzung beiseite.

Es wurde in diesem Land soviel über Veränderung geredet, aber diese Veränderung existiert für uns nicht.

Denn solange eine indigene Gruppe als Fremde angesehen werden, wird es niemals Veränderung geben.

Die Veränderung die wir wollen sollte in den Gemeinden anfangen, in den einzelnen Orten, den Farmen, den Bezirken, damit die Menschen und die Regierung gemeinsam sagen können, dass nun tatsächlich eine Veränderung eingetreten ist.

Denn wenn nur jene die oben sind das sagen, wird das nur Veränderung für einige Wenige bedeuten, so wie wir das bisher erlebt haben.

Brüder und Schwestern Senatoren Brüder und Schwestern Abgeordnete

Sie sind nicht aus eigener Kraft dazu gekommen diese Positionen einzunehmen.

Vergessen Sie nicht, dass Sie es den Menschen zu verdanken haben, Ich wiederhole, den Studenten, den Hausfrauen, den Campesinos, den Indigenas, den Arbeitern, den Fahrern, den Ladenbesitzer und Strassenverkäufer, den Künstlern, den Lehrer, den Ärzten, den Nachbarn, den Mechaniker, den Ingineuren, den Anwälten und den Menschen von Mexiko im Allegemeinen.

Diese arbeitende Klasse die Mexiko ausmacht schenkte ihre Zeit, sie gingen zu der zu dem sie gehörten, sie warteten in einer Schlange um ihre Wahlzettel mit einem "X" zu markieren.

Sie machten von ihrem Recht gebrauch, während sie Hungers litten. Manche kamen zu Fuss, andere kamen zu Pferde, auf Maulesel, auf Fahrräder. Und andere bezahlten einen Fahrschein, verbrauchten ihren einzigen Centavo, den sie mit ihrer Arbeit oder vom Verkauf ihrer Produkten verdient hatten. Sie gaben Ihnen diese Stimme des Vertrauens, und sie taten dies nicht aus Vergnügen. Auch nicht weil sie Sie für attraktiv halten.

Sie gingen dorthin wo sie hingehen mussten, und sie wussten wie man zuhört, sie markierten dieses Papier für Sie, weil sie darauf vertrauten, dass Sie auf die Probleme die sie täglich haben antworten würden.

Einige leiden unter Verfolgung. Andere leiden wegen erfundene Verbrechen. Andere weil sie wollen, dass ihr Landstück legalisiert wird, und andere wegen anderen Notwendigkeiten.

Antworten Sie nicht auf diese Probleme indem sie das "X" das sie Ihnen zusprachen in einem Kreuz des Vergessens verwandeln. Und, da Sie bereits ihre Fähigkeit zuzuhören bewiesen haben, wollen wir auch Ihre Fähigkeit sehen, für die Rechte der indigenen Völker Gesetze zu erlassen.

Sie schulden den Menschen viel. Diese Schuld kann nicht mit Geld bezahlt werden.

Wenn Sie das Vertrauen der mexikanischen Menschen gewinnen wollen, wenn Sie Ihre Schuld zahlen wollen, Wenn Sie zu den Worten die Sie während Ihrer Wahlkampagnen gesprochen haben loyal und vertrauenswürdig stehen wollen, ist heute der Augenblick das zu erfüllen. Heute ist der Augenblick um Rechnungen zu begleichen, damit das was Sie versprochen haben letzten Endes nicht bloss Versprechen bleiben.

Führen Sie Ihre Verantwortung für das Wohl Mexikos aus. Dies auszuführen wird auch Ihnen nützen und Ihren politischen Karrieren zugutekommen. So weit uns das angeht, sagen wir Ihnen nicht, dass sie Arbeit einstellen sollen.

Nein, das denken wir nicht. Es liegt an Ihnen, aber, mehr als alles andere, führen Sie sie aus und arbeiten Sie, wenn sie gute Repräsentanten des Volkes sein wollen.

Ein Repräsentant zu sein erfordert viel Verantwortung, Ernsthaftigkeit, Verpflichtung, und immer an eine Zukunft für alle zu zu denken. Demokratie.

Freiheit.
Gerechtigkeit.
Aus den legislativen Hallen von San Lázaro, Bundeskongress.
Das Klandestine Revolutionäre Indigene Komitee-Generalkommandatur der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung.
Mexiko, März 2001.

 Quelle:  
  http://enlacezapatista.ezln.org.mx/ 
 

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