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Mit der Freilassung der politischen Gefangenen ist das Problem nicht gelöst

La Jornada vom 30.03.2008

  Das Menschenrechtszentrum FrayBa und ein Sprecher der Diözese von San Cristóbal de las Casas lassen sich nicht blenden von der scheinbaren Grosszügigkeit des Gouverneurs. "Alle sechs Jahre lassen die neu gewählten Gouverneure Gefangene frei. Damit ist aber das Justizproblem nicht gelöst; die Folter wird weiter praktiziert". Im gleichen Sinn äusserte sich Heriberto Cruz Vera, Pfarrer von Tila, als Vertreter der Diözese: "Die Befreiung der Gefangenen ist zwar ein positives Zeichen, aber die Befreiung einiger weniger täuscht über das Grundproblem der defizienten Justiz hinweg. Nach wie vor werden Leute ungerechtfertigt verhaftet. Der Hungerstreik ist ein Zeichen, dass diese Praxis unhaltbar ist und dass das System geändert werden muss"

Die befreiten Gefangenen veröffentlichten nach ihrer Freilassung ein Communiqué:. "Wir danken allen, die uns in unserem Hungerstreik unterstützt haben. Wir wurden verhaftet, weil wir für unsere Rechte kämpften. Für uns war das Gefängnis eine Hölle, wir lebten in Angst und wurden krank, aber nicht nur wir, auch unsere Familien und Freunde litten. Als sie uns besuchen wollten, wurden sie abgewiesen. Das Gefängnis zerstörte viele Familien."

In einem anderen Communiqué schreiben die (noch) Gefangenen im Los Llanos-Gefängnis:
"Es haben sich neun weitere Gefangene unserem Hungerstreik angeschlossen. Wir verlangen vom Gouverneur von Chiapas, Juan Sabines Gzuerrero, unsere sofortige Freilassung. Wir sind keine Mörder, wir sind keine Terroristen. Wir haben zum Teil unter Folter und Todesdrohungen Geständnisse unterschrieben, aber wir sind unschuldig, wir haben diese Straftaten nicht begangen.

Quelle: Urgent Action Fray Bartolomé de las Casas, 15.2.08/
Communiqué von CCIODH (Comisión Civil Internacional de Observación por los Derechos Humanos)

 Quelle:  
  http://www.jornada.unam.mx/ 
 

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