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Die zapatistische JBG von La Garrucha denunziert militärischen Einmarsch

Junta der Guten Regierung am 04.06.2008
übersetzt von Dana

  CARACOL IM WIDERSTAND "ZU EINEM NEUEN MORGEN"

JUNTA DER GUTEN REGIERUNG "DER PFAD DER ZUKUNFT" Chiapas, Mexiko

4. Juni 2008

DENUNCIA

AKT DER PROVOKATION

Von der Junta der Guten Regierung "Der Pfad der Zukunft".

An die Bevölkerung von Mexiko und der ganzen Welt,
An die Compañeros und Compañeras der Anderen Kampagne aus Mexiko und der Welt An die nationalen und internationalen Kommunikationsmedien,
An die Menschenrechtsverteidiger,
An die ehrlichen Nichtregierungsorganisationen:

Die Junta der Guten Regierung "Der Pfad der Zukunft" klagt hiermit öffentlich an:

1. Eine Kontingent bestehend aus einer militärischen Kolonne sowie Öffentlicher Sicherheit, Bezirkspolizei und PGR wurde gegen 9:00 Uhr Morgens südöstlicher Zeit gesichtet. Es verfügte über 2 große und 3 kleine Lastwagen mit Soldaten, 2 Trucks der Öffentlichen Sicherheit, 2 Trucks der Bezirkspolizei, sowie einen gepanzerten Wasserwerfer und eine Truckladung mit Gerichtspolizisten.

2. Insgesamt gab es etwa 200 Provokateure.

3. Bevor sie die Ortschaft La Garrucha betraten, die Sitz dieses Caracols ist, ca. 30 Meter vom Rand der Ortschaft entfernt, hielten drei Lastwagen der Kolonne an und 4 Soldaten stiegen aus, als ob sie die Ortschaft La Garrucha umzingeln wollten, indem sie den Weg zu unseren kollektiven Maisfeldern benutzten. Die Leute reagierten daraufhin und organisierten sich, um das Kotingent zurückzuweisen. Die Soldaten stiegen sofort wieder in ihre Lastwagen und setzten ihre Fahrt auf dem Weg fort. Die Soldaten an der Spitze schüchterten die Leute ein, machten Fotos von ihnen und filmten sie, während sie auf die anderen Provokateure warteten.

4. Als sie die Stelle erreichten, wo die Soldaten aus Patiwitz stationiert waren, stieß eine weitere Militärkolonne zu diesem Kontingent, das seinen Weg fortsetzte, um eine neue Provokation zu verüben.

5. Sie erreichten die Rancheria von Rancho Alegre, eine Gemeinde die als Chapuyil bekannt ist.

6. Hier stiegen sie alle aus und marschierten auf das Dorf Hermenegildo Galeana zu, wo alle Einwohner zapatistische Unterstützungsbasen sind, und beschuldigten das Dorf Marihuana anzupflanzen.

7. Die gesamte Bevölkerung der zapatistischen Zone von La Garrucha und ihre autonomen Autoritäten können bezeugen, dass solche Pflanzungen nicht existieren. Hier leben nur Zapatisten, die ihre Mais- und Bananenfelder bearbeiten und bereit sind, für Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie zu kämpfen und jeder Art von Provokation zu widerstehen.

8. Etwa 100 Soldaten, 10 Polizisten der Öffentlichen Sicherheit und 4 Gerichtspolizisten drangen in das Dorf Galeana ein. Alle Unterdrücker hatten sich die Gesichter mit Tarnfarben bemalt, um die Leute zu verwirren und um auf den Anhöhen unerkannt zu bleiben. Sie marschierten für eine Weile den Pfad hinauf und dann durch die Hügel in Richtung Dorf.

9. Das Kontingent der Bundessoldaten wurde von einer Person mit dem Namen Feliciano Pomán Ruiz geführt, von dem bekannt ist, dass er zur Bezirkspolizei von Ocosingo gehört.

10. Die Dorfeinwohner von Galeana, Männer, Frauen, Jungen und Mädchen, organisierten sich, um die Soldaten zurückzuweisen, ganz gleich was folgen würde.

11. Sie fingen die Truppen auf halbem Wege ab, und ein Gedränge entstand. Alle zapatistischen Frauen, Männer und Kinder sagten den Soldaten entschlossen, dass sie zurückgehen sollten, und dort nicht gebraucht würden, was man dort wolle, sei Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie, nicht Soldaten.

12. Die Soldaten sagten, "Wir sind hergekommen, weil wir wissen dass hier Marihuana gepflanzt wird, und wir kommen hier durch, egal was ihr tut". Daraufhin zogen die Leute ihre Macheten, Spaten, Steine, Schleudern, Seile, und alles was zur Hand war heraus und drängten sie zurück.

13. Die Soldaten sagten, "Dieses Mal kommen wir nicht durch, aber in zwei Wochen werden wir zurück kommen, und dann kommen wir durch, ganz gleich was passiert."

14. Sie schlugen einen anderen Weg ein, der zu einem Dorf der zapatistischen Unterstützungsbasen namens San Alejandro führte, wo 9 Fahrzeuge mit 40 Soldaten und 10 Polizisten auf sie warteten.

15. Unterwegs trampelten die Soldaten das Maisfeld nieder, das die einzige Nahrungsquelle des Dorfes ist.

16. Inzwischen positionierten sich im zapatistischen Dorf von San Alejandro 60 Provokateure, als ob sie Kampfstellungen beziehen würden.

17. Die Einwohner reagierten und benutzten alles was zur Hand war um die Bundestruppen zurückzuweisen.

18. An dieser Provokation waren Soldaten aus Toniná, Patiwiz und San Quintín beteiligt.

19. Wir möchten der Bevölkerung von Mexiko und der Welt sagen, dass es in nicht allzu langer Zeit zu einer neuen Konfrontation kommen wird, provoziert von Calderón und Juan Sabines und Carlos Leonel Solórzano, dem Bezirkspräsidenten von Ocosingo, die ihre Schlägertruppen aus allen Abteilungen zusammenstellen werden.

Wir sind keine Drogenhändler, wie die Brüder und Schwestern aus Mexiko und der ganzen Welt wissen.

Es ist klar zu sehen, dass alle Zweige der schlechten Regierung es auf uns Zapatisten abgesehen haben. Wir sind bereit Widerstand zu leisten, und wenn nötig unseren Leitspruch zu erfüllen, der lautet: Für die Heimat leben oder für die Freiheit sterben.

20. Menschen von Mexiko und der ganzen Welt, Sie wissen, dass unser Kampf friedlich und politisch ist. Wie unsere Sechste Erklärung aus dem Lakandonischen Urwald eräutert, handelt es sich dabei um einen friedlichen und politischen Kampf, der als die ANDERE KAMPAGNE bekannt ist. Sie können sehen aus welcher Ecke die Provokation der Gewalttätigkeit kommt.

21. Compañeras und Compañeros der Anderen Kampagne aus Mexiko und anderen Ländern, wir bitten Sie, sich bereit zuhalten, weil die Soldaten angekündigt haben, in zwei Wochen zurück zu sein. Wir wollen keinen Krieg. Wir wollen Freiheit mit Gerechtigkeit und Würde. Aber wir haben keine andere Wahl als uns selbst zu verteidigen, ihnen Widerstand zu leisten und sie zurückzuweisen, wenn sie kommen, um eine neue Konfrontation mit den Gemeinden der zapatistischen Unterstützungsbasen zu suchen.

22. Alles was wir Ihnen sagen können, ist, zu sehen woher diese Provokation kommt. Wir informieren Sie hiermit von diesen Vorgängen, hoffentlich noch rechtzeitig.

Das ist alles, was wir zu sagen haben.

Hochachtungsvoll Die Junta der Guten Regierung

Elena Gordillo
Clara Claribel
Pérez López
Freddy Rodríguez
López Rolando
Ruiz Hernández

 Quelle:  
  http://enlacezapatista.ezln.org.mx/denuncias/953/ 
 

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