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EZLN sagt zweite Etappe der "Anderen Kampagne" ab

Poonal vom 02.10.2007

  (San Juan, 24. September 2007, recosur-poonal).- Die Zapatistische Befreiungsarmee EZLN hat die zweite Etappe ihrer »Anderen Kampagne«, die die Sechste Kommission in verschiedene Bundesstaaten im Zentrum und im Süden des Landes geführt hätte, abgesagt und die chiapanekische Regierung Juan Sabines und Mexikos Präsident Felipe Calderón beschuldigt, die Feindseligkeiten gegen indigene Gemeinden zu verschärfen.

In ihrer Erklärung äußert sich die EZLN auch zur Guerillabewegung Revolutionäres Volksheer EPR (Ejército Popular Revolucionario). So unterstützt die EZLN durch eine Unterschrift des Zapatistensprechers Subcomandante Marcos die Forderung der EPR, dass ihre seit Mai verschwundenen Mitglieder lebend präsentiert werden sollen.

Auch wenn er die Forderung berechtigt fand, lehnte Marcos es jedoch ab, über die Attentate gegen Petróleos Mexicanos zu urteilen, die der EPR zugeschrieben werden. Der Zapatistenführer erklärte, die EZLN habe entschieden, die »Andere Kampagne« abzubrechen, um zu verhindern, dass »die Militärregierung Felipe Calderón« ein Attentat instrumentalisiert und die EPR dafür verantwortlich macht (...).«

In seinem Kommuniqué erklärte der Rebellenführer, obwohl die »Andere Kampagne« beendet sei, werde die bewaffnete Gruppe friedliche Aktionen zur Verteidigung der von Räumungen bedrohten zapatistischen Gemeinden in den Montes Azules durchführen.

Subcomandate Marcos kritisierte, dass die mexikanische Regierung sowie die Regierung von Chiapas immer massiver gegen die zapatistischen Gemeinden vorgehe. »Offizielle« Räumungen, Angriffe von Paramilitärs, von Beamten angeführte Verfolgungen und Bedrohungen »gehören nun wieder zur Tagesordnung in den indigenen zapatistischen Gemeinden, die sich vorgenommen haben, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und ihre Lebensbedingungen zu verbessern, ohne ihre indigene Identität zu verlieren«, erklärte Marcos.

»Wie zu schlimmsten PRI-Zeiten (...) greift die PRI-geführte Regierung in Chiapas die Armen und Bedürftigen an und umwirbt und bevorzugt die Reichen und Mächtigen. Wie jede Regierung der Rechten führt Juan Sabines in Chiapas die Repression und Ausbeutung fort, bloß jetzt unter dem Banner der Linken und dem doppelten Schutz der beiden »Präsidenten«, unter denen unser Land im Moment zu leiden hat: Felipe Calderón und Andrés Manuel López Obrador«, so der EZLN-Führer weiter.

Marcos erklärte, dass sich gegen die derzeitigen Aggressionen nicht die Stimmen des Protests erhoben hätten, die das früher immer getan hätten. Möglicherweise, damit sich niemand daran erinnere, dass diese Stimmen die Unterstützung López Obradors für Juan Sabines und seinen kürzlichen Aufruf, die KandidatInnenen der PRD bei den Wahlen für die Gemeindepräsidenten und das Abgeordnetenhaus der Lokalregierung zu unterstützen, begrüßt hatten. Angesichts dessen täten die Zapatisten nun das, was sie am besten könnten: Widerstand leisten. »Es macht nichts, dass wir alleine sind«, erklärte Marcos, und fügte nicht ohne eine gewisse Ironie hinzu: »Es ist nicht das erste Mal. Wir waren allein, bis wir zum Szeneliebling mutiert sind.«


Quelle: poonal
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