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Journalisten leben gefährlich

Poonal vom 29.08.2006

  (Fortaleza, 22. August 2006, adital-poonal).- Laut dem Lateinamerikanischen Observatorium für Meinungsfreiheit werden derzeitig in Mexiko, Puerto Rico und Venezuela die meisten Attentate gegen Journalisten verübt. Die guatemaltekische Nachrichtenagentur Cerigua informierte kürzlich über einen Vorfall in Mexiko, bei dem Unbekannte auf das Gebäude der Tageszeitung Noticias im südmexikanischen Oaxaca schossen.

Bei dem Angriff wurden vier Personen verletzt. Der Verlagsdirektor Ismael Sanmartín Hernández machte Staatssekretär Jorge Franco Vargas für den Überfall verantwortlich, andere Quellen beschuldigen den Gouverneur des Bundesstaates Oaxaca Ulises Ruiz. Der Druck auf die Presse in Oaxaca verschärfte sich weiter als das Protestbündnis APPO (Asamblea Popular del Pueblo de Oaxaca), das seit Wochen gemeinsam mit der Lehrergewerkschaft für die Absetzung des Gouverneurs protestiert, ihre Anhänger dazu aufrief, gegen eine Reihe von Journalisten vorzugehen.

Das Observatorium berichtete auch davon, dass die US-amerikanische Ermittlungsbehörde FBI behaupte, ihre Agenten hätten bei der Durchsuchung eines Wohnkomplexes am 10. Februar 2006 in Puerto Rico keine übermäßige Gewalt angewendet und auch die Rechte der anwesenden Journalisten nicht verletzt. Die Aussage widerspricht Untersuchungen die beweisen, dass mit Pfefferspray gegen Korrespondenten vorgegangen wurde und diese nach eigenen Angaben auch getreten und geschlagen wurden. Die interne Untersuchungskommission des FBI gab trotz des nachweislichen Machtmissbrauchs keinen Kommentar zu den angegriffenen Journalisten ab.

Das Dokument erwähnt auch einen Vorfall in Venezuela. Dort drangen 500 gewerkschaftlich organisierte Arbeiter gewaltsam in das Gebäude der Tageszeitung Diario de los Llanos ein. Sie verwüsteten Büros und griffen den Journalisten Paul Trasolini und einen Wachmann an. Grund des Überfalls war ein Artikel, in dem die angebliche Teilnahme des Gewerkschaftspräsidenten Alexis Avendaño an einer Versammlung erwähnt wurde, in der man die Abschaffung der Gewerkschaftsrechte diskutierte.


Quelle: poonal
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