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»Festival der würdigen Wut«

Chiapas: Zapatisten rufen zur Verstärkung des außerparlamentarischen linken Widerstands auf

junge welt vom 30.09.2008
Luz Kerkeling, San Cristóbal de las Casas, Chiapas

  Die Zapatisten riefen dieser Tage zu einem besonderen Festival auf, das zum Jahreswechsel gefeiert werden soll. »Alle Rebellen Mexikos und der Welt« seien eingeladen, so die Zapatistische Armee zur nationalen Befreiung (EZLN) aus Südmexiko, das »Erste Festival der würdigen Wut« in Mexiko-Stadt und Chiapas zu feiern. »In dieser Welt sind wir Illegale, Undokumentierte, Unerwünschte. Wenn die Welt keinen Platz für uns hat, müssen wir eben eine neue schaffen«. Ziel der Zusammenkunft sei die weitere Vernetzung der am stärksten ausgegrenzten gesellschaftlichen Gruppen. Die EZLN beharrt in ihrem aktuellen Aufruf 25 Jahre nach ihrer Gründung weiter darauf, daß nachhaltige soziale Veränderungen nur von der Bevölkerung selbst ausgehen können.

Vom 26. Dezember 2008 bis zum 4. Januar 2009 sollen daher unter dem Motto »Eine andere Welt, ein anderer Weg: unten und links« in Mexiko-Stadt sowie im Aufstandsgebiet in Chiapas Vorträge, Ausstellungen, Diskussions- und Kulturveranstaltungen durchgeführt werden. Das wichtigste Ziel ist eine verbindliche weitere Organisierung unabhängiger linker Aktivistinnen und Aktivisten auf mexikoweitem und globalem Niveau, die in der sogenannten »Anderen Kampagne« organisiert sind.

Der Appell, der den neoliberalen Interessen der mexikanischen Eliten, der multinationalen Konzerne und auch des boomenden Drogengeschäfts diametral entgegengesetzt ist, fällt in eine Zeit, in der Mexiko an einem äußerst kritischen Punkt steht. Es wird immer deutlicher, daß die Regierung das organisierte Verbrechen nicht kontrollieren kann. Erstens sind weite Teile des Staatsapparates in Drogenhandel und andere Verbrechen verwickelt und zweitens löst die Militarisierung erwiesenermaßen keine Probleme, die sozialpolitischer Natur sind — wie die extreme Ungleichheit in Mexiko, die die Menschen verzweifelt in den illegalen Sektor treibt. Nach Ansicht der EZLN können Mexiko und auch die übrigen Gesellschaften der Welt nur genesen, wenn »von unten und links« eine antikapitalische Neugründung des menschlichen Zusammenlebens erfolgt, die Frauen, Homosexuelle, Indigene, Jugendliche und alle weiteren ausgegrenzten Bevölkerungsgruppen tatsächlich einbezieht.

 Quelle:  
  http://www.jungewelt.de/2008/09-30/035.php 
 

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