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Fortgesetzte Bedrohung sozialer Organisationen und Frauenorganisationen

News vom 06.10.2002

  An die Nationale und Internationale Zivilgesellschaft
An die Menschenrechtsorganisationen
An die Öffentlichkeit

Am vergangenen Dienstag, dem 10.September, fanden in San Cristobal de las Casas eine Demonstration und eine Kundgebung statt, zu denen die "Coordinadoras de la Sociedad Civil en Resistencia‰ (Koordinationen der Zivilgesellschaft im Widerstand) und viele weitere Organisationen aufgerufen hatten. Der Protest richtetet sich sowohl gegen das Urteil des Obersten Nationalen Gerichtshofs, der die Kontroversen über die Verfassungsreformen zu "Rechten und Kultur‰ zurückgewiesen hatte als auch gegen die Gewalt gegen die Autonomen Munizipien.

Ungefähr gegen 13.30 Uhr wurde eine Mitarbeiterin der Nichtregierungsorganisation K’inal Antzetik in der Strasse 5.de Febrero durch zwei Männer in Zivil gekeidet aufgehalten nachdem sie einige Minuten auf dem Kundgebungslatz vor der Kathedrale gestanden hatte. Die zwei Männer hielten sie grob am Arm fest und stellten ihr Fragen wie : Du arbeitest mit in der Koordination der Region Altos? Sind das diejenigen, die hier die Leute koordinieren? Außerdem stellten sie zu einer Person aus der Organisationsstruktur konkretere Fragen. Die Compañera drohte damit laut anzufangen zu schreien und es gelang ihr mit einiger Anstrengung sich aus dem Griff zu befreien und den Agressoren zu entkommen.

Am gleichen Tag tauchten zwei Männer auf der Arbeitsstelle eines Compañero einer Mitarbeiterin der Kooperative Jolom Mayaetik auf und stellten Fragen über seine täglichen Beschäftigungen, seine Arbeit und ob er bei der Demonstration mitgelaufen sei. Am 12.september wurde das Haus einer anderen Compañera von K’inal Antzetik durch zwei unbekannte Personen beobachtet.

Diese Bedrohungen und Einschüchterungsversuche ggen soziale Oganisationen, in diesem Falle gegen Organisationen die für die Rechte von Frauen kämpfen steht in der Kontinuität einer ganzen Reihe von Aggressionen, die K’inal Antzetik, Jolom Mayaetik und andere zivile Organisationen seit 1994 ereilt hat wie z.B. Einbrüche von Wohnhäusern und Büros, Mord- und Vergewaltigungsdohungen, körperliche Übergriffe, anonyme Anrufe auch sexuelle Belästigungen.

Diese Art der Gewalt und politischer Verfolgung steht nicht isoliert da. In den letzten Monaten hat die Gewalt gegen unterschiedliche Ebenen und Sektoren der Bevölkerung zugenommen; insbesondere gegen die autnomen Munizipien und gegen soziale Organisationen. Wir weisen diesen Mangel an Respekt gegenüber unseren Rechten auf Meinungsäußerung, der Bewegungsfreiheit und auf Demonstrationen als Einzelpersonen, als soziale und zivile Organisationen und als indigene Völker zurück.

Es ist alarmierend, daß die Bedrohung von AktivistInnen und von VerteidigerInnen der Menschenrechte weiterhin anhält und als Einschüchterungsstrategie fungiert. Wir rufen hiermit die Zivilgesellschaft auf, daß sie nicht erlauben soll, daß wir weiterhin unter dieser Art von Gewalt zu leiden haben, diese anzuklagen und damit unsere Rechte zu wahren und damit nicht zu erlauben, daß die Regierungen auf staatlicher und bundesstaatlicher Ebene gegen die Interessen der Bevölkerung handeln indem sie versuchen die legitimen Ausdrucksformen sozialer Organisationen zu kriminalisieren.

Wir machen die staatliche und die bundesstaatliche Regierungen verantwortlich für jegliche Form von Agression verantwortlich, die MitarbeiterInnen der regionalen Koordinationen der Zivilgeselslchaft im Widerstand, von K’inal Antzetik, von Jolom Mayaetik, vonder Luna Creciente oder auch andere Personen aus sozialen und zivilen Organisationen zu erleiden haben könnten. dafür, nicht zu erlauben, daß diese Form Agression und Einschüchterung weiter anhält und dafüer, daß sie durch die Nichtanerkennung der Rechte der indigenen Völker ein politisches Klima schafft, in dem Gewalt gedeihen kann.

K’inal Antzetik, Jolom Mayaetik, Centro Cultural La Luna
Creciente, Coordinadora Regional de los Altos de la Sociedad
Civil en Resistencia, Feminario, Grupo de Mujeres de San
Cristóbal, CIDECI, DESMI, Alianza Cívica Chiapas, Chiltak,
Parejo S’cotol, Majomut, Colectivo Las Filmadoras, Centro de
Derechos Humanos Fray Bartolomé de las Casas, Centro de
Derechos Humanos Pro DH, COCIDEP, JUNAX, Red de
Defensores Comunitarios, CORECO, Enlace Civil, Colonia 5
de Marzo, Autoridades y Comunidad de San Felipe Ecatepec,
Autoridades y Comunidad de Nicolás Ruíz, Vashakmen de los
Altos, Lucy Briones, Yolanda Castro, Emma Cosío, Marisa
Kramsky, Begoña Lecumberri, Gloria Manzur, Ofelia
Medina, Mercedes Osuna y Concepción Villafuerte

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