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Eilaktion: Sorge um Sicherheit

amnesty international vom 24.03.2009
UA-068/2009-1

  Mexiko
UA-068/2009-1
Index:
AMR 41/016/2009
24. März 2009
Herr MARCELINO COACHE VERANO, politischer Aktivist
sein Sohn EDGAR COACHE VERANO, etwa 15 Jahre alt
und ihre Familienangehörigen

Am 20. März 2009 wurde Edgar Coache Verano, der Sohn eines politischen Aktivisten, im Bundesstaat Oaxaca von mehreren Männern bedroht. Sein Vater Marcelino Coache war bereits am 4. März für kurze Zeit entführt und gefoltert worden. Amnesty International ist um die Sicherheit der beiden Männer und ihrer Familie besorgt.

Edgar Coache und ein Freund waren am 20. März auf dem Weg von der Schule zu Edgar Coaches Haus. Als sie an einer Gruppe von 12 jungen Männern vorbeikamen, die an einer Straßenecke neben einem weißen Lieferwagen ohne Nummernschilder standen, rief einer der Männer seinen Nachnamen "Coache". Edgar Coache drehte sich um und sah, wie die Männer über ihn lachten, woraufhin er seinen Schritt beschleunigte. Die Männer stiegen in den Lieferwagen und holten Edgar ein. Aus dem Fahrzeug rief ihm einer der Männer zu: "Wir haben deinen Vater gewarnt, dass wir wissen, wo du bist. Wir reden mit dir, du Hurensohn." Sie folgten Edgar mit dem Wagen bis zu einer belebten Einkaufsstraße und fuhren dann weg.

Am 4. März war Marcelino Coache, führendes Mitglied der lokalen Oppositionsbewegung "Asamblea Popular del Pueblo de Oaxaca" (APPO), in Oaxaca-Stadt von drei Männern entführt worden. Einer der Männer trug eine blaue Uniform. Sie schlugen ihn mehrmals mit einem Gewehrkolben und fügten ihm mit Zigaretten stundenlang Verbrennungen an Brustwarzen und Genitalien zu. Am nächsten Morgen ließen sie ihn frei. Marcelino Coache fürchtet um seine und die Sicherheit seiner Familie. Eine örtliche Menschenrechtsorganisation hat die Einzelheiten seines Falls an die Interamerikanische Menschenrechtskommission geschickt, damit Schutzmaßnahmen ergriffen werden können.

Marcelino Coache ist schon zuvor Opfer von mehreren schweren Übergriffen geworden, darunter Drohungen und tätliche Angriffe. Im August 2008 meldete sich am Telefon seines Sohnes ein Anrufer und sagte "Wir werden deinem Vater den Schädel einschlagen". Im Januar 2008 versuchte ein Mann, ihn beim Aussteigen aus dem Auto mit einem Messer in den Unterleib zu stechen, verursachte jedoch nur eine oberflächliche Wunde. Im August 2007 sagte ein Polizist zu ihm, er solle aufhören, aufsässig zu sein, schlug ihn dabei mit einem Gewehr und drückte sein Gesicht auf den Boden.

HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Im Juni 2006 brachen in weiten Teilen des Bundesstaats Oaxaca Proteste aus, die von der APPO angeführt wurden. Mit einer letztlich erfolglosen Kampagne versuchte man, den Gouverneur des Bundesstaats zum Rücktritt zu bewegen. Politische Gewalt und Demonstrationen rissen das ganze Jahr über nicht ab. Berichten zufolge wurden mindestens 18 Zivilpersonen während des Konfliktes getötet, wenigstens 370 verletzt und 349 festgenommen. Es wurde über exzessive Gewaltanwendung, willkürliche Inhaftierungen, Folterungen und Fälschungen von Strafanzeigen gegen Demonstrierende berichtet. Am 16. Juli 2007 kam es zu weiteren gewaltsamen Zusammenstößen von Polizei und Demonstrierenden, die über 40 Festnahmen und viele Verletzte zur Folge hatten. Behörden auf Bundes-, Bundesstaaten- und Kommunalebene, die für die Vorfälle verantwortlich zeichneten, wurden nicht zur Rechenschaft gezogen. Auch wenn die politische Gewalt abgeebbt ist, ist die Lage immer noch äußerst angespannt. Nichtregierungsorganisationen setzen sich weiterhin dafür ein, dass Menschenrechtsverletzungen geahndet werden.

EMPFOHLENE AKTIONEN

SCHREIBEN SIE BITTE E-MAILS, FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE, IN DENEN SIE

− bei den Behörden darauf dringen, sicherzustellen, dass Marcelino Coache, Edgar Coache und ihre Familienangehörigen angemessen und in Übereinstimmung mit ihren Wünschen beschützt werden, nachdem Marcelino Coache am 4. März entführt und gefoltert und Edgar Coache am 20. März bedroht wurde;
− an die Behörden appellieren, umgehend eine unparteiische Untersuchung der Entführung und Folterung von Marcelino Coache Verano durchzuführen, zu ermitteln, ob Sicherheitsbeamte in den Fall involviert sind, und die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen.

APPELLE AN

GENERALSTAATSANWALT
Lic. Eduardo Medina-Mora Icaza
Procuraduría General de la República,
Av. Paseo de la Reforma Nº 211-213, Piso 16
Col. Cuauhtémoc, Del. Cuauhtémoc,
México D.F., C.P. 06500, MEXIKO
(korrekte Anrede: Señor Procurador)
Fax: (00 52) 55 5346 0908

INNENMINISTER
Lic. Fernando Francisco Gómez-Mont Urueta
Secretaría de Gobernación
Bucareli 99, 1er. piso,
Col. Juárez, Del. Cuauhtémoc,
México D.F., C.P.06600, MEXIKO
(korrekte Anrede: Señor Secretario)
Fax: (00 52) 55 5093 3414
E-Mail: E-Mail-Adresse versteckt; JavaScript wird zur Anzeige benoetigt

GOUVERNEUR VON OAXACA
Lic. Ulises Ruiz Ortíz
Gobernador del Estado de Oaxaca
Carretera Oaxaca-Puerto Ángel, Km. 9.5, Santa María Coyotepec,
Oaxaca C.P. 71254, Oaxaca, MEXIKO
Fax: (0052) 951 517 5890
E-Mail: E-Mail-Adresse versteckt; JavaScript wird zur Anzeige benoetigt

KOPIEN AN

MENSCHENRECHTSORGANISATION
Centro de Derechos Humanos
"Bartolomé Carrasco Briseño"
Mariano Azuela 203
Col. José Vasconcelos
Oaxaca, MEXIKO
E-Mail: E-Mail-Adresse versteckt; JavaScript wird zur Anzeige benoetigt

MENSCHENRECHTSKOMMISSION VON OAXACA
Comisión de Derechos Humanos de Oaxaca
Calle de los Derechos Humanos no. 210,
C.P. 68050, Oaxaca, MEXIKO
Fax: (0052) 951 503 0220 (wenn jemand abhebt, sagen Sie bitte "me da tono de fax, por favor")
E-Mail: E-Mail-Adresse versteckt; JavaScript wird zur Anzeige benoetigt

BOTSCHAFT DER VEREINIGTEN MEXIKANISCHEN STAATEN
S. E. Herrn Jorge Castro-Valle Kuehne
Klingelhöferstraße 3, 10785 Berlin
Fax: 030-26 93 23-700
E-Mail: E-Mail-Adresse versteckt; JavaScript wird zur Anzeige benoetigt

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 5. Mai 2009 keine Appelle mehr zu verschicken.

 Quelle:  
  http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-068-2009-1/sorge-um-sicherheit 
 

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