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Paramilitärischer Überfall auf die Gemeinde Comandante Abel

 

Roberto Barrios, Chiapas

La Jornada vom 07.09.2012
übersetzt von Dana

  Kommunique der Junta der Guten Regierung von Roberto Barrios

Caracol V, Der Für Alle Spricht,
Roberto Barrios,
Chiapas, México.

Junta der Guten Regierung ’Neuer Samenkorn Der Fruchten Wird’

7. September 2012

An die nationale und internationale Zivilgesellschaft
An die Anhänger der Anderen Kampagne
An die Sexta International
An die alternativen Medien
An die unabhängigen Menschenrechtsorganisationen
An die nationale und internationale Presse

Compañer@s Brüder und Schwestern

Die Junta der Guten Regierung denunziert öffentlich die Situation in der neuen Gemeinde Comandante Abel, vormals San Patricio, Autonomer Zapatistischer Bezirk in Rebellion La Dignidad, Chiapas, offizieller Bezirk Sabanilla.

1. Am 6. September 2012, gegen 7:00 Uhr morgens, erschien eine Gruppe von 55 Personen, die mit Schusswaffen verschiedener Kaliber bewaffnet waren und das Land unserer Compañer@s besetzten, etwa 200 Meter von der vormals erwähnten neuen Gemeinde entfernt.

Die Gruppe gehört zur Gemeinde Unión Hidalgo und zu den PRI-istas von San Patricio, aus dem offiziellen Bezirk Sabanilla. Diese Gruppe kam mit dem Vorhaben das Land zu besetzen und unsere Compañeros zu vertreiben und ihre Besitztümer zu rauben.

Nach ihrer Ankunft fingen sie an, Unterkünfte zu bauen und stellten eine rote Fahne auf. Gegen 11:00 Uhr am Vormittag des gleichen Tages begannen sie damit, den grünen Mais zu stehlen, der unseren Compañeros gehört.

Gegen 12:00 Uhr feuerten sie ein Schuss aus einer Waffe Kaliber 22 ab.

Gegen 15:00 Uhr nachmittags erschienen drei Beamte der schlechten Regierung an dem Ort wo sich die Invasoren mit den Kindern der PRI-istas der Gemeinde von San Patricio aufhielten, und gingen dann wieder weg. Danach kamen noch mehr Paramilitärs, bis die Anzahl der Invasoren sich auf 70 Personen belief.

Gegen 20:00 Uhr am Abend des gleichen Tages setzten sich die Paramilitärs in verschiedenen Richtungen in Bewegung, und feuerten 26 Schüsse ab.

Gegen 24:00 Uhr waren wieder Schüsse Kaliber 22 zu hören, und es erschienen neue Verstärkungen für die Paramilitärs.

2. Am Morgen des 7. Septembers war die Anzahl der paramilitärischen Invasoren auf 150 angewachsen. Sie fingen an, Acahuales auszureißen, und Torpfosten und die Umzäunung der kollektiven Weide unserer Compañeros zu zerstören.

Gegen 10:10 Uhr vormittags wagte sich ein Compañero aus seinem Haus um zu beobachten was passierte, und sie feuerten 30 Kartuschen großen Kalibers auf ihn. Ein Projektil traf die Hauswand des Compañeros. Diese Handlung wurde von 3 Mitgliedern der Angreifergruppe ausgeführt, die Militäruniformen und Skimasken trugen. Zwei von ihnen feuerten mit Pistolen Kaliber 9mm und der andere mit einem AR-15 Gewehr mit Repetierfeuer.

Gegen 10:30 vormittags umstellten sie die Gemeinde in einem Abstand von etwa 150 Meter, alle mit Waffen verschiedenen Kalibers; insgesamt etwa 19 Schusswaffen.

3. Die paramilitärischen Anführer der bewaffneten Gruppe Paz y Justicia, die diese Enteignungsaktion leiteten und unsere Compañeros bedrohen, angreifen und berauben sind:

Pedro Ramírez Guzmán, Geheimrat des Ejido Unión Hidalgo, offizieller Bezirk Sabanilla,
Jesús Ramírez Guzmán, Ejidobeauftragter,
Ramiro Encino Gómez Sicherheitsrat der gleichen Gemeinde,
Ignacio Gómez Guzmán,
Luis Gómez Encino,
Oscar Gómez Ramírez,
Miguel Encino Gómez,
Hipólito Ramírez Martínez,
Carlos Clever Gonzales Cabello, Ex-Kandidat der PRI
Rolando Gómez Guzmán, ehemaliger Soldat,
Manuel Cruz Guzmán, Beauftragter von San Patricio,
Gerónimo Ramírez Martínez, Geheimrat der gleichen Gemeinde San Patricio,
Conrado Gómez Guzmán, Bezirksagent des Ejidos Unión Hidalgo,
Javier Guzmán Encino ehemaliger Regierungsbeamter aus dem offiziellen Bezirk Sabanilla

Dies sind die Personen, die diese Aktion gegen unser Dorf anführten, und dabei die Anweisungen ihrer Chefs aus der schlechten Regierung befolgten.

4. All dies geschieht im Rahmen des gleichen Kriegs zur Aufstandsbekämpfung, den die schlechte Regierung der Reichen und Mächtigen gegen unsere Organisation und unsere Gemeinden im Widerstand führen. Die Regierung will Blutvergießen und Tod, während unsere Gemeinden im Widerstand versuchen, ihr Leben mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln aufzubauen, nämlich der Mutter Erde auf der wir leben. Wir haben dieses Land im Jahr 1994 mit dem Leben und Blut unserer Kämpfer zurückgewonnen, und werden nicht zulassen, dass die schlechte Regierung mit ihren paramilitärischen Gruppen uns alles wegnimmt. Dieses Land gehört uns, es gehörte unseren Großväter und Urgroßväter, und wurde gestohlen als die Spanischen Invasoren kamen und das Blut von Millionen Ureinwohnern dieses Landes vergossen und sie töteten. Deshalb sagen wir, dass dieses Land uns gehört und wir es um jeden Preis verteidigen werden, selbt wenn die schlechte Regierung kein Einsehen und kein menschliches Herz hat. Wir wissen zwar bereits, dass sie ein unmenschliches Herz hat, aber das Traurigste ist, dass die schlechte Regierung nicht mal selbst die Bevölkerung angreift, sondern andere armselige Leute benutzt, um ihre Ziele durchzusetzen, zu rauben, zu töten und sich Reichtümer anzuschaffen.

Für all die bereits erwähnten Delikte und für alles was unseren Compañeros zustoßen könnte, Männer, Frauen, Kinder und Alte, die sich in diesem Augenblick in höchster Lebensgefahr befinden, machen wir die Bundesregierung von Felipe Calderón Hinojosa, die Staatsregierung von Sabines Guerrero, den Bezirkspräsidenten von Sabanilla, Genaro Vázquez Pérez, und die Bezirkspräsidentin von Tila, Sandra Cruz Espinosa, verantwortlich.

Wir bitten alle engagierten Brüder und Schwestern diese Situation in der unsere Compañeros leben und leiden im Auge zu behalten, für alles was passieren könnte.

Hochachtungsvoll

Gehorchend befehlend

Für die Junta der Guten Regierung

Enrique Cruz Hernández
Alex Gómez Pérez
Efraín Gómez Pérez
Estrella Sánchez Sánchez.

 Quelle:  
  http://www.jornada.unam.mx/2012/09/11/politica/024n2pol 
 

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