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EZLN-Kommuniqué - Sie und wir - VII. Die Allerkleinsten 3.

 

3.- Die Compañeras. Der sehr lange Weg der Zapatistinnen.

Kommunique vom 25.02.2013
übersetzt von KaRa

  Februar 2013.

ANMERKUNG: Es folgen einige Ausschnitte des Austausches der zapatistischen Frauen, die Teil des Textheftes »Partizipation der zapatistischen Frauen in der autonomen Regierung« bilden. In diesen Ausschnitten sprechen die Frauen darüber, wie sie ihre eigene Geschichte des Kampfes als Frauen sehen, und räumen bei dieser Gelegenheit mit einigen der sexistischen, rassistischen und antizapatistischen Ideen auf, die es im gesamten politischen Spektrum über die Frauen, indigenen Frauen und Zapatistinnen gibt.

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participacion de las mujeres en el gobierno autonomo

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Guten Tag an alle Frauen und Männer. Mein Name ist Guadalupe, mein Dorf heißt Galilea und befindet sich in der Region Monterrey; wie ihr gehört habt, gibt es auch Regionen ohne autonomen Landkreis; ich komme aus einer Region ohne autonomen Landkreis. Ich bin Bildungspromotorin und vertrete das Caracol II „Widerstand und Rebellion für die Menschheit“ aus dem Hochland (Altos) von Chiapas. Zu Beginn möchte ich euch eine kleine Einleitung geben, damit wir in das Thema eintauchen können.

Wir wissen, dass die Frauen von Beginn des Lebens an eine sehr wichtige Rolle in der Gesellschaft, in den Dörfern, in den Stämmen gespielt haben. Die Frauen haben früher anders gelebt als wir heute, sie wurden respektiert, sie waren für den Erhalt der Familie nicht wegzudenken, sie wurden respektiert, weil sie das Leben schenken, so wie wir heute die Mutter Erde respektieren, die uns das Leben schenkt. In jener Zeit spielte die Frau eine so wichtige Rolle, aber im Verlauf der Geschichte und mit der Einführung des Privateigentums änderte sich das.

Mit dem Privateigentum wurde die Frau zurückgedrängt, geriet in den Hintergrund, und es begann das, was wir als „Patriarchat“ bezeichnen: Die Frauen wurden ihrer Rechte beraubt, das Land wurde geraubt. Es war also mit der Einführung des Privateigentums, dass die Männer zu befehlen begannen. Wir wissen, dass mit der Einführung des Privateigentums drei schlimme Dinge einhergingen, nämlich die Ausbeutung aller, der Männer wie der Frauen, aber mehr der Frauen, denn auch die Frauen werden durch dieses neoliberale System ausgebeutet. Wir wissen auch, dass damit die Unterdrückung der Frauen durch die Männer begann, weil sie Frauen waren, und als Frauen leiden wir heute außerdem unter der Diskriminierung, weil wir Indigenas sind. Wir haben also diese drei großen Leiden, es gibt noch mehr, aber von denen sprechen wir jetzt nicht.

Angesichts so vieler fehlender Rechte als Frauen sahen wir in der Organisation die Notwendigkeit, für die Gleichheit der Rechte zwischen Männern und Frauen zu kämpfen, so wie es in unserem Revolutionären Frauengesetz [1] festgeschrieben wurde. Wir wissen, dass wir hier im Hochland vielleicht nicht so viel erreicht haben, aber wir haben kleine Fortschritte erzielt, die langsam sind, aber wir kommen vorwärts, Compañeras und Compañeros.

Hier werden wir euch erzählen, wie wir im Hochland auf verschiedenen Ebenen in den verschiedenen Gebieten vorangekommen sind, an den verschiedenen Orten, an denen wir arbeiten. Wir werden euch auch darüber berichten, wie wir das revolutionäre Frauengesetz betrachtet und analysiert haben; bevor wir hergekommen sind, haben wir zwischen Männern und Frauen analysiert, wie es uns hinsichtlich all der Punkte des Revolutionären Frauengesetzes ergeht, und darüber wollen wir erzählen. Denn es ist sehr wichtig, dass nicht nur wir Frauen uns an dieser Analyse beteiligen, sondern auch die Männer müssen sich dabei einbringen, um zu hören, was wir denken, was wir sagen. Denn wenn wir von einem revolutionären Kampf sprechen, dann sind es nicht nur die Männer und auch nicht nur die Frauen, die diesen revolutionären Kampf führen, sondern es ist eine Aufgabe von allen, es ist eine Aufgabe von allen Menschen, und dazu gehören Jungen, Mädchen, Männer, Frauen, junge Männer und junge Frauen, erwachsene Männer und Frauen, alte Männer und Frauen. Wir alle haben einen Platz in diesem Kampf und müssen uns deshalb an dieser Analyse und den anstehenden Aufgaben beteiligen.

(…)

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Compañeros, compañeras, ich heiße Eloísa und komme aus dem Dorf Alemania, Landkreis San Pedro Michoacán, ich war Mitglied des Rates der Guten Regierung des Caracol I „Mutter der Caracoles. Meer unserer Träume”. Es soll ein wenig über das Thema der Compañeras gesprochen werden, und meine Aufgabe ist es, ein wenig darüber zu erzählen, wie die Partizipation der Compañeras vor 1994 aussah, und ein wenig darüber, wie wir uns nach 1994 weiterentwickelt haben.

In unserer Zone haben wir darüber gesprochen, dass wir als Compañeras von Anfang an nicht beteiligt waren, als Compañeras kannten wir früher diese Idee nicht, dass wir uns beteiligen könnten. Unsere Compañeras von ganz früher hatten den Gedanken oder die Idee, dass wir als Frauen nur für den Haushalt gut waren und um auf die Kinder aufzupassen, das Essen zuzubereiten; vielleicht liegt das an der Ignoranz des Kapitalismus selbst, dass wir so etwas im Kopf hatten. Aber auch wir als Frauen fühlten diese Angst, die Dinge außerhalb des Hauses nicht tun zu können, und unsere Compañeros gaben uns auch nicht diesen Raum.

Gleichermaßen hatten wir nicht diese Freiheit, teilzunehmen, zu sprechen, weil man meinte, die Männer wären mehr als wir. Als wir noch unter der Herrschaft unserer Väter standen, gaben uns unsere Väter diese Freiheit nicht, aus dem Haus zu gehen, denn früher gab es viel Machismo. Vielleicht wollten die Compañeros das gar nicht so machen, sondern hatten die Idee, die uns der Kapitalismus selbst und das System selbst in den Kopf gesetzt hatten. Auch, weil der Compañero nicht daran gewöhnt ist, Dinge im Haushalt zu erledigen, auf die Kinder aufzupassen, die Wäsche zu waschen, und deshalb ist es für den Compañero schwer, solche Aufgaben zu übernehmen, weil es ihm schwerfällt, auf die Kinder aufzupassen, damit die Compañera aus dem Haus gehen kann, um ihre Arbeit zu erledigen.

Wie ich schon gesagt habe, lebten wir Compañeras unter der Herrschaft unserer Väter oder leben noch mit unseren Vätern, denn wir haben Respekt von unseren Vätern, und wenn sie uns eine Aufgabe übertragen, dann gehen wir dorthin, wo wir sie erledigen können. Wenn unsere Väter uns aber manchmal sagen, dass wir nicht gehen können, dann respektieren wir das, manchmal haben wir auch im Kopf, dass wir unsere Eltern respektieren. Manchmal schicken uns also unsere Väter nicht, und es ist auch schon vorgekommen, dass sie meinen, wenn sie uns als Töchter aus dem Haus schicken, dass wir dann nicht die Arbeit erledigen, die wir erledigen sollen, sondern andere Dinge tun und unseren Vätern Probleme bereiten, denn die Väter sind es, die unsere Probleme, die wir als Frauen haben, für uns regeln. Manchmal ist das auch die Idee unserer Väter und der Ehemänner der Frauen, die schon verheiratet sind, das heißt, manchmal haben auch die Compañeros diese Idee.

(…)

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Compañeros und Compañeras, einen guten Tag an alle, die heute hier anwesend sind. Ich heiße Andrea, mein Dorf ist San Manuel, mein Landkreis ist Francisco Gómez vom Caracol III „La Garrucha”. Wir sind als Compañeras der Zone von Garrucha hergekommen, um das vorzustellen, was wir ausdrücken können, denn wir bringen nicht so viele Worte mit, weil dort die meisten Tzeltal sprechen.

Ich möchte zunächst damit beginnen, dass die Compañeras vor 1994 viel zu leiden hatten. Es gab Erniedrigungen, Missbrauch, Vergewaltigungen, aber die Regierung interessierte das nicht, ihre Arbeit besteht allein darin, uns als Frauen zu zerstören. Es war ihr gleich, ob eine Frau krank wurde oder um Hilfe oder Schutz bittet, das ist ihr egal.

Aber wir als Frauen können das jetzt nicht mehr zulassen, wir müssen vorankommen. In jenen Zeiten haben wir gelitten, so haben es uns die Compañeras berichtet. In jenen Zeiten, von denen ich sprach, gab es viele Erniedrigungen, das, was die schlechte Regierung tat, und auch die Grundbesitzer, was taten sie in dieser Zeit? Sie nahmen die Compañeras nicht ernst.

Was taten diese Grundbesitzer? Sie hielten die Compañeros als Knechte, die Compañeras standen sehr früh auf und begannen zu arbeiten, und auf diese Weise arbeiteten die armen Frauen dann noch gemeinsam mit den Männern weiter. Es gab viel Sklaverei, aber, Compañeros, jetzt wollen wir das nicht mehr, und so ist es zu unserer Partizipation als Compañeras gekommen. In jener Zeit gab es keine Partizipation, sie hielten uns wie Blinde, wir konnten nicht sprechen. Aber jetzt wollen wir, dass unsere Autonomie funktioniert, wir wollen endlich als Frauen daran teilhaben, und wir werden nicht mehr zulassen, dass wir zurückbleiben. Wir werden weiter vorangehen, damit die schlechte Regierung sieht, dass wir uns nicht mehr ausbeuten lassen, wie sie es mit unseren Vorfahren getan hat. Das wollen wir nicht mehr.

Von da an bis zum Jahr 1994 sprach sich dann herum, dass es bereits unser Frauengesetz gab. Wie gut, Compañeros, dass es das schon gab, dass wir bereits mitgemacht haben. Von diesem Jahr an gab es Demonstrationen und man hat gesehen, dass die Compañeras aus dem Haus gegangen sind, beispielsweise bei der Consulta Nacional, der landesweiten Befragung, sind die Frauen mit dabei gewesen, sie haben daran teilgenommen. Auch ich war damals dabei, ich war 14 Jahre alt und habe an der Consulta Nacional teilgenommen. Ich wusste nicht, wie man das macht und wie man spricht, aber so, wie ich es konnte, habe ich mitgemacht, Compañeros.

Ihr habt schon gekämpft, ihr habt schon demonstriert, und die Regierung hat schon gemerkt, dass sich auch die Frauen nicht mehr unterkriegen lassen und weitermachen. Und jetzt, wie ich schon gesagt habe, wollen wir, dass unsere Autonomie funktioniert und unsere Rechte als Frauen durchgesetzt werden; was wir jetzt tun werden, ist, etwas aufzubauen, die Arbeit zu leisten, so wie es heißt, dass es jetzt unsere Pflicht ist, weiterzumachen.

So kommt es, dass wir jetzt hier stehen, ich weiß nicht, ob eine der Compañeras, die nach mir spricht, die Frage beantworten kann, wer dieses revolutionäre Gesetz gemacht hat. Wenn jemand das beantworten möchte, kann er das tun, denn jemand hat dafür gekämpft und jemand hat uns Frauen verteidigt. Wer hat für uns gekämpft, Compañeras? Es war Comandanta Ramona, die für uns diese Anstrengung unternommen hat. Sie konnte weder lesen noch schreiben und sprach auch nicht Spanisch. Und warum strengen wir uns dann nicht so an, Compañeras? Diese Compañera ist ein Beispiel für uns, weil sie diese Mühen auf sich genommen hat. Sie ist das Beispiel, dem wir folgen werden, um mehr Aufgaben zu erledigen und zu zeigen, was wir in unserer Organisation wissen.

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Ich vertrete die Compañeras, die zum Thema der Frauen teilnehmen werden, insgesamt 5 Compañeras werden teilnehmen. Guten Tag an alle. Mein Name ist Claudia, und ich komme vom Caracol IV, aus Morelia. Ich gehöre zur Unterstützungsbasis aus dem Dorf Alemania, Region Independencia, autonomer Landkreis 17 de Noviembre. Ich werde zunächst etwas vorlesen, bevor wir zu den einzelnen Unterthemen kommen, bringe ich eine Einleitung mit. Ich werde etwas Geschriebenes vorlesen, denn wenn ich einfach so nur rede und hier vorn stehe, vergesse ich, was ich sagen möchte.

Vor langer Zeit litten wir unter Misshandlung und Diskriminierung, unter Ungleichheit zu Hause und in der Gemeinde. Immer litten wir und man sagte uns, wir seien Objekte, wir seien zu nichts nütze, denn so lehrten es uns unsere Großmütter. Sie brachten uns nur bei, wie man den Haushalt führt, das Land bearbeitet, auf das Kind aufpasst, die Tiere hütet und dem Ehemann dient.

Nie bekamen wir die Möglichkeit, zur Schule zu gehen, und deswegen können wir weder lesen noch schreiben und noch viel weniger Spanisch sprechen. Sie sagten uns, dass eine Frau nicht das Recht habe, teilzuhaben oder sich zu beschweren. Wir wussten nicht, wie wir uns verteidigen konnten, und wir wussten auch nicht, dass wir das Recht dazu hatten. So wurden unsere Großmütter von ihren Herren, den Landbesitzern, erzogen.

Einige von uns denken jetzt noch so, dass sie nur zu Hause arbeiten könnten, denn so hat sich unser Leiden immer weiter fortgesetzt bis zum heutigen Tag. Aber nach dem Dezember 1994 bildeten sich die autonomen Landkreise heraus und damit begannen wir, teilzuhaben und zu lernen, wie wir Aufgaben übernehmen konnten, dank unserer Organisation, die uns einen Raum zur Partizipation als Compañeras eingeräumt hat, aber auch dank unserer Compañeros, unserer Eltern, die verstanden haben, dass wir sehr wohl das Recht haben, Aufgaben zu erledigen.

(…)

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Compañera Ana. Wieder sind wir aus der Zona Norte an der Reihe und hier sind auch schon die Teilnehmerinnen, die über die Themen sprechen werden, die dort in unserem Caracol analysiert wurden. Ich werde mit einer Einleitung beginnen.

Vor vielen Jahren bestand zwischen Männern und Frauen Gleichheit, weil es keinen gab, der wichtiger war als der andere. Nach und nach begann die Ungleichheit mit der Arbeitsteilung, als es die Männer waren, die auf das Feld gingen, um ihre Nahrungsmittel anzubauen, die auf die Jagd gingen, um die Ernährung der Familie zu ergänzen, und die Frauen blieben zu Hause und erledigten die Hausarbeit, nähten, webten Kleidung und stellten Utensilien für die Küche wie Tontöpfe, -becher und -teller her. Später gab es eine weitere Arbeitsteilung, als die Viehzucht begann. Das Vieh begann als Geld zu dienen, weil seine Produkte zum Austausch genutzt wurden. Mit der Zeit wurde dies zur wichtigsten Aktivität, vor allem, als sich die Bourgeoisie herausbildete, die sich allein dem Kauf und Verkauf widmete, um Gewinne anzuhäufen. All diese Arbeit wurde von Männern gemacht und deswegen sind es die Männer, die in der Familie etwas zu sagen haben, denn es war allein der Mann, der Geld für die Ausgaben der Familie heranschaffte, und die Arbeit der Frauen wurde als unwichtig angesehen, deshalb galten sie als minderwertig, schwach und arbeitsunfähig.

So war der Brauch, die Art zu leben, die die Spanier brachten, als sie kamen, um uns zu erobern, wie wir schon gesagt haben, die Mönche, die uns in ihren Gebräuchen und Kenntnissen unterrichteten. Sie brachten uns bei, dass die Frau den Männern zu dienen hatte und immer auf ihn zu hören hatte, wenn er etwas befahl, und dass die Frauen ihre Köpfe mit einem Schleier zu bedecken hatten, wenn sie zur Kirche gingen, und nicht mehr überall hinschauen durften, weil sie sonst die Männer zur Sünde verleiteten, deshalb gestattete die Kirche den Frauen nicht, zur Schule zu gehen, und noch viel weniger, Aufgaben zu übernehmen.

Wir, die Indígenas, nahmen die Art, wie die Spanier ihre Frauen behandelten, als eine Kultur an, und deshalb entstand in den Gemeinden die Ungleichheit zwischen Männern und Frauen, die bis heute anhält, wie in diesen Beispielen:

Den Frauen ist es nicht erlaubt, zur Schule zu gehen, und wenn ein Mädchen lernen will, wurde das von den Menschen in der Gemeinde kritisiert. Die Mädchen durften nicht mit den Jungen spielen und nicht einmal ihre Spielsachen anfassen. Die einzige Arbeit, die die Frauen machen sollten, war in der Küche und die Kinder großzuziehen. Die unverheirateten Mädchen hatten nicht die Freiheit, aus dem Haus zu gehen und in der Gemeinde oder in der Stadt spazieren zu gehen, sie mussten zu Hause eingesperrt bleiben, und wenn sie heirateten, wurden sie gegen Alkohol und andere Waren eingetauscht, ohne dass die Frau dazu sagen konnte, ob sie einverstanden war oder nicht, denn sie hatte nicht das Recht, ihren Partner frei zu wählen. Wenn die Frauen einmal verheiratet waren, durften sie nicht allein aus dem Haus gehen und nicht mit anderen sprechen, vor allem nicht mit Männern. Es gab Misshandlung von Frauen durch ihre Ehemänner, und keiner sorgte für Gerechtigkeit; solche Misshandlungen wurden vor allem von Männern verübt, wenn sie betrunken waren. So mussten die Frauen ihr ganzes Leben lang Missbrauch ertragen und leiden.

Außerdem brachten die Mütter ihren Töchtern bei, dass sie ihren Brüdern das Essen servieren mussten, damit sie später gut mit ihrem Ehemann zusammenleben konnten und nicht misshandelt werden würden, denn man glaubte, ein Grund für Misshandlungen sei es, dass die Frau ihrem Mann nicht richtig dienen konnte und nicht immer das tat, was der Mann befahl.

Aber auch unsere Großväter und Großmütter hatten ihre guten Bräuche, die bis heute praktiziert werden, deshalb gibt es wenig Sorgen, wenn jemand krank wird, denn sie kannten die Heilpflanzen und wussten viel darüber, wie man gesund bleiben kann. Sie sorgten sich nicht, wenn kein Geld da war, denn sie bauten alles selbst an, was sie zum Essen brauchten, deshalb waren die Frauen früher stark und fleißig, weil sie ihre eigene Kleidung selbst herstellten, Calhidra, auch wenn sie ihr Recht nicht kannten, aber sie konnten vorankommen.

(…)


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(Fortsetzung folgt…)

Ich bezeuge das.
Aus den Bergen des mexikanischen Südostens.

Subcomandante Insurgente Marcos.
Mexiko, Februar 2013.



Seht und hört die Videos zu diesem Text:

Und weil es um Frauen geht, hier Violeta Parra mit dem Lied »Arauco tiene una pena«. 50 Jahre nach dieser Stimme leisten die Mapuche weiter Widerstand und verwandeln diesen Schmerz in Wut.





Audio und Bilder vom Treffen »La Comandanta Ramona y las zapatistas« (»Comandanta Ramona und die Zapatistinnen«), das im Dezember 2007 stattfand. Darin erinnert unsere Compañera Susana an Comandanta Ramona, die im Januar 2006 starb.





Botschaft der zapatistischen Compañeras an die Compañeras auf der ganzen Welt vom Dezember 2006. Bei 2:22 sagt die Compañera: »Wir brauchen keine Experten, die uns sagen, wie wir leben sollen«.




Anm. d. Übers.:

  1. Diese Gesetze wurden von den Frauen innerhalb der zapatistischen Bewegung und Gemeinden vor dem Aufstand erkämpft und traten 1993 in Kraft, 1996 wurden sie überarbeitet und erweitert. Darin werden den Frauen Gleichberechtigung innerhalb der politischen und militärischen Strukturen und die Selbstbestimmung über ihr Leben und ihren Körper zugesichert. Außerdem wird der Drogenkonsum in zapatistischen Gemeinden verboten und (interfamiliäre) Gewalt gegen Frauen unter Strafe gestellt.


 Quelle:  
  http://enlacezapatista.ezln.org.mx/2013/02/25/ellos-y-nosotros-vii-ls-mas-pequens-3-las-companeras-el-muy-largo-camino-de-las-zapatistas/ 
 

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