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Außer der Reihe - Vortragsreise Kolumbien

Widerstand gegen Saatgutgesetze 7.3.-4.4.2014

Außer der Reihe 07.03.2014

  In dieser Mail findet Ihr weiter unten ein bisschen Kontext zu der Reisedelegation und eine Auflistung der anderen Veranstaltungsorte und -termine in Deutschland, Schweiz und Österreich.

ACHTUNG - Die Delegationsreise beginnt heute in Düsseldorf


Aber hier die Berliner Veranstaltung am Ende der Tour

Bitte für Berlin beachten: Aus Platzgründen ist die Teilnehmerzahl auf 35 beschränkt, bitte um Anmeldung unter thorsten PUNKT schulz (AT) fdcl PUNKT org  

Kolumbien: Widerstand gegen Saatgutgesetze
Informations- und Gesprächsrunde mit KolumbianerInnen und VertreterInnen deutscher Organisationen

Freitag 4. April 2014 - 15.00 bis 17.00 Uhr im FDCL, Mehringhof, Gneisenaustr. 2a

Lageplan − Übersicht
Lageplan − Detail


2010 wurden in Kolumbien durch die Verordnung 970 alle nicht registrierten Pflanzen-Sorten grundsätzlich verboten. Erst durch die Beschlagnahmung der Saatgutvorräte der Bauern und Bäuerinnen wurde die Verordnung nach und nach bekannt. Die Proteste der Bauern und Bäuerinnen sind im Laufe der letzten zwei Jahre zu einem nationalen Streik angewachsen. Auf Grund dieser massiven Proteste wurde die Verordnung der Landwirtschafts- und Viehzuchtbehörde (ICA) Anfang September 2013 suspendiert und von einer neuen Verordnung abgelöst. Diese erlaubt die Nutzung der »kreolischen« Sorten, aber verbietet nach wie vor deren Verkauf, selbst als Nahrungsmittel. Sie ändert also nicht grundsätzlich die Situation auf juristischer Ebene und ist keine Lösung.

Die Verordnung 970 wurde im Zusammenhang mit den Freihandelsabkommen zwischen Kolumbien und den USA sowie der EU beschlossen. Dazu kommt, dass seither Billigimporte von Milch, Kartoffeln und Getreide den lokalen Markt der Bauern zerstören und damit die Existenz von Millionen Kleinbauern bedrohen.

Auch Europa steht vor der Entscheidung über ein neues Saatgutgesetz und ein Freihandelsabkommen mit den USA. Die von der EU vorgelegte Saatgutverordnung unterscheidet sich nicht wesentlich von den Gesetzen in Kolumbien, mit dem Unterschied, dass dort Millionen Bauern in ihrer Existenz bedroht sind. Hier in Europa können sich die Großbauern das hochgezüchtete Saatgut der Konzerne leisten, weil sie mit Milliarden Euro von der EU subventioniert werden. Die neuen Saatgutgesetze treffen hier vor allem die kleinbäuerliche und biologische Landwirtschaft, sowie alle Organisationen, die sich für die Erhaltung der Vielfalt durch die Vermehrung und Verbreitung traditioneller Sorten einsetzen.

Auf Einladung des Europäischen BürgerInnenforums und der Kampagne für Saatgut-Souveränität kommen Cynthia Osorio Torres und Alba Portillo Calvache vom kolumbianischen Netzwerk der »ErhalterInnen der Samen des Lebens« (La Red de Guardianes de Semillas de Vida) und Antonio Alvarado Catuche von der Kolumbianischen Agrarkoordination (Coordinador Nacional Agrario de Colombia - CNA) vom 6. März bis zum 6. April nach Europa.

Die Gesprächsrunde im FDCL:

15:00 bis 15:50
Information:
Die Auswirkungen der Freihandelsabkommen in Kolumbien auf die Lebensgrundlage bäuerlicher und indigener Gemeinschaften sowie die Ernährungssouveränität der Bevölkerung, und der Widerstand dagegen.
Kurzbeiträge: zu Saatgutgesetzen und internationalen Abkommen über geistiges Eigentum auf Saatgut sowie das Freihandelsabkommen EU-Kolumbien

15:50 bis 16:10
Pause mit Getränken und Gebäck

16:10 bis 17:00
Austausch:
Welchen Bezug haben die Saatgutgesetze in Kolumbien auf unsere Kampagnen in Europa.

Im Anschluss sind alle herzlich eingeladen zu einem informellen und freundschaftlichen Austausch mit Abendessen.


Delegationsreise Kolumbien 7.3. - 6.4. über Proteste gegen Saatgutgesetze und Auswirkungen von Handelsabkommen Termine in Deutschland, Niederlande, Schweiz, Österreich, Frankreich, Brüssel

Eine dreiköpfigen Delegation aus Kolumbien beginnt heute (7.3.) ihre einmonatige Europa-Informationsreise über die Kämpfe für bäuerliches Saatgut und gegen die Auswirkungen von Freihandelsabkommen.

Cyntia OSORIO und Alba PORTILLO CALVACHE vertreten das kolumbianische »Netzwerk der ErhalterInnnen der einheimischen kreolischen Sorten«.

Albeiro CATUCHE ist Mitglied der Nationalen Agrar-Koordination in Kolumbien (CNA), die die Proteste der Bauern koordiniert.

Alle drei informieren aus erster Hand über die Auswirkungen der Freihandelsabkommen USA-Kolumbien und EU-Kolumbien in ihrem Land. Diese Abkommen haben im Jahr 2013 erhebliche Proteste in Kolumbien ausgelöst. Die Proteste gehen von der ländlichen Bevölkerung aus und haben breite Unterstützung in der Bevölkerung bekommen.

Zwei Konflikte stehen im Zentrum:
- das Dekret 970, das die Nutzung der einheimischen und nicht registrierten Pflanzensorten verbietet, wovon 90% des verwendeten Saatgutes betroffen ist;
- die Verschlechterung der Vermarktungsbedingungen einheimischer landwirtschaftlicher Produkte durch Billigimporte aus der EU und den USA.

Die Rundreise wird organisiert vom Europäischen Bürgerforum
http://www.forumcivique.org/de/artikel/kolumbien-vehementer-widerstand-gegen-landwirtschaftspolitik

und von der Kampagne für Saatgut-Souveränität
http://www.saatgutkampagne.org


Nachfolgend der Reiseplan. Aktualisierungen, Links und
Hintergrundinformationen unter
http://www.saatgutkampagne.org/kolumbien.html

+ + + + + TOURNEEPLAN KOLUMBIEN-DELEGATION + + + + +

Fr., 7. März 2014, 11.00 Uhr
DÜSSELDORF
Pressegespräch zum Auftakt,
gemeinsam mit Eine-Welt-Netz NRW
Ort: GIZ, Wallstr. 30
(bitte Klingeln bei „3. Etage Besprechungsraum«)

Fr., 7. März, 15.30 Uhr
DÜSSELDORF
Bürgerhaus Bilk (Salzmannbau)-
Himmelgeister Str. 107 (2. Etage)


Mo., 10. März 2014, 15.30 Uhr
nahe KREIENSEN (Südniedersachsen),
mit Voranmeldung per Mail an info (AT) saatgutkampagne PUNKT org  

Di., 11. März, 18.30 — 21 Uhr
SAARBRÜCKEN
Ministerium für Bildung und Kultur,
Hohenzollernstraße 60, Saarbrücken
(Eingang "Ehrenhof", Keplerstraße, Ministerium für Umwelt)

Mi., 12. März, 20 Uhr:
FREIBURG
öffentliche Veranstaltung mit der Gartenkooperative Freiburg:
Ort: Weingut Andreas Dilger
Urachstr. 3, Freiburg-Wiehre (Tram Linie 2),
dort vorher ab 19 Uhr: Saatgut-Tauschbörse

+ + + SCHWEIZ: 14.-18. März 2014 + + +

Fr., 14. März, 19 Uhr
ZÜRICH
öffentliche Veranstaltung, Shedhalle,
Rote Fabrik Zürich

Sa., 15. März: 10.30 Uhr
ZÜRICH
Saatguttauschbörse Shedhalle,
Rote Fabrik Zürich

Mo., 17. März, 19 Uhr
BASEL
Veranstaltung mit Multiwatch, Longo mai, EBF,
im Unternehmen Mitte, Salon 1.Stock,

Di., 18. März:
GENÈVE / GENF
dès 12/13h Jardin de Cocagne,
dès 19h ; soirée d’information à l’Ilot 13, 14, rue Montbrillant avec
Uniterre, Forum Civique Européen, Longo mai, Infokiosque GE.


+ + + ÖSTERREICH: 20. - 24. März 2014 + + +

Fr., 21. März
VILLACH
Veranstaltung im Evangelischen Pfarrzentrum St. Ruprecht.

Fr., 21. März, abends:
KLAGENFURT
Veranstaltung an der Alpen-Adria Universität

Sa., 22. März 2014:
GRAZ
Forum Stadtpark

So., 23. März 2014:
MARKT HARTMANNSDORF
Haus am Bach

Mo., 24. März
WIEN
Universität, Institut für Bodenkultur,
Simonyhaus HSI
Peter-Jordan-Straße 65

Hinweis: chiapas.eu garantiert nicht für die Richtigkeit der Karten.

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