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Mobilisierungen gegen WTO-Konferenz in Cancún

Poonal vom 04.09.2003
Von Andreas Behn, Poonal 589 vom 09.09.2003

  (Mexiko-Stadt, 4. September 2003, npl).- "Der Kampf gegen die neoliberale Globalisierung und der Kampf der zapatistischen Indígenas ist für uns ein und derselbe," erklärt eine Aktivistin aus Italien. Zusammen mit anderen Globalisierungsgegnern aus Europa, vor allem aus Spanien, Italien und Deutschland ist sie nach Chiapas im Süden Mexikos gereist, um von dort aus mit einer Karawane Richtung Cancún aufzubrechen, dem Touristenort, an dem am 10. September die 5. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation WTO beginnen wird. Auch Tausende Bauern und Landarbeiter, die meisten von ihnen Indígenas der Mayas, werden am Wochenende von Chiapas aus gen Karibik pilgern, um an der geplanten Protestwoche teilzunehmen.

Die Indígenas aus den südlichen Bundesstaaten Mexikos werden voraussichtlich die größte Gruppe der Protestler stellen. Viele werden auch aus der Hauptstadt Mexiko-Stadt erwartet. Unter den Ausländern, die an dem Sozialforum "Foro de los Pueblos", den diversen thematischen Foren, Demonstrationen und Blockaden teilnehmen wollen, werden US-Amerikaner wohl die zahlreichsten sein, gefolgt von Europäern und Aktivisten aus Mittel- und Südamerika. Auch wenn die meisten Aktivisten in Zeltlagern mit gut ausgestatteten Volksküchen unterkommen werden, sind für viele, die gerne in Cancún protestieren würden, die Anfahrt und die Kosten vor Ort in der Karibik unerschwinglich.

Die Organisatoren der Protesttage in Mexiko sind optimistisch, rechtzeitig die Vorbereitungen aller Aktivitäten abzuschließen. Trotz teils sehr unterschiedlicher Ausrichtung der verschiedenen NGOs und Aktionsgruppen bestand Konsens in der Frage, dass jede Gruppe nach ihren eigenen Vorstellungen und Prioritäten in Cancún agieren soll. Dadurch soll verhindert werden, dass es beispielsweise bei der heftig umstrittenen Gewaltfrage vor Ort gleich zu Spaltungen kommt.

Unklar ist bislang, ob der Schwerpunkt der Gegenaktivitäten auf Veranstaltungen oder direkten Aktionen gegen das WTO-Treffen liegen wird. Viele bezweifeln, dass neben den großen angemeldeten Demonstrationen noch weitere, eher spontane Aktionen auf der Straße möglich sein werden. Andere hoffen hingegen, dass wenn wirklich mehrere Zehntausend Protestler nach Cancún kommen, es durchaus versucht werden kann, eine Blockade der offiziellen Veranstaltung zu versuchen.

Sorgen machen sich die Veranstalter vor allem um das Vorgehen der Polizei in dem Bereich, in dem die Proteste — also außerhalb der touristischen Hotelzone und des Konferenzzentrums — stattfinden werden. Erfahrungsgemäß geht die Polizei vor Ort äußerst brutal gegen Demonstranten vor. Zwar biete die Präsenz internationaler Presse einen gewissen Schutz, meint die Aktivistin Araceli Fuentes. Doch sei es in Mexiko üblich, dass Zivilbeamte Unruhe und Prügeleien innerhalb der Aktionsgruppen provozieren würden. Auch sei nicht auszuschießen, dass die Hotelbesitzer und ihre Wachtrupps, denen alle Proteste ein Dorn im Auge sind, gegen die Demonstranten mobil machen, so die Aktivistin.

Derweil gibt sich die Regierung gelassen. Alles sei unter Kontrolle, verlautet aus dem Innenministerium. Auch die Berichte, denen zufolge schwarze Listen von bekannten Globalisierungsgegnern angelegt wurden, seien gegenstandslos. Nicht einmal der totale Stromausfall, der die Halbinsel Yucatán, auf der Cancún liegt, letztlich heimsuchte, macht den Veranstaltern Sorge: Alle wichtigen Hotels und das Tagungszentrum verfügten über eine eigene Stromversorgung.


Quelle: poonal
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