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Haftbefehl gegen Hipólitio Mora bestätigt

Selbstverteidigungsgruppen von Michoacán

News vom 06.01.2015

  Nach dem Angriff auf ihn und seine Gemeinde muss sich der Mitbegründer der Selbstverteidigungsgruppen von Michoacán, Hipólito Mora, nun wegen zehnfachen Mordes vor Gericht verantworten. Beobachter hingegen Zweifeln an der Unabhängigkeit der Justiz.

Vergangenen Samstag hat die zuständige Richterin der Haftanstalt Mil Cumbres, María Consuelo López Ramírez, die Haftbefehle gegen den Kommandanten der »Fuerza Rural« von La Ruana, Hipólito Mora, und 26 seiner Mitstreiter offiziell bestätigt. Demnach werden sich Mora und seine Leute nun wegen zehnfachen Mordes vor Gericht verantworten müssen.

Der Mitbegründer der Selbstverteidigungsgruppen hatte sich nach dem Angriff auf seine Gemeinde, bei welchem auch sein Sohn ums Leben kam, am 27. Dezember widerstandslos festnehmen lassen.

https://amerika21.de/2014/12/110027/mexiko-michoacan-buergerwehr
http://mexico.quadratin.com.mx/Detienen-Hipolito-Mora-sera-trasladado-Mil-Cumbres/

Vor seiner Verhaftung hatte Mora in mehreren Interviews seine Unschuld beteuert. So hätten er und seine Männer lediglich versucht, die Aggressionen der Männer von Luís Antonio Torres alias El Americano abzuwehren. Diese hätten seine Gemeinde mit rund 70 Fahrzeugen eingekreist und mit Granatwerfern und Maschinengewehren beschossen. Dabei sei das Feuer so massiv und unkontrolliert gewesen, dass die Angreifer zahlreiche ihrer eigenen Männer »aus Versehen« getötet hätten.

Da Hipólito Mora als Kommandant der Fuerza Rural das Recht hatte Waffen zu tragen, um Angriffe auf seine Gemeinde abzuwehren, sehe er einer juristischen Untersuchung der Ereignisse des 16. Dezembers gelassen entgegen.

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Dass die zuständige Richterin nun die Haftbefehle bestätigt hatte, löst Verwunderung aus. Noch am Freitag hatte der Anwalt der Beschuldigten, Eduardo Quintero, mit einer Aufhebung der Haftbefehle gegen seine Mandaten gerechnet.

http://www.eluniversal.com.mx/estados/2015/confia-abogado-que-hipolito-mora-sea-liberado-maniana-1065681.html

María Consuelo López Ramírez behauptet, den Fall ohne Beeinflussung durch den Sicherheitsbeauftragten Alfredo Castillo noch durch ihre Vorgesetzten zu bearbeiten. Die Entscheidung begründet sie mit dem ihr vorliegenden ballistischen Gutachten. Dennoch erscheint es seltsam, dass von der Verteidigung vorgelegte Beweise keine Beachtung gefunden haben. Angeblich hätte kein Computer zur Verfügung gestanden, um den USB-Stick mit möglicherweise entlastendem Videomaterial abspielen zu können.

http://www.lavozdemichoacan.com.mx/193555/jueza-de-mil-cumbres-no-pudo-abrir-usb-de-defensa-de-hipolito-mora/

Für den Rechtsanwalt von Hipólito hingegen hat ein solches Vorgehen nichts mit Rechtsprechung zu tun.

http://www.quadratin.com.mx/principal/Esto-es-juzgar-esto-es-chingar-abogado-de-Mora-Chavez/

Bereits im Vorfeld hatte der Sprecher der Legitimen Selbstverteidigungsgruppen, Jorge Vázquez Valencia, die Befürchtung geäußert, dass es bei dem Verfahren gegen Mora nicht darum geht, die Wahrheit herauszufinden. Stattdessen sei das Vorgehen der Justiz vielmehr als Versuch zu werten, rechtschaffende aber unliebsame Persönlichkeiten aus dem Weg zu räumen.

https://amerika21.de/video/110189/angriff-la-ruana-mexiko

Für eine solche These sprechen auch die Ausführungen von Selene Vázquez Alatorre, Vorsitzende der Justizkommission des Kongresses von Michoacán. Demnach hätte es der Sicherheitsbeauftrage Alfredo Castillo geschafft, sämtliche Schlüsselstellen des Bundesstaates, mit ihm loyalen Gefolgsleuten zu besetzten. Dabei würden im Zuge der Straffverfolgung nicht nur Gefangene systematisch gefoltert, sondern selbst Richtern mit körperlicher Gewalt gedroht, um Urteile im Sinne der derzeitigen, nicht demokratisch legitimierten Machthaber zu fällen.

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Von Samuel Weber (demnächst auch auf: http://sinrostro.net)

 Quelle:  
  http://sinrostro.net/ 
 

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