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Vier Monate Unsicherheit

 

Internationaler Aktionstag für die 43 »verschwundenen« Studenten in Mexiko. Tausende fordern auf der Straße die Aufklärung des Falls

junge welt vom 27.01.2015
Von Lena Kreymann

  Genau vier Monate nach dem »Verschwinden« von 43 Pädagogikstudenten sind am Montag (Ortszeit) deswegen erneut Tausende auf die Straße gegangen. In Mexiko selbst fanden in mindestens 20 Städten Demonstrationen statt, weltweit kam es dem Fernsehsender TeleSur zufolge an 40 weiteren Orten zu Aktionen.Die Demonstranten forderten, die Studenten zu finden, die Verantwortlichen zu bestrafen und politische Gefangene freizulassen. Angehörige, Studenten, Lehrer und verschiedene soziale Organisationen hatten zum »achten internationalen Aktionstag« für die Vermissten aufgerufen.

Wie die mexikanische Tageszeitung La Jornada berichtete, fand in Mexiko-Stadt von vier Stellen aus ein Sternmarsch zum zentralen Platz Zócalo statt. Die letzte Großmobilisierung der Solidaritätsbewegung für die 43 »Verschwundenen« in der Hauptstadt liegt bereits einen Monat zurück; in diese Zeit fallen in Mexiko die Sommerferien.

Bei der Abschlusskundgebung sagten die Eltern der Studenten, sie würden nicht akzeptieren, dass ihre Kinder tot seien, solange es keine Beweise gebe. Zudem forderten sie, die mögliche Verwicklung der Armee und des ehemaligen Gouverneurs des Bundesstaats Guerrero, Ángel Aguirre, in den Fall zu untersuchen. Die dort für Juni dieses Jahres angesetzten Regionalwahlen würden sie nicht zulassen. In dem Staat waren in der Stadt Iguala die Hochschüler am 26. September »verschwunden«, nachdem sie von der Polizei attackiert und anschließend festgenommen worden waren.

Auf einer Pressekonferenz am Freitag hatte Vidulfo Rosales, Anwalt der Angehörigen, bereits erklärt, die Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft enthielten »Schwächen und Unstimmigkeiten«. Nach offizieller Version wurden die Studenten von der Polizei der kriminellen Bande »Guerreros Unidos« übergeben. Diese soll sie getötet und auf einer Müllhalde in der nahegelegenen Stadt Cocula verbrannt haben, von Angehörigen wird diese Version jedoch angezweifelt. Rosales erklärte, solange es keine »unwiderlegbaren Beweise« gebe, sei diese Darstellung nur eine »unbestätigte Hypothese«.

In Cocula entdeckte Überreste waren an der Universität Innsbruck von Forensikern untersucht worden. Anhand eines Knochens konnte bislang nur der Tod von Alexander Mora, einem der Studenten, bestätigt werden. Argentinische Forensiker, die die Ermittlungen vor Ort unterstützen, erklärten laut La Jornada jedoch, es sei nicht »wissenschaftlich gesichert«, dass dieser überhaupt aus den Funden auf der Müllhalde stamme. Mexikanische Wissenschaftler veröffentlichten außerdem Mitte Januar eine Untersuchung, nach der man an dem Ort, wo die Studenten angeblich verbrannt worden sind, weitere Spuren hätte finden müssen wie zerstörte Vegetation oder Blutflecken.

Inzwischen haben die Wissenschaftler in Innsbruck bekanntgegeben, das vorliegende Material nicht mit der DNA der weiteren Studenten abgleichen zu können. Die Proben seien zu großer Hitze ausgesetzt gewesen. Dies teilte Staatsanwalt Jesús Murillo Karam am Dienstag vergangener Woche mit. Die Universität soll nun weitere Untersuchungen vornehmen.

Die Staatsanwaltschaft bemüht sich, die Ermittlungen möglichst schnell zu Ende zu bringen. Am Dienstag vergangener Woche wiederholte Murillo Karam, dass seiner Meinung nach die Studenten auf der Müllhalde getötet worden seien; die Ergebnisse aus Innsbruck seien »ein vollständiger Beweis, dass passiert ist, was passiert ist«.

Der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto hat unterdessen seine Teilnahme am Gipfel der »Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten« (CELAC) abgesagt und will statt dessen »die nationale Agenda priorisieren«. Die Präsidenten der Mitgliedsstaaten wollen am heutigen Mittwoch in Costa Rica zusammenkommen. Im November war Peña Nieto stark in die Kritik geraten, da er trotz der zugespitzten innenpolitischen Lage auf Staatsbesuch nach China gefahren war.

 Quelle:  
  https://www.jungewelt.de/2015/01-28/033.php 
 

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