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Diskriminierung HIV-positiver Mädchen an mexikanischen Schulen

Poonal vom 09.03.2004

  (Mexiko-Stadt, 4. März 2004, adital-poonal).- In Mexiko ist ein weiterer Fall von Diskriminierung HIV-positiver Kinder bekannt geworden. Es handelt um ein sechsjähriges HIV-infiziertes Mädchen, das die Landschule Abraham Lincoln in der Gemeinde Huimilpan/Querétaro besuchte.

Ein am 4.März in der mexikanischen Tageszeitung La Jornada veröffentlichte Artikel beschreibt, dass das Mädchen von Lehrern der Schule diskriminiert worden sei, da sie "die anderen Kinder anstecken könne". Angesichts dieser Unwissenheit und Ignoranz sandte der Vorsitzende des staatlichen Aids-Programms Ulises Losson Ovando Mitarbeiter des staatlichen Gesundheitswesens an die Schule, welche die Lehrerinnen und Lehrer informieren und sensibilisieren sollen.

Ein weiterer Fall war am 21. Februar aufgedeckt worden. Dabei handelt es sich um ein sechsjähriges HIV-positives Mädchen, das aus einer Privatschule in Acapulco im Bundesstaat Guerrero ausgeschlossen worden war. Ein Familienvater, der Militärarzt ist, hatte auf die Schuldirektorin Druck ausgeübt. Er argumentierte, dass das Mädchen ein Ansteckungsrisiko für andere Schüler bedeute.

Am 27. Februar wurde im Bundesstaat Chiapas bekannt, dass ein neunjähriges HIV-positives Mädchen seit drei Jahren keine Schule besucht hatte. Sie war auf Druck von Lehrerinnen und Eltern anderer Kinder von ihrer Schule ausgeschlossen worden und wurde bis heute in keine andere Schule der Region aufgenommen. Obwohl die Familie des Kindes eine Beschwerde vor der staatlichen Menschenrechtskommission eingelegt hat, ist der Fall noch ungeklärt. Deshalb baten die Familie und Organisationen, die diese unterstützen, die Bundesregierung um Hilfe. Die Regierung in Mexiko-Stadt soll dafür sorgen, dass das Mädchen wieder zur Schule gehen kann.

Der Direktor des Nationalen Zentrums für Verhütung und Kontrolle von Aids CENSIDA (Centro Nacional para la prevención y Control del VIH/Sida) Jorge Saavedra López erklärte, dass er umgehend nach Chiapas reisen werde, um mit den Gesundheits- und Schulbehörden zu sprechen. Er möchte sich vor Ort ein Bild von dem Fall machen und eine schnelle Lösung finden, in der die Rechte des Mädchens respektiert werden.


Quelle: poonal
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