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CNI, CIG & Marichuy: Rede von María de Jesús Patricio Martínez im Caracol Morelia

Actividades del CIG y su Vocera vom 15.10.2017
übersetzt von lisa - colectivo malíntzin

  Rede von María de Jesús Patricio Martínez im Caracol Morelia

Congreso Nacional Indígena, Concejo Indígena de Gobierno und seine Sprecherin Marichuy auf zapatistischen Gebiet II.



Rede von María de Jesús Patricio Martínez im Caracol Morelia – MARICHUY – begleitet von zapatistischen Compañeras und der Comandanta Miriam

15. Oktober 2017.

Nun, wir haben bereits unsere Compañeras Räte gehört, die den Concejo Indígena de Gobierno, den Indigenen Regierungsrat bilden, und bevor ich anfange, möchte ich Euch informieren, dass wir bis jetzt schon 141 Räte haben, die den Indigenen Regierungsrat bilden, aus 35 Pueblos (1) und aus 62 der 93 Regionen des Landes, wo wir gedacht haben, das daraus Räte hervorgehen könnten.

Nun, wir sind immer noch auf dem Weg; immer noch organisieren sich die verschiedenen Pueblos indígenas, um diesen großen Indigenen Regierungsrat zu vervollständigen.

Auch möchte ich Euch, Hermanos und hermanas (2), danken – für diese ganze Organisierungsarbeit, um uns zu empfangen. Sehr schön. Beim Herkommen, sah ich die Hügel, die Flüsse, die Bäume und sagte: »Wie gut, hier hat man sie nicht vergiftet; wie gut, hier hat man das Fällen der Bäume nicht zugelassen; wie gut, hier organisieren sie sich.«

Und man sieht die Arbeit, die gemacht wird, und diese Arbeit möchten wir in den verschiedenen Regionen des Landes anstreben – nach den Modi der Pueblos indígenas, ihren Formen, ihrem Stil. Wir alle müssen uns organisieren, um das, was uns unsere Großeltern hinterlassen haben – für das sie Jahre gestritten haben und das man ihnen wegnehmen wollte – zu bewahren.

An einigen Orten hat dies Tote, Einknastungen, Verschwunden gemachte, Repressionen gekostet, aber egal, ich glaube, dass wir alle, die den Congreso Nacional Indígena bilden, wissen, was uns erwartet. Wir gehen weiter voran, denn nur mit der Organisierung aller Pueblos indígenas können wir der Macht, dem Kapitalismus, demonstrieren: Ja, wir können ihn ausreißen; ja, von der Wurzel her ausreißen. Denn jener ist es, der uns unserer Reichtümer berauben will, uns dazu bringt, uns unter einander zu streiten, um von unseren Reichtümern zu profitieren. Der Kapitalismus ist es, der darüber nachdenkt, auf welche Weise er uns aus unseren Comunidades vertreiben kann und damit sich die Reichtümer, die diese haben, anzueignen.

Und wir sagten: »Dass werden wir ihm nicht erlauben« – jedoch allein werden wir Pueblos das nicht schaffen. Darum denken wir, wir gehen jetzt los und durchlaufen dieses ganze Mexiko. Wir werden alle unsere Hermanos in der Stadt, all unser Hermanos der Zivilgesellschaft, alle unsere Hermanos, die auch dort kämpfen, einladen – damit wir uns gemeinsam die Hand reichen und dieses System ausreißen – welches versucht, uns ein Ende zu machen – hauptsächlich unseren Pueblos, unseren Comunidades und denjenigen, die dort leben.

Sie zwingen uns Programme auf, und diese Programme bringen nur Spaltungen im Inneren, bringen den Tod in unsere Gebiete, bringen die Vergiftung unserer Gewässer. Darum sind wir als Pueblos indígenas (1), die wir im Congreso Nacional Indígena organisiert sind, damit nicht einverstanden. Wir möchten gemeinsam mit all unseren Hermanos der verschiedenen Pueblos Mexikos gehen. Wir müssen uns jetzt die Hand geben, damit wir uns selbst verteidigen können, wie die Comandanta Miriam es sagte.

Wir müssen dieses Vertrauen zu unseren Hermanos, die hier sind, spüren – damit wir zusammen dieses große Ungeheuer enth?llen, das uns ein Ende bereiten will. Und dieses Ungeheuer befindet sich nicht nur in Mexiko, es ist überall in der Welt. Darum müssen wir uns die Hand reichen, müssen wir zusammen kämpfen, müssen wir nachdenken, wie wir all unsere Kinder, all unsere Frauen und Männer – und gemeinsam diese Erde, die uns unsere Großeltern hinterlassen haben – bewahren.

Wir müssen diesem Ungeheuer ein Ende machen, und wir müssen es gemeinsam und organisiert tun, und ich glaube, wenn wir uns die Hand reichen – alle – können wir das erreichen, Hermanos.

Ja, wir können das tun. Wir müssen darauf vertrauen, dass unsere Stimme zu hören sein und unsere Organisierung weit hinaus zu sehen sein wird – und somit der Mächtige anfängt zu beben, wenn er all uns Originarios (3) dieses Landes sehen wird: die Pueblos indígenas – vereint und organisiert, das Patria, das unseres ist, verteidigend. Hier waren wir als Erste, dies müssen wir wieder erlangen, wir müssen es auf unsere Art und Weise reorganisieren, denn wir sehen ja, so wie es jetzt organisiert ist, funktioniert es nicht. Es bringt uns Tod, Zerstörung, Spaltung; es bringt uns Konfrontationen.

Wir müssen uns alle die Hand reichen, alle, die wir fühlen, dass es wichtig ist, ein würdiges Leben zu haben, ein Leben, welches wir denen übertragen, die nachfolgen werden. Das müssen wir auf diesem Weg erreichen, Hermanos. Gemeinsam: Pueblos indígenas; gemeinsam: Comunidades; gemeinsam: Hermanos der Stadt und der Zivilgesellschaft, die auch bereits darüber nachdenken, wie die Kräfte zu artikulieren sind – und gemeinsam, ja, werden wir es erreichen.

Es lebe der Congreso Nacional Indígena!
Es leben die Pueblos indígenas Mexikos!
Es leben die Pueblos indígenas der Welt!

Danke, Hermanos.


 Anhang  
  Rede von María de Jesús Patricio Martínez im Caracol Morelia (formatiertes PDF)


Anmerkungen der_die Übersetzer_in:

(1) »Pueblos«, »Pueblos indígenas« verbleiben innerhalb der deutschen Übersetzung durchgehend im Original. Im mexikanischen Spanisch haben diese Begriffe immer die Konnotation des Gemeinschaftlichen, im Sinne von »Comunidades«: Gemeinden und nicht – wie im Deutschen – die der »ethnischen Ausdifferenzierung« und bewertenden Abgrenzung.

(2) wörtlich: »Brüder, Schwestern, Geschwister«

(3) wörtlich: »Originäre, Ursprüngliche«

 Quelle:  
  https://actividadesdelcigysuvocera.blogspot.mx/2017/10/discurso-de-maria-de-jesus-patricio.html 
 

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