»Wo sind sie?« - Neuer Newsletter zum gewaltsamen Verschwindenlassen

Gewaltsames-Verschwindenlassen.de vom 28.05.2021

 

Einst vor allem von (lateinamerikanischen) Militärdiktaturen genutzt, kommt es heute in jeder Region der Welt und in den verschiedensten Zusammenhängen zum Verschwindenlassen von Personen. Aus 108 Staaten übermittelten Opfer von Verschwindenlassen und sie begleitende Organisationen der UN-Arbeitsgruppe gegen gewaltsames und unfreiwilliges Verschwindenlassen (WGEID) seit ihrer Einsetzung im Jahr 1980 ihre Fälle.
Das Verschwindenlassen wird dabei häufig in internen Konflikten eingesetzt und insbesondere von Regierungen, die versuchen, politische Gegner zu unterdrücken. Es ist in Ägypten und Syrien ebenso präsent wie in Thailand. Allein in Mexiko gelten nach offiziellen Zahlen aktuell mehr als 88.000 Personen als verschwunden, in Spanien sind über 150.000 Fälle von Verschwundenen aus der Zeit der Diktatur unter Franco ungelöst geblieben.

Die Koalition gegen Verschwindenlassen ist ein Bündnis von Nichtregierungsorganisationen, Forschungsinstitutionen und Individuen, das sich seit dem Jahr 2015 gegen das Verschwindenlassen von Personen einsetzt. Seitdem informieren wir auf unserer Website umfassend zum Thema.

Verschwindenlassen ist eine besonders grausame, multiple Menschenrechtsverletzung. Zum Verschwindenlassen gehört auch, dass eine Aufklärung systematisch verhindert wird. Daher verbreiten wir Informationen und bündeln Anstrengungen, um gemeinsam gegen das Verschwindenlassen und die strukturelle Straflosigkeit vorzugehen und für Wahrheit und Gerechtigkeit einzutreten. Dem Schweigen setzen wir die Veröffentlichung von Berichten, Artikeln und Interviews entgegen und rufen zu Mitmachaktionen auf.

Künftig wird alle drei Monate unser Newsletter mit weltweiten Neuigkeiten zum Thema Verschwindenlassen erscheinen. Bleibt informiert und abonniert unseren Newsletter »Wo sind sie?«.
 

Quelle: https://gewaltsames-verschwindenlassen.de


 

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