Recht und Gewalt

Mexikanische AnwältInnen im Kampf gegen die Frauenmorde

Initiative Mexiko vom 05.07.2008

 

Als besonders abscheuliche Fälle von Gewalt gegen Frauen sind die Serienmorde in Ciudad Juárez bekannt geworden, wo junge Frauen Opfer sadistischer Killer werden und man die Personen und Organisationen, die dagegen ankämpfen, diffamiert und bedroht. Was lässt sich auf dem Rechtswege gegen Gewalt gegen Frauen erreichen, wenn auf das Justizsystem kein Verlass ist und sogar der Verdacht von Komplizenschaft besteht? Welche Möglichkeiten bieten die Interamerikanische Kommission und der Interamerikanische Gerichtshof, vor den bereits einige der Frauenmorde gebracht worden sind?

Micheel Salas Ramírez und David Peña Rodríguez

besuchen uns auf einer Rundreise, die vom Ökumenischen Büro für Frieden und Gerechtigkeit München organisiert wird. Die beiden Anwälte engagieren sich gegen den Feminizid und für die Organisation Nuestras Hijas de Regreso a Casa. Sie werden uns Rede und Antwort stehen über den Zustand der mexikanischen Justiz und die Möglichkeiten, dennoch Frauen zu ihrem Recht zu verhelfen und der Gewalt Einhalt zu gebieten.

Sie haben auch den Fall Digna Ochoa begleitet und werden über den gegenwärtigen Stand des Verfahrens berichten. Diese bekannte Rechtsanwältin, die in brisanten Prozessen gegen Menschenrechtsverletzungen, insbesondere durch das Militär, eingetreten war, wurde am 19. Oktober 2001 erschossen; die Staatsanwaltschaft versucht, diesen Mord als Suizid hinzustellen.

Freitag, d. 18. Juli 2008, 19 Uhr

Ev. Hochschule im Rauhen Hause, Horner Weg 170 (U-Bahn Rauhes Haus)
Veranstalter: KIOS und INITIATIVE MEXIKO
Die Veranstaltung wird vom Ausschuss für Kirchliche Weltdienste der NEK gefördert

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Quelle: http://www.ini-mex.org


 

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