Diktatorische Züge: Pressefreiheit in Mexiko

La Jornada vom 10.02.2011

 

La JornadaEs geht um den Jornada-Artikel vom 10.2.2011 zur Pressekonferenz von Carmen Aristegui nach ihrer Entlassung von MVS Noticias. Carmen Aristegui sagt, dass ihre Entlassung einer Diktatur würdig ist. Carmen Aristegui ist eine der renommiertesten mexikanischen Journalistinnen und eine der wenigen, die tagtäglich in ihrer vierstündigen Radiosendung unter anderem ausführlich und kritisch über politische Gefangene, Päderastie in der Kirche, Feminizid, Militarisierung, Angriffe auf Menschenrechtsverteidiger und Menschenrechtsverteidigerinnen etc. berichtete.

Einige können sich vielleicht noch an die Entlassung Aristeguis im Januar 2008 von ihrem vorherigen Arbeitgeber Radio W erinnern. Auch bei Radio W ging es darum, das Aristeguis Stimme mit der zeit »zu kritisch« wurde. Anlass der Entlassung des aktuellen Arbeitgebers MVS Noticias, war Carmens angeblicher Verstoss gegen den ethischen Code der Firma, als sie während ihrer Sendung am Freitag die Regierung dazu aufforderte zu den Gerüchten über das eventuelle Alkoholproblem Felipe Calderons Stellung zu nehmen. Aristeguis Frage und Bericht bezog sich auf eine spontane Aktion im Parlament: Abgeordnete der PT hängten während einer Parlamentsitzung ein Transparent mit dem Konterfei des Präsidenten und dem Schriftzug " Würdest du einen Säufer dein Auto steuern lassen? Nein, oder? Aber wieso lässt du ihn dein Land lenken?
 

Quelle: https://www.jornada.com.mx/2011/02/10/index.php?section=politica&article=019n1pol


 

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