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Vertreibung guatemaltekischer Familien in Tenosique
 Tenosique, Tabasco, Mexiko am 09.01.2012
Urgent Action (UA) vom 11.01.2012
Red de Todos las Derechos para todos

  Am 9. Januar um 5 Uhr morgens haben staatliche Streitkräfte die guatemaltekischen Familien vertrieben, die sich im Grenzstreifen und angrenzend an das Gemeindeland »Nuevo Progreso« in der Region Tenosique, Tabasco, befanden. Dieser Übergriff stellt eine Verletzung der Menschenrechte dar. Laut Zeugenaussagen fuhren die Behörden mit mehreren Patrouillen in Lieferwagen und Bussen in das Flüchtlingslager und fingen an, es unter Gewaltanwendung zu räumen und zu zerstören. Als die BewohnerInnen des Lagers versuchten, die Zerstörung zu stoppen und um Rechtfertigungen für dieses Vorgehen baten, wurden viele von ihnen festgenommen.

Die Aktion wurde von Einheiten der Bundespolizei, des Öffentlichen Staatsministeriums (Ministerio Público de la Federación) und der örtlichen Polizei durchgeführt. Einige der Polizisten waren in Zivil gekleidet. Der Befehlshaber war der regionale Subdelegierte des Nationalen Instituts für Migration (INM), der sich ebenfalls unter ihnen befand.

Die Polizisten hielten die Kinder fest und beförderten sie in die Fahrzeuge, mit dem Ziel, die Eltern von einer Flucht abzuhalten und sich ihnen auszuliefern. Dies stellt ein unmenschliches Vorgehen dar und den Beteiligten Behörden und Polizeieinheiten ist ein mutmaßliches Verbrechen vorzuwerfen. Laut vorliegenden Informationen sind 71 Personen in 4 Busse gezwungen worden und anscheinend zur Migrationsstelle in Tapachula, Chiapas, gebracht worden. Die Zeugenaussagen der Personen, die nicht festgenommen wurden, deuten darauf hin, dass die Polizisten auch guatemaltekisches Territorium betreten haben, um fliehende Menschen festnehmen zu können. Mexikanische Nachbarn des Flüchtlingslager solidarisierten sich mit den BewohnerInnen des Lagers und forderten eine Erklärung für solches Vorgehen. Ihnen wurde daraufhin angedroht, auch festgenommen zu werden. Außerdem wurde ein Mann mit spanischer Nationalität festgenommen, von dem bis jetzt jegliche Spur fehlt.

Es steht fest, dass zwei Guatemalteken von der Bundespolizei festgenommen worden sind und nach einer Isolationshaft in das Öffentliche Staatsministerium in Tenosique, Tabasco, gebracht wurden.

Vorgeschichte:

Am 23. August 2011 wurde die Gemeinde Nueva Esperanza, im Gebiet des Petén, Guatemala, von Mitgliedern des guatemaltekischen Militärs und der Staatspolizei dazu gezwungen, ihre Ländereien zu verlassen. Vor der Vertreibung hatten die DorfbewohnerInnen weder eine Benachrichtigung, noch einen alternativen Vorschlag zur Unterbringung erhalten. Die Behörden rechtfertigen ihr Vorgehen mit dem Argument, die Gemeinde musste aus dem Gebiet entfernt werden, da es sich um ein Naturschutzgebiet handele. Während der Räumung des Dorfes wurden die Häuser, die Schule, sowie die Kirche niedergebrannt.

Nach der Vertreibung suchten die 300 DorfbewohnerInnen, unter ihnen über 100 Kinder sowie mehrere schwangere Frauen, auf der anderen Seite der Grenze Zuflucht: In der Gemeinde Nuevo Progreso, in dem mexikanischen Staat Tabasco.

Die Verhandlungen zwischen der Dorfgemeinschaft und der guatemaltekischen Regierung ging sehr langsam vonstatten. Die Regierung hat den Vertriebenen bis zum jetzigen Moment nur ein weitaus kleineres Landstück angeboten. Außerdem hat sie keinen Schadensersatz für die verlorenen Ländereien und Güter erstattet.

Die Unterschriftenaktion ist bereits abgelaufen und kann nicht mehr online ausgefüllt werden. Sie wird hier nur noch textlich dokumentiert. UAs verfallen automatisch nach 6 Wochen, manchmal gibt es aber auch ein individuell definiertes Ende der UA.

Protestbrief (korrekte Anrede wird automatisch hinzugefügt)

Es de mi conocimiento que las autoridades mexicanas desalojaron forzosamente a una comunidad conformada por familias guatemaltecas, ubicada en la franja fronteriza aledaña al Ejido Nuevo Progreso, del municipio de Tenosique, Tabasco.

Por este medio solicito a usted que las autoridades mexicanas se abstengan de repatriar a las y los guatemaltecos que se encontraban en la franja fronteriza. Ellas y ellos se encuentran en diálogo con su gobierno y México incumple con un deber humanitario al aumentar la presión sobre este grupo ya violentado.

Detener el operativo en curso.

Asimismo, exijo que las autoridades garanticen un trato digno y respetuoso a todas y todos los desplazados, garantizar que las niñas y niños se encuentren junto con sus padres. Constituye un trato inhumano separar a las familias

Tengo conocimiento de que algunas personas han sido detenidas, por lo cual solicito se respeten y salvaguarden los derechos de las dos personas que fueron detenidas, llevadas inicialmente ante la PGR y que actualmente se encuentran en la estación Migratoria de Tenosique.

Por último, le pido que inicie de inmediato una investigación sobre el motivo y formas en las que se dio el operativo, ya que actualmente existía un proceso de diálogo con las autoridades mexicanas para garantizar la estancia de las familias, así como qie se deslinden las responsabilidades de los funcionarios públicos que hayan incurrido en violaciones a los derechos humanos de las y los refugiados guatemaltecos.

Es indispensable que se respete y otorgue protección a los desplazados guatemaltecos, quienes ante situaciones adversar se vieron obligados a salir del país.

Atte.

 Zum Auflisten der bisherigen Unterzeichner hier klicken!

Bisher haben 77 Person(en) diese Eilaktion unterzeichnet.
Folgende Unterzeichner erlaubten, dass Ihr Namen (usw.) hier erscheint:

Vorname Name Organisation Ort Land 
Karsten Donat  Bremen Deutschland 
Erik Weber  Jena Alemania 
Jan Dollbaum  Reinbek Germany 
Clemens Clemens Drechsel  Kematen Österreich 
Peter Clausing Red de Comites Oscar A. Romero Wilhelmshorst Alemania 
Andre  Schmidt  Vienna Austria 
Robert Swoboda amnesty international Jena Jena Alemania 
Berit Hannappel  Freiburg Alemania 
Gilberto Rescher  Bielefeld Alemania 
Wolfgang Grenz Amnestía Internacional, Red Regional para México y América Central Hamburg Alemania 
Frank Lehmann  Bremen Alemania 
Ramona Lenz  Frankfurt/Main Deutschland 
M. Klawitter Obero de la cultura Berlin Alemania 
Evarossa HORZ Christian Peacemaker Teams San José Costa Rica 
Gruppe B.A.S.T.A.  Münster Alemania 
Mirjam Heinzel  Freiburg Deutschland 
Miriam Boyer  Berlin Alemania 
Elke Spin  52156 Monschau Bundesrepublik Deutschland - NRW 
Philine Wetzel  Freiburg Alemania 
Anne Bernhardt  Cajamarca Peru 
Angela Vöhringer  Freiburg Deutschland 
Friederike Tuitjer  Hannover Deutschland 
Friederike Tuitjer  Hannover Deutschland 
Laura Schmid  FReiburg Deutschland 
Antje Baber  Brietlingen Deutschland 
Amalie Trüg  Freiburg Deutschland 
Patricia Mellmann  Dresden Alemania 
Elena Hunekohl  Freiburg Deutschland 
Hauke Lorenz  Hamburg Deutschland 
Katja Strehle  Wellington  Nueva Zealandia 
Daniel Kirchermeier  Amberg Deutschland 
Manuel Scherrer  Gallneukirchen Österreich 
Thomas Haug Schopfheim Alemania 
Simon Reisenberger  Viena Austria 
Olivia Jaques privat Vienna Austria 
Charlotte Steinweg  Bonn Alemania 
Lena Schächinger Amnesty International Freiburg Deutschland 
Stefan Altkrüger Amnesty International Rostock Germany 
Dieter Schneider amnesty international 12247 Berlin Germany 
Claus Walischewski  Bremen Alemania 
Irene Kohn  Freiburg Germany 
Matthias Fichtenbauer Guatemala Solidarität Österreich Viena Austria 
Markus Grohmann  Wien Austria 
Lennart Johansen  San Cristobal de Las Casas Mexico 
Knut Hildebrandt  Berlin Alemania 
Sanja Previsic Solidaridad Directa con Chiapas Zürich Suiza 
Katja Schmiederer amnistia international Oldenburg Alemania 
Lorenz Steininger   Hohenwart Deutschland 
Oliver Hisecke  Hannover Germany 
oliver dörner direkte solidarität mit chiapas zuerich suiza 
cafe rebeldia cafe rebeldia zuerich suiza 
soli chiaps cafe rebeldia zuerich suiza 
soli chiapas solidaridad directa von chiapas zuerich suiza 
franco engler  maisprach suiza 
Sophie Baumgartner  Kapelln Oesterreich 
Lena Schulz  Berlin Alemania 
Kjell Kühne  Radebeul Alemania 
Clausing  Jena Germany 
Esther Meier  Emmen Nederland 
Susanna Sutter  Basel Suiza 
Peter Fischedick  Düsseldorf Deutschland 
Willi Krüger  50170 Deutschland / NRW 
Carl Holldorff  Wuppertal Deutschland 
Christiane  Rady  Berlin Deutschland 
Mark Vegas  Dortmund Germany 
Stefanie Kern  Jena Alemania 
Lotta Rüger  Berlin Germany 
Dr. Simoncini  Göppingen Alemania 

übersetzung

[Anrede wird automatisch hinzugefügt],

Es ist mir bekannt, dass mexikanische Behörden unter Gewaltanwendung eine Gemeinschaft guatemaltekischer Familien vertrieben hat. Sie lebten am Grenzstreifen zu Guatemala, auf dem Gemeindeland Nuevo Progreso, innerhalb des Gemeinwesens Tenosique, Tabasco.

Auf diesem Weg bitte ich sie darum, dass die mexikanischen Behörden davon Abstand nehmen, die GuatemaltekInnen zurück in ihr Heimatland abzuschieben. Sie befinden sich in einem Dialog mit ihrer Regierung und Mexiko kommt seiner humanitären Verpflichtung nicht nach, wenn es den Druck auf diese bereits leidende Gruppe noch erhöht. Stoppen Sie die derzeitige Operation umgehend.

Ebenso fordere ich von den Behörden, dass sie einen würdevollen Umgang mit allen Vertriebenen garantieren und dass die Kinder sich bei ihren Eltern befinden. Familien auseinander zu reißen stellt ein unmenschliches Vorgehen dar.

Mir ist bekannt, dass einige Personen verhaftet wurden. Bezüglich dessen fordere ich, dass ihre Rechte respektiert und geschützt werden. Sie wurden ursprünglich von Einheiten der Generalstaatsanwaltschaft (PGR) festgenommen und befinden sich zur Zeit in der Migrationsstelle von Tenosique.

Schließlich bitte ich Sie darum, dass Sie unverzügliche Ermittlungen einleiten bzgl. des Motivs und der Vorgehensweise, mit der die Operation durchgeführt wurde. Dabei sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass bereits ein Dialog mit den mexikanischen Behörden bestand, der den Aufenthalt der Familien garantieren sollte. Die Verantwortung der öffentlichen Funktionäre, die die Menschenrechte der guatemaltekischen Flüchtlinge verletzt haben, sollte genau umgrenzt werden.

Es ist unabdingbar, dass die vertriebenen GuatemaltekInnen respektiert werden und ihnen Schutz gewährleistet wird. Sie könnten sich aufgrund von widrigen Umständen dazu gezwungen sehen, das Land zu verlassen.

 Quelle:  
  http://www.redtdt.org.mx/d_acciones/d_visual.php?id_accion=170 
 

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