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Einschüchterungen und Todesdrohungen gegen Margarita Martínez ...

... und die MitarbeiterInnen des Menschenrechtszentrums Fray Bartolomé de las Casas

Urgent Action (UA) vom 02.12.2010

  Hintergrund

Am 8. November 2009 drang die Polizei in das Haus der Familie von Margarita Martínez und Adolfo Guzmán in Comitán de Domínguez, Chiapas ein. Nachdem sie deswegen Anzeige gegen die Polizei erstattet hatten und daraufhin Drohungen bekamen, verlegten sie ihren Wohnsitz nach San Cristóbal de Las Casas.

Am 25. Februar 2010 wurde Margarita Opfer einer Entführung und tätlicher Gewalt, wo sie mit dem Tod bedroht wurde, sollte sie die Anzeige nicht zurücknehmen (Eilaktion von Frayba vom 26.02.2010). Seit dem 3. März 2010 wurden Margarita und ihrer Familie Schutzmaßnahmen der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte zuteil, weshalb sie durchgängig Polizeischutz seitens der Regierung des Bundesstaates Chiapas haben.

Aktuelle Vorkommnisse

Am 24. November wurde die Menschenrechtsverteidigerin Margarita Guadalupe Martínez Martinez (im Folgenden Margarita genannt) in der Stadt San Cristóbal de Las Casas bedroht. Nachdem sie sich mit einem Beamten des mexikanischen Büros des Hohen Kommissariats für Menschenrechte der Vereinten Nationen getroffen hatte, ging sie in ein nahegelegenes Café. Als sie dieses eine halbe Stunde später verließ, wurde sie von zwei nicht identifizierten Personen, welche mit einem weißen Pickup ohne Nummernschilder unterwegs waren, bedroht.

Da sie den für sie verantwortlichen Polizisten nicht vor dem Café finden konnte, lief sie alleine los. Auf der Strecke fingen sie zwei Männer ab. Einer befand sich im Inneren des Pickups, während sich ihr der andere auf einschüchternde Weise näherte und sagte: »Du läufst jetzt denn du steckst ganz schön in der Scheiße und hör gut zu was ich dir sage«. Er gab ihr Anweisungen, wo sie hinzulaufen habe. "(...) und mach ja keine Dummheiten denn wir überwachen dich auf Schritt und Tritt, deshalb schön vorsichtig, schön entspannt und ganz ruhig — geh jetzt und dann treffen wir dich dort. Mach keinen Blödsinn«

Sie lief zu dem ihr angegeben Ort. Während der gesamten Strecke wurde sie überwacht. Die gleichen Männer erteilten ihr sodann die Anweisung sich zum Friedhof zu begeben und sagten: »(...) du wirst dich dort mit deinen Verstorbenen treffen, denn schon bald wirst du bei ihnen sein«

Einer der Männer gab Margarita ein Papier und befahl ihr dieses zum Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de Las Casas (Frayba) zu bringen: »und sag Diego [Diego Cadenas, Direktor von Frayba], dass wir wissen, dass sie mit subversiven Gruppen zusammenarbeiten und dass wir die von Frayba genau identifiziert haben und wir sie einen nach dem anderen fertig machen, weil sie verdammte scheiß Arschlöcher sind, die nur den Staat destabilisieren und ihre Anstrengungen damit begründen im Namen der Bedürftigen und im Namen der Gerechtigkeit zu handeln. Welche Gerechtigkeit, nichts mit Gerechtigkeit, Scheißer«

Außerdem fügte er hinzu: »nicht nur wir überwachen dich, sondern noch viele mehr. Mach, was wir sagen oder du fängst dir drei Schüsse ein«

Aus Angst befolgte Margarita das ihr Aufgetragene. Nachdem sie am Friedhof war, machte sie sich auf zum José-Castillo-Tielemans-Markt, wo sie aufgrund des Verkehrs ihre Verfolger aus den Augen verlor. Dies nutzte sie, um zum Menschenrechtszentrum zu gehen. Dort übergab sie, gestresst von dem Vorfall, den Zettel, auf dem in aus Zeitungspapier ausgeschnittenen Buchstaben stand: »Diego, in Deinen Händen ist das Leben dieser Familie. Du wirst eine Anklage bekommen. Scheiß-Menschenrechtsverteidiger«.

Die Unterschriftenaktion ist bereits abgelaufen und kann nicht mehr online ausgefüllt werden. Sie wird hier nur noch textlich dokumentiert. UAs verfallen automatisch nach 6 Wochen, manchmal gibt es aber auch ein individuell definiertes Ende der UA.

Protestbrief (korrekte Anrede wird automatisch hinzugefügt)

El 24 de noviembre, en la ciudad de San Cristóbal de Las Casas, a las 11.45 hrs., Margarita Guadalupe Martínez Martinez (en adelante Margarita), defensora de derechos humanos, después de una entrevista con un funcionario de la Oficina en México del Alto Comisionado de las Naciones Unidas para los Derechos Humanos, se trasladó a un café y media hora después, al salir del lugar, fue amenazada por dos personas no identificadas, las cuales iban en una camioneta Ranger, color blanco, sin placas.

Margarita permaneció en el café alrededor de media hora, al salir se percató que el policía, quien era su custodio, en ese momento no se encontraba en el lugar. Según su testimonio, indica que caminó hacia una farmacia cercana, en el trayecto la interceptaron dos hombres, uno estaba al interior de una camioneta y el otro se le acercó de manera intimidante. La obligaron a realizar un recorrido al panteón municipal y al mercado José Castillo Tielemans, vigilándola y amenazándole de muerte a ella si no cumpliera con las indicaciones y dirigiendo amenazas de muerte verbales al personal del CDHFBC. Le entregaron un mensaje dirigido al director del CDHFBC, Diego Cadenas Gordillo, exigiéndole que se lo entregara a dicho Centro. Estando en el CDHFBC, en una situación de estrés, entregó el mensaje hecho de recortes de periódico que contenía lo siguiente: «Diego en tus manos está la vida de esta familia. Enfrentarás cargos. Defensores la verga”.

Es importante señalar que, debido a las agresiones que han tenido, Margarita y su familia, cuentan con medidas cautelares MC 52/10 de la Comisión Interamericana de Derechos Humanos (CIDH), por lo que tienen custodia policial para resguardar su vida, su integridad y seguridad personal.

El Centro de Derechos Humanos Fray Bartolomé de Las Casas es el representante legal de Margarita y su familia ante las autoridades judiciales y ha denunciado de manera reiterativa las violaciones a los derechos humanos de las que han sido víctimas y la impunidad en este caso.

Es lamentable que las medidas de protección a la vida, a la integridad física y psicológica se pongan en riesgo por la negligencia ante los hechos descritos con anterioridad, lo cual evidencia que el Estado mexicano, a través del gobierno del estado de Chiapas, está incumpliendo las medidas cautelares otorgadas por la CIDH.

Ante la gravedad de los hechos, que violentan la integridad física y psicológica de Margarita, su familia y de los integrantes del Centro de Derechos Humanos Fray Bartolomé de Las Casas, exijo al Gobierno mexicano:

(1) Cesen las amenazas de muerte y el hostigamiento hacia Margarita Guadalupe Martínez Martínez, Adolfo Guzmán Ordaz y sus menores hijos, así como garantizar la vida, integridad física y psicológica y seguridad personal de las personas mencionadas y se otorguen las medidas necesarias y pertinentes para garantizar la integridad física y psicológica y seguridad personal de los integrantes del Centro de Derechos Humanos Fray Bartolomé de Las Casas.

(2) Se realice una investigación independiente, inmediata, exhaustiva e imparcial en torno a los hechos arriba denunciados, con el fin de identificar a los responsables, llevarlos ante un tribunal competente, independiente, justo e imparcial y aplicarles las sanciones penales y/o administrativas previstas por la ley.

(3) Se ponga fin a todo tipo de amenazas y hostigamiento en contra de las personas anteriormente mencionadas y en contra de todos los defensores de derechos humanos en México.

(4) Que, de manera general, se garantice el respeto a los derechos humanos y las libertades fundamentales en todo el país, haciendo valer los tratados y convenios internacionales de derechos humanos firmados y ratificados por México.

Atentamente,

 Zum Auflisten der Anzahl der bisherigen Unterzeichner hier klicken!

Bisher haben 297 Person(en) diese Eilaktion unterzeichnet.

übersetzung

[Anrede],

mit diesem Schreiben möchte ich meine starke Besorgnis über die Morddrohungen und Akte der Einschüchterung gegen die Menschenrechtsverteidigerin Margarita Guadalupe Martínez Martínez und die MitarbeiterInnen des Menschenrechtszentrums Fray Bartolomé de Las Casas (Frayba) zum Ausdruck bringen.

Am 24.November wurde die Menschenrechtsverteidigerin Margarita Guadalupe Martínez Martinez (im Folgenden Margarita genannt) in der Stadt San Cristóbal de Las Casas bedroht. Nachdem sie sich mit einem Beamten des mexikanischen Büros des Hohen Kommissariats für Menschenrechte der Vereinten Nationen getroffen hatte, ging sie in ein nahegelegenes Café.

Margarita blieb ca. eine halbe Stunde in dem Café und bemerkte beim Verlassen, dass der für sie verantwortliche Polizist sich in diesem Moment nicht vor dem Café befand. Gemäß ihrer Aussage lief sie zu einer nahe gelegenen Apotheke. Auf der Strecke wurde sie von zwei Männern abgefangen. Einer befand sich im Inneren eines weißen Pickups ohne Nummernschild, während sich ihr der andere auf einschüchternde Weise näherte. Die Männer zwangen sie zuerst zum Friedhof und dann zum Markt José Castillo Tielemans zu gehen. Währenddessen wurde sie permanent überwacht und mit dem Tode bedroht, sollte sie sich nicht an die Anweisungen halten. Zudem wurden verbale Morddrohungen gegen die MitarbeiterInnen des Menschenrechtszentrums Fray Bartolomé de Las Casas gerichtet. Margarita wurde eine Nachricht übergeben, welche sich gegen den Direktor des Menschenrechtszentrums, Diego Cadenas Gordillo, richtet. Im Menschenrechtszentrum angekommen überreichte Margarita die aus ausgeschnittenen Zeitungsbuchstaben zusammengesetzte Nachricht: „Diego in deinen Händen liegt das Leben dieser Familie. Du wirst eine Anklage bekommen. Scheiß-Menschenrechtsverteidiger«.

Auf Grund vorangegangener Aggressionen wurden Margarita und ihrer Familie von der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte (CIDH) bereits Schutzmaßnahmen zugestanden, weshalb sie für den Schutz ihres Lebens, ihrer Integrität und persönlichen Sicherheit polizeilichen Schutz erhielt.

Das Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de Las Casas vertritt Margarita und ihre Familie rechtlich vor den Vollzugsbehörden und hat wiederholt auf die Menschenrechtsverletzungen, denen Margarita und ihre Familie ausgesetzt waren und die damit verbundene Straflosigkeit aufmerksam gemacht.

Es ist zutiefst bedauerlich, dass die Maßnahmen zum Schutz des Lebens sowie der physischen und psychischen Integrität nicht effektiv umgesetzt werden und damit Margarita und ihre Familie angesichts der oben beschriebenen Fakten fahrlässig in Gefahr gebracht werden. Dies zeigt deutlich, dass der mexikanische Staat, verkörpert durch die Regierung des Bundesstaates Chiapas, die von der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte zugestandenen Schutzmaßnahmen verletzt.

Angesichts der schwerwiegenden Vorfälle, die die physische und psychische Integrität von Margarita, ihrer Familie und den MitarbeiterInnen des Menschenrechtszentrums Fray Bartolomé de Las Casas bedrohen fordere ich die mexikanische Regierung auf:

(1) die Morddrohungen und Einschüchterungen gegen Margarita Guadalupe Martínez Martínez, Adolfo Guzmán Ordaz und deren Kinder zu unterbinden und das Leben, die physische und psychische Integrität sowie die persönliche Sicherheit der oben genannten Personen zu garantieren

(2) dass notwendige und sachgemäße Maßnahmen zugunsten der physischen und psychischen Integrität sowie der persönlichen Sicherheit aller MitarbeiterInnen des Menschenrechtszentrums Fray Bartolomé de Las Casas gewährleistet werden

(3) dass umgehend eine unabhängige, gründliche und unparteiische Untersuchung der oben beschriebenen Vorfälle eingeleitet wird mit dem Ziel die Verantwortlichen zu identifizieren, sie vor ein kompetentes, unabhängiges, gerechtes und unparteiisches Gericht zu stellen und die vom Gesetz vorgesehenen strafrechtlichen und / oder verwaltungsrechtlichen Sanktionen angewendet werden

(4) dass jede Form von Bedrohungen und Einschüchterungen gegen die oben genannten Personen und alle MenschenrechtsverteidigerInnen in Mexiko eingestellt werden

(5) dass im Allgemeinen der Respekt für die Menschenrechte und die grundlegenden Freiheiten garantiert werden und damit den von Mexiko ratifizierten Internationalen Menschenrechtsabkommen Rechnung getragen wird

Hochachtungsvoll,

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