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Zum Fall Samir Flores

Der landesweite spanische Umweltschutzverband Ecologistas en Acción fordert die Aufklärung über die Mitverantwortung spanischer Grossunternehmen an der Ermordung von Samir Flores

News vom 20.03.2019
übersetzt von Stefan Armborst

  Einen Monat nach der Ermordung des mexikanischen Umweltaktivisten Samir Flores Soberanes fordert Ecologistas en Acción die vollständige Aufklärung einer möglichen Miturheberschaft derjenigen spanischen Firmen, die am Proyecto Integral Morelos (PIM) der staatlichen mexikanischen Energiekommission beteiligt sind.

Der ermordete Menschenrechtsverteidiger war ein engagierter Gegner dieses ambitionierten industriellen Infrastruktur-Plans, der in Mexiko auf große Opposition stößt.

Der Grund dafür, dass Samir Flores am 20. Februar beim Verlassen seines Wohnhauses durch zwei Schüsse ermordert wurde, war sein Einsatz für die Erhaltung und Verteidigung seines heimatlichen Grund und Bodens. Dieses Engagement hatte ihn zu einem entschiedenen Gegner des Proyecto Integral Morelos (PIM) und der an ihm beteiligten transnationalen Unternehmen werden lassen, unter ihnen mehrere Unternehmen mit vorwiegend spanischer Kapitalbeteiligung. Ecologistas en Acción fordert von der mexikanischen Botschafterin in Spanien, Roberta Lajous Vargas, dass dieses Mordverbrechen vollständig aufgeklärt und der Gerechtigkeit Genüge getan wird.

Ebenso fordert der Umweltschutzverband die mexikanischen Behörden und speziell den Staatspräsidenten Manuel López Obrador auf, das umstrittene Megaprojekt sofort zu stoppen und die mögliche Verwicklung der konzessionsinnehabenden Unternehmen in die Ermordung von Samir Flores zu erhellen.

Das PIM-Projekt umfasst zwei Elektrizitäts-Kraftwerke, für deren Bau der spanischen Firma Abengoa Verträge erteilt worden sind. Zum anderen erhielt die Gruppe Elecnor/Enagas den Auftrag zum Bau einer Erdgasleitung von circa 160 Kilometer Länge. Diese Pipline soll nach Fertigstellung und Inbetriebnahme der beiden Kraftwerke diesen täglich 9 Millarden Liter Erdgas zuführen, wobei der Leitungsverlauf die Berghänge des noch aktiven Vulkans Popocatépetl durchschneidet und durch mehr als 60 Indígena- und Campesino-Dorfgemeinden der Provinzen Tlaxcala, Puebla und Morelos führt, die sich allesamt klar gegen das Projekt ausgesprochen haben.

Ecologistas en Acción erachtet es als unerlässlich, dass nicht nur die für den Mord verantwortlichen Täter ermittelt und vor Gericht gestellt werden, sondern dass auch die gegebenenfalls hinter dem Mordanschlag stehenden Organisationen zur Rechenschaft gezogen werden.

Berta Iglesias, Sprecherin von Ecologistas en Acción drückt es so aus: »Angesichts der verschärften ökologischen Krise, in der wir uns heute befinden, ist die Ausweitung des Verbrauchs an fossilen Brennstoffen inakzeptabel. Samir Flores war ganz dieser Überzeugung und forderte außerdem die volle Respektierung der indigenen Dorfgemeinschaften und deren Territorien. Ecologistas en Acción bedauert seinen Tod zutiefst. Kein Monat mehr soll vergehen, ohne dass der Gerechtigkeit Genüge getan wird!«

 Spanische Original-Quelle:  
  https://www.ecologistasenaccion.org/?p=117063


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