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Kampagne: Öko-Aktivist Pablo López Alavez seit 9 Jahren im Gefängnis

Öku-Büro München vom 11.09.2019

  Öko-Aktivist Pablo López Alavez
Öko-Aktivist Pablo López Alavez


Am 26. Juli 2019 besuchte das Ökumenische Büro für Frieden und Gerechtigkeit den Menschenrechtsverteidiger Pablo López Alavez im Zentrum für Resozialisierung Nr. 2 (CERESO) in Etla, Oaxaca. Pablo ist seit 9 Jahren unrechtmäßig in diesem Gefängnis inhaftiert.

Der indigene Zapoteker und Verteidiger wurde am 15. August 2010 in der Nähe des Río Virgen in seiner Gemeinde San Isidro Aloapam, Oaxaca willkürlich und gewaltsam festgenommen. Seitdem wird ihm aufgrund gefälschter Mordanklagen willkürlich die Freiheit genommen.

Als Vertreter seiner Gemeinde klagte Pablo López die illegale Abholzung des Waldes an und forderte seinen Erhalt. Seine Inhaftierung veranschaulicht die Kriminalisierung als Folge der legitimen Verteidigung von Land und Territorium in Mexiko. Im Juni 2017 wurde sein Fall von der Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen für willkürliche Inhaftierung aufgegriffen, die in ihrer Stellungnahme 23/20171 die Inhaftierung als willkürlich bezeichnete und seine sofortige Freilassung und Behebung des Schadens forderte. Im November 2018 wurde jedoch seine Verurteilung zu 30 Jahren Haft bestätigt. Der Fall ist von Unregelmäßigkeiten geprägt, die von den Vereinten Nationen und anderen Menschenrechtsorganisationen2 anerkannt wurden. Die Forderung nach Gerechtigkeit hält bis heute an.

Kürzlich wurde von 24 nationalen und internationalen Organisationen eine internationale Kampagne gestartet. Zahlreiche Organisationen und Persönlichkeiten haben sich der Forderung angeschlossen, darunter Michel Forst, der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für die Situation der Menschenrechtsaktivisten.


Fußnoten



1) Diese Stellungnahme ist eine von sechs der Arbeitsgruppe zu Fällen von kriminalisierten Menschenrechtsverteidiger*innen in Oaxaca, die meisten davon Indigene und alle mit einem ähnlichen Mustern von Folter und schweren Menschenrechtsverletzungen. Die Fälle von Damián Gallardo und Enrique Guerrero, die von 2016 bis zu ihrer Freilassung 2018 vom Ökumenischen Büro begleitet wurden, sind zwei der Stellungnahmen der UN-Arbeitsgruppe.

2) Empfehlung 11/2015 des Büros für Menschenrechtsverteidigung des Volkes von Oaxaca

Weitere Informationen (auf Spanisch) unter:

 Quelle:  
  https://s.chiapas.eu/alavez 
 

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