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Urgent Action: FRAYBA San Cristóbal de Las Casas, Chiapas

Urgent Action (UA) vom 11.12.2019
übersetzt von lisa - colectivo malíntzin

  frayba-libertad-para-juan

Centro de Derechos Humanos
Fray Bartolomé de Las Casas

San Cristóbal de Las Casas, 9. Dezember 2019

Urgent Action Nr. 8:
Todesdrohungen gegen Menschenrechtsverteidigerin und gegen das Menschenrechtszentrum FRAYBA in San Cristóbal de Las Casas, Chiapas, Mexiko



• Die Regierung von Rutilio Escandón verbleibt gleichgültig gegenüber der Gefahren-Situation, in der sich diejenigen befinden, die die Menschenrechte verteidigen •

Das Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de Las Casas (FRAYBA) äußert hiermit seine Besorgnis über die große Gefahr, die für Leben, Integrität und persönliche Sicherheit derjenigen besteht — die das Familienangehörigen-Kollektiv der Gefangenen im Kampf (1) bilden, sowie die Equipe des FRAYBA selbst. Wir haben im November und jetzt im Dezember Todesdrohungen und Einschüchterungen erhalten, werden beobachtet und drangsaliert. Das alles im Zusammenhang mit dem Kampf um die Freiheit von Gefangenen der Pueblos originarios (2) — im besonderen für Juan de la Cruz Ruiz.

Die Drohungen begannen am 12. November 2019, als um ca. 22 Uhr ein schwarzes Auto mit verdunkelten Scheiben einen Umschlag dort hinterließ, wo eine Menschenrechtsverteidigerin des Familienangehörigen-Kollektiv der Gefangenen im Kampf wohnt.

Der Brief enthielt eine Botschaft aus Zeitungsausschnitten: Faro: Katastrophale Warnung, fordert Hilfe für… (aus Sicherheitsgründen wird der Name der Menschenrechtsverteidigerin hier nicht genannt); sie ist in Todesgefahr; das Leben ist sehr kurz, der Tod unvermeidlich; Eine mehr; November; pass‘ auf, es geht darum, sein Leben zu retten. Es bleibt zu erwähnen, dass »Faro« der Nachname des Direktors des FRAYBA ist.

Am 19. November 2019, um 8 Uhr 25 wurde im Wohnhaus der Menschenrechtsverteidigerin eine neue Botschaft entdeckt, in der ihr Name, wie es scheint, mit Blut geschrieben wurde. Am gleichen Abend um 21 Uhr wurde im Haus eines Mitglieds des FRAYBA ein Werbezettel eines Beerdigungsinstituts gefunden. Bleibt zu erwähnen, dass in keinem anderen Haus der Nachbarschaft ein solcher zu finden war. Als Folge dieser Drohungen haben wir (auch) verstärkte Überwachung und Drangsalieren dokumentieren können — sowohl gegenüber Familien der Gefangenen wie auch Organisationen und Kollektiven, die sie begleiten. Bis zum heutigen Tag gab es noch keine adäquate Antwort in Bezug auf einen Schutz durch die entsprechenden Mechanismen von Seiten des mexikanischen Staats.

Die Menschenrechtsverteidigerin machte eine Anzeige bei der Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaats Chiapas, und wir als FRAYBA diverse schriftliche Interventionen an bundesstaatliche wie staatliche Verantwortliche. Trotz allem wird eine Garantie und ein Schutz von Seiten des mexikanischen Staates nicht wirksam, wird die Gefahrensituation nicht kleiner. Nach den gegebenen Umständen bewerten wir das so, dass diese Gefahrensituation von den Agenten des Staates selbst kommt.

Nach einem Regierungsjahr von Rutilio Escandón (3) besteht die Nichtbeachtung, die Gleichgültigkeit und keinerlei Antwort — in Bezug auf die Situation der Menschenrechte — der Tatbestand der Blockade gegenüber der Forderung nach Gerechtigkeit, der Tatbestand der Diskriminierung von Personen der Pueblos originarios — fort.

Darum fordern wir die bundesstaatliche Regierung und die mexikanische Regierung auf:

  • die Todesdrohungen, die Überwachung, Einschüchterung und das Drangsalieren von Mit-glieder*innen des Familienangehörigen-Kollektiv der Gefangenen im Kampf und des FRAYBA, sowie ihren Solidaritätsnetzwerken, zu beenden.
  • Leben, Integrität und persönliche Sicherheit der oben benannten Menschenrechtsverteidiger *innen — sowie der Gefangenen, die sich in La Voz de Indígenas en Resistencia, La Verdadera Voz de Amate, Viniketik en Resistencia organisieren — zu garantieren.
  • die entsprechenden sofortigen Maßnahmen zur Freilassung von Juan de la Cruz Ruiz, Adrián Gómez Jiménez, Abraham López Montejo, Germán López Montejo und Marcelino Ruiz Gómez zu ergreifen — die willkürlich ihrer Freiheit beraubt und deren Menschenrechte durch den mexikanischen Staat verletzt wurden.


Kurz vor dem Internationalen Tag der Menschenrechte (am 10. Dezember) ruft das FRAYBA die Mexiko weiten und internationalen Solidaritätsnetzwerke dazu auf, den mexikanischen Staat dazu zu drängen, seine Verpflichtung zum Schutz derjenigen, die die Menschenrechte verteidigen, zu erfüllen:

 Unterschreibe bitte diese Urgent Action:  
  https://frayba.org.mx/amenazas-de-muerte-a-defensora-y-al-frayba/


Fußnote des FRAYBA:
(1) Kollektive, Organisationen, Familienangehörige haben — während mehr als neun Monaten — Aktionen zur juristischen und politischen Verteidigung gemacht, sowie Gespräche mit bundesstaatlichen wie staatlichen Verantwortlichen — mit dem Ziel, die Freiheit der Gefangenen aus dem Maya-Pueblo der Tsotiles zu erlangen. Die Gefangenen waren der Folter und groben Rechts- verletzungen während ihrer Prozesse ausgesetzt. Sie organisieren sich in La Voz de Indígenas en Resistencia, La Verdadera Voz del Amate und Viniketik en Resistencia.
Siehe den Brief der Gefangenen im Kampf vom 9.12.2019:
http://chiapasdenuncia.blogspot.com/

 Anhang  
  Text als formatiertes PDF


Anmerkung der_die Übersetzer_in:
(2) Verbleibt im Original, da Selbstbezeichnung; wörtlich übersetzt: »ursprüngliche/originäre Gemeinschaften/ Völker/ Gemeinden«
(3) Gouverneur von Chiapas, MORENA-Partei

 Quelle:  
  https://frayba.org.mx/amenazas-de-muerte-a-defensora-y-al-frayba/ 
 

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