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Umweltnotstand in Mexiko

Bündnis appelliert an deutsche Unternehmen

Mexiko-Koordination vom 05.11.2020

  Umweltnotstand in Mexiko - Bündnis appelliert an deutsche Unternehmen

MISEREOR, DEUTSCHE MENSCHENRECHTSKOORDINATION MEXIKO, ÖKUMENISCHES BÜRO FÜR FRIEDEN UND GERECHTIGKEIT

Aachen, Stuttgart, München, 5. November 2020. In sechs mexikanischen Bundesstaaten verschmutzen Industrieunternehmen seit Jahrzehnten Wasser, Luft und Böden, die Bevölkerung leidet infolgedessen unter gravierenden Gesundheitsschäden. Auch deutsche Konzerne wie VW und ZF betreiben Werke in Mexiko und stehen im Verdacht, zu den Schäden beigetragen zu haben.

Die aus EU-Parlamentarier*innen, Wissenschaftler*innen und internationalen Nichtregierungsorganisationen bestehende »Toxi-Tour« besuchte im vergangenen Jahr die betroffenen Regionen. Im Rahmen einer virtuellen Rundreise in Deutschland fordern MISEREOR, das Ökumenische Büro München und die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko sowie mexikanische Partnerorganisationen die Firmen dazu auf, Verantwortung zu übernehmen und Maßnahmen zum Schutz der Menschen und der Natur einzuleiten.

»Die transnationalen Unternehmen wenden in Mexiko deutlich niedrigere Normen zum Schutz der Umwelt an«, berichtet der Toxikologe Peter Clausing von der Organisation México vía Berlin. »Hier wird deutlich, wie dringend wir ein Lieferkettengesetz in Deutschland und Europa brauchen: Deutsche Firmen müssen auch im Ausland Sorge tragen, dass durch ihre Tätigkeiten keine Menschenrechte verletzt werden und ihre Zulieferer Umweltstandards nach deutschen Maßstäben einhalten.«

Die von MISEREOR geförderte Organisation »Centro Fray Julián Garcés« macht seit vielen Jahren auf die dramatische Zerstörung der Umwelt in Tlaxcala aufmerksam. Dieser Bundesstaat gehört gemeinsam mit der Hauptstadtregion und den Bundesstaaten Mexiko und Puebla zu einem der vier wichtigsten Industriezentren Mexikos. Mehrere wissenschaftliche Studien, unter anderem der renommierten Nationalen Universität Mexikos (UNAM), konnten den direkten Zusammenhang zwischen den Abfällen aus der Industrieproduktion, der Verschmutzung des Flusses Atoyac und der Häufung von Krankheitsfällen bei der Bevölkerung nachweisen. Dazu gehören Fälle von Krebs, Nierenschäden, Fehlgeburten und Fehlbildungen bei Neugeborenen.

In Folge der „Toxi-Tour« im vergangenen Jahr, an der sich auch die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko beteiligte, sind erste Erfolge zu verzeichnen: In den sechs betroffenen Regionen wird die Forderung nach Ausrufung eines Umweltnotstands immer lauter. Die Regierung erwägt, ein Programm zur Beseitigung der Schäden zu erarbeiten. Alejandra Méndez Serrano, Direktorin des „Centro Fray Julián Garcés« begrüßt diesen Schritt: „Unsere Gespräche in Deutschland sollen jetzt dazu beitragen, die internationale Dimension der Problematik zu verdeutlichen«, betont sie.

Im November werden Vertreter*innen der Organisationen »Centro Fray Julián Garcés” aus Tlaxcala und »Un Salto de vida« aus Jalisco virtuell an Veranstaltungen in München (7.11.), Berlin (13.11.), Leipzig (14.11.), Hamburg (18.11.), Frankfurt (25.11.) und Köln (27.11.) teilnehmen.

Weitere Informationen und alle Termine finden Sie unter:
www.mexiko-koordination.de/2020/10/28/virtuelle-veranstaltungsreihe-zur-toxitourmexico-berichte-aus-den-hotspots-der-umweltzerstoerung/?l=de

Ansprechpersonen:


Jana Echterhoff, Misereor, jana PUNKT echterhoff (AT) misereor PUNKT de  
Tobias Lambert, Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko, lambert (AT) mexiko-koordination PUNKT de  

 Anhang 1  
  Pressemitteilung-ToxiTour-Mexiko.pdf


 Anhang 2  
  ToxiTour-Rundreise-05-27-11-2020.pdf


Video zur #ToxiTour





Die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko ist ein Netzwerk von:


Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat, Amnesty International Deutschland e.V., Brot für die Welt, CAREA e.V., Initiative Mexiko, Mexiko-Initiative Köln/Bonn, México vía Berlin, Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR, Missionsprokur der deutschen Jesuiten, Missionszentrale der Franziskaner, Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit e.V., Pacta Servanda e.V., Partner Südmexikos, e.V., pax christi Kommission Solidarität Eine Welt, Promovio e.V. und Zapapres e.V.

 Quelle:  
  https://www.mexiko-koordination.de/2020/10/28/virtuelle-veranstaltungsreihe-zur-toxitourmexico-berichte-aus-den-hotspots-der-umweltzerstoerung/?l=de 
 

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