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Marcos eröffnet den Plan für die Zapatistische Reise

 

Worte von Subcomandante Marcos in der Vollversammlung der Anderen Kampagne am Freitag, 16. September 2005

Text von Subcomandante Marcos vom 16.09.2005
Subcomandante Insurgente Marcos
übersetzt von Dana

  Compañeros und Compañeras, gemäß unserer Tradition der Knappheit, informiere ich Sie wie die Unterstützungskampagne bei ihrem Abschluss an diesem 11. September geendet hat, zwei Monate nach unserem ersten Aufruf: 55 politische linke Organisationen haben sich angeschlossen, von anderthalb Monate waren es 30; 103 indigene Organisationen und indigene Völker aus Mexiko, und vor anderthalb Monate waren es 32; 162 soziale Organisationen und Bewegungen, und vor anderthalb Monate waren es 47; 453 Nichtregierungsorganisationen, Kollektive und Gruppen, und vor anderthalb Monate waren es 210; 1624 Individuen oder Einzelpersonen in Vertretung ihrer Familien, Nachbarschaftsviertel oder Gemeinden, und vor anderthalb Monate waren es 690.

Compañeros und Compañeras, heutzutage sind Modelle der Redekunst sehr angesagt: da gibt es zum Beispiel das Modell: "Was ist meine Schokoladenseite?" Wie Catherine Deneuve das sagt, le gauche — die Linke, und dann stellt sich jemand so hin und fängt an zu reden als ob er über das Gesagte wirklich nachdenken würde. Er geht auf Sendung mit präzisen Worte, und er macht lange Pausen, nicht weil er geistig minderbemittelt wäre, sondern weil das mehr Zeit vor der Kamera beansprucht: ich mache Pausen. Und er verwendet diese Technik, weil sich niemand die Morgenkonferenzen ansieht, also gibt es auch keine Werbung, die sie zwischen den Pausen einschalten könnten. Dann gibt es da auch die Methode Macht gegen Polemik: "Señor Subcomandante Marcos, was haben Sie zu Andrés Manuel López Obrador und der PRD zu sagen?" — "Nur das was mein kleiner Finger sagt." (der mittlere). Es gibt andere rhetorische Methoden, die ebenfalls sehr in Mode sind: "Meine Krone ist abgefallen und das ist mein Büstenhalter." . . . es gibt das genealogische Modell: "Mein Papa hat mit beigebracht, dass jene die Mexiko lieben es ganz verkaufen, nicht nur stückweise." Dann gibt es das Modell Selbstherabwürdigung: "Ich bin mittelmäßig, deshalb will ich Präsident sein."

Das sind im großen und ganzen Rednerstille, die von Imageberater empfohlen werden, und sie sind sehr teuer. Ich kann ihnen ein paar Phrasen ganz umsonst geben. Es gibt andere Methoden der Rhetorik. Da gibt es die Methode "Schließen Sie alle die Augen", und hier teilt sich das Publikum zwischen die Schlechtdenker, die sich die Geldbörsen schnappen, und die Gutdenker, die sagen: "Ich dachte schon Sie würden niemals fragen." ... Die Methode "Wir fassen uns jetzt alle an den Händen", und dann beginnt die Person neben einem nach Luft zu schnappen und mit den Augen zu rollen, "Was ist los, Compañero, Compañera?" — "Das ist nicht meine Hand". Dann gibt es da den Wortwitz "Compañeros und Compañeras, bitte seinen Sie vorsichtig, wir befinden uns in einem Loch." Dann gibt es da die Techniken, die wir in den Vorbereitungstreffen gelernt haben, wo jemand damit anfängt zu sagen: "Ich werde mich kurz fassen", und eine halbe Stunde später versteht man weshalb. Dann ist da noch die Methode der didaktischen Hilfe: "Eins, zwei, drei, vier ... abstimmen."

Dann gibt es da auch die Methode die oben sehr oft verwendet wird, die eine mit dem mahnend erhobenen Zeigefinger: "Verehrtes Bundeskongress...", ich werde nicht sagen wer das tut, weil. . . Dann gibt es ein anderes, das auch oft verwendet wird: er ist tiefgebeugt, weil er das Gewicht der Verantwortung für die ganze Welt auf seine Schultern trägt: "Wir müssen ernst sein, wir dürfen nicht lachen (schlägt auf den Tisch) . . . lachen, Compañeros, und wir müssen auch lachen, den das was wir vorhaben ist sehr ernst."

Was wir gemeinsam tun werden, ist dieses Land von unten aufzurütteln, es zu erheben, auf den Kopf zu stellen. Damit alle Entbehrungen frei sichtbar sind, all die Verachtung, all die Ausbeutung. Wir werden es aufrütteln, und vielleicht werden wir entdecken, dass es nicht vollständig ist. Das es nicht so sein sollte. Dann werden wir es wieder ausbreiten müssen, ohne irgend ein anderes Oben und Unten, außer denen, die durch seine Berge, Täler, Flüsse und Seen bestimmt werden, und dann werden wir alles wieder zusammenfügen, von neuem, vom Pazifischen zum Atlantischen Ozean, und vom Rio Grande zum Suchiate, und dann wird es endlich anfangen müssen zu laufen.

Was wir erbauen müssen, sollte nicht auf Rednertribünen entschieden werden, durch Charisma oder durch Geschicklichkeit oder Mängel in der Rhetorik. Es sollte unten entdeckt, unten entschieden und von unten gearbeitet werden. Tribünen sollten nur dazu dienen, ein Wort und viele Zuhörer zu versammeln. Ihr Stellenwert sollte sekundär sein, den sie bezeichnen von vorneherein eine Auswahl und ein Ausschluss. Wir trauen keinen Rednern.

Wir müssen uns auf eine Mobilisierung vorbereiten, aber die Compañeros und Compañeras müssen sich auch auf Repression vorbereiten. Als Oberstleutnant Moisés zu uns sprach, erklärte er wie die Neubesetzungen geplant und organisiert werden. Wir raten dazu, dass die sozialen, politischen, Nichtregierungsorganisationen, alle die es gibt, ihre Ersatzleute klar und eindeutig bestimmen, damit die Andere Kampagne durch repressive Aktionen nicht führungslos bleibt, und weitermachen kann.

Wir müssen lernen unsere Gefangenen und unsere Unterdrücker beim Namen zu nennen. Auf einem der Treffen war von dem Fall der Repression in Guadalajara gegen die jungen Altermundistas die Rede. Die Sprecher konnten die Namen der Gefangenen nicht nennen. Das ist unglaublich. Wir, als die andere Kampagne können das nicht tun. Wir müssen unsere Compañeros gegenüber loyal sein und niemanden allein lassen, noch jemanden vergessen. Und ich werde hier, in einem der Extreme, zwei Compañeros beim Namen nennen, die Gefangene sind und die — wenn man ihren Verwandten glauben darf, die an einem Treffen teilgenommen haben — sich der Sexta angeschlossen haben. Es sind der Compañero Jacobo Silva Nogales und die Compañera Gloria Arena Asís, gefangene Mitglieder der Revolutionären Armee des Aufständischen Volkes (ERPI).

Ich werde jetzt ein Gedicht von Jacobo Silva Nogales vorlesen, mit dem Titel "Sekundäreffekte", das er vor genau zwei Jahren im Almoloya Gefängnis geschrieben hat:

Wenn ich könnte, würde ich
dort oben am Eingang
zum Eingang, ein Schild aufstellen
mit der Aufschrift: "Warnung,
mit Vorsicht verfahren."
In sehr hohen Dosierungen,
kann dies zu Trauer führen,
Angstanfälle, Neurosen, Schlaflosigkeit,
Depression, Selbstmordversuche,
Familiendesintegration, Einsamkeit, Bitterkeit,
Abhängigkeit von Medikamente oder Drogen,
von faden Fernsehprogramme,
jeder Art von Sport, von Unterhaltung,
von Schlaf
mit offenen oder geschlossenen Augen,
Klaustrophobie, vielleicht Narzissmus,
Onanie oder Veränderung der sexuellen Orientierung.
Ein kurzer Kontakt verursacht möglicherweise
unterdrückte Wut, einen Knoten im Hals, ein Brennen in den Augen.
Eine längere Aussetzung,
auch indirekt,
kann verhärtete Herzen hervorrufen,
härter noch als Felsen,
und in Extremfälle,
versteckter Sadismus hinter strengen Gesichtern,
sehr ernst.
Dies sind die Regeln.
In empfindsame Herzen,
kann es eine Sehnsucht nach Veränderung verursachen
und ein paar kleine Tropfen Bemühung.
Und die letzte Zeile
Des Etiketts würde lauten:
Anstatt des ewigen "fragen Sie ihren Arzt",
ein einfaches und klares:
"fragen Sie sich selbst
und verdammt tun Sie irgendetwas!"

10. August 2003, Almoloya von Juárez
- Jacobo Silva Nogales

Die Andere Kampagne sollte unsere Gefangene und Verschwundene beim Namen nennen, aber auch unsere Toten. Wenn wir diese Arbeit tun, blicken wir nicht in die Zukunft, oder wir tun es doch, aber rückwärts: indem wir Richtung Vergangenheit blicken, auf unsere Toten. Wenn wir nur vorwärts blicken tauchen Hemmungen auf, der Realismus, dass man "erwachsen handeln muss, mit Vorsicht"; dass man "über die Folgen nachdenken muss", und "tun wir das nicht", "tun wir nicht das andere", "sei vorsichtig".

Verwandeln wir gemeinsam die Verschuldung, die wir angesammelt haben in Schulden. Lasst uns für sie kämpfen, für unsere Toten, und für uns selbst. Dann wir es ein Morgen geben, mit seiner eigenen Stärke, und es wird zweifellos anders sein.

Wenn wir in die Zukunft blicken während wir vergessen woher wir kommen, werden sich Hemmungen bilden, gesunder Menschenverstand, Vorsicht, Furcht, Ergebenheit und der schlimmste Verrat von allen, der Verrat an uns selbst.

In dem Versuch Freiheiten an kommende Generationen weiterzugeben, würden wir ihnen Ketten und Lasten weiterreichen. Erlauben wir ihnen ihr eigenes Schicksal zu entscheiden, denn das und nichts anderes, bedeutet es frei zu sein.

Auf diese Weise wird die Welt ein wenig besser sein, und andere, später, werden ihr Form geben, Richtung, Pfad, Geschwindigkeit und Schicksal. Denn nichts kann vergessen werden: es wird immer etwas fehlen, das fehlt.

Die EZLN setzt für die Eigene Kampagne und die Sechste Erklärung aus dem Lakandonischen Urwald ihr Leben ein, ihr Überleben als Organisation, ihre moralische Autorität, die bescheidenen Fortschritte, die sie erzielt hat. Kurzum, alles was wir haben. In Austausch dafür bitten wir nur: alles für alle, nichts für uns.

Überlegen Sie sich alle, wie viel Sie in dieses Unternehmen investieren werden, und was Sie bereit sind zu tun. Dann, im Einklang damit, legen Sie ihr Engagement fest und was Sie in Austausch dafür erwarten.

Die Einheit, die wir brauchen, ist nicht diejenige an die wir gewöhnt sind, Einheit als Hegemonie und Homogenität. Jemand der gewinnt und alle anderen anführt und sie gleich macht. In dieser Einheit gewinnt jemand und verliert jemand, aber nicht derjenige, der verlieren sollte, der von oben.

Eine Einheit zu errichten, die nach Hegemonie und Homogenität dürstet, ist zum Scheitern verurteilt.

Vor ihre Abreise, gab mir Ramona diese Stickerei, die sie angefertigt hatte während sie sich in Mexiko Stadt von ihrer Krankheit erholte. Sie gab es jemanden von der Zivilgesellschaft, die es uns in eins der Vorbereitungstreffen zurückbrachten. Ich gab es ihr, sie gab es mir zurück und sagte: "Das ist es, was wir von der Anderen Kampagne wollen". Diese Farben, nicht eine mehr, nicht eine weniger.

Vielleicht müssen wir Einheit wie Ramonas Stickerei verstehen, auf der alle Farben und alle Formen ihr Platz haben. Es gibt keine Homogenität, noch Hegemonie.

Die Einheit, letztendlich, als Einigung auf ein Pfad verstehen.

Und diese Einheit bedeutet, vor allem anderen, Loyalität zu unsere Compañeros. Wir, die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung, bieten Ihnen unsere Loyalität als Compañeros an: genau so wie wir sie unseren Gemeinden und Truppen entgegenbringen.

Es geht darum, dass der Niemand, der wir sind, seinen Platz, sein Pfad und sein Schicksal verteidigt, und vor allem, die Vielheit von Füssen und Arten des Gehens in der Anderen Kampagne.

Lassen wir in allem Raum für Vorstellungskraft. Was stattfinden wird, Compañeros und Compañeras, wird sicher anders sein als wir uns das vorstellen. Hoffentlich wird es besser sein, und hoffentlich wird es nicht die Lasten tragen, die wir weiterreichen könnten. Möge es auch frei von uns sein.

Vor langer Zeit gab es ein Gedicht, das in ein Lied verwandelt wurde, und dann in eine Hymne. Die Worte wurden zusammen mit seiner Bedeutung verschnitten. Ich werde es nun paraphrasieren: keine Diktatoren mehr oder oberste Retter, kein Cäsar, keine Bourgeoisie, kein Gott; weder Andrés noch Marcos, Niemand wird sich selbst erlösen. Das war Teil der Internationalen, ist jetzt aber verändert.

Compañeros und Compañeras:

DER PLAN

Ich werde Ihnen die Kriterien vorstellen, anhand derer das Sechste Komitee der EZLN herauskommen wird:

Finanzen: Es wird keine Bankkonten geben. Reisen, Unterkunft und Ernährung der Delegation des Sechsten Komitees werden nur durch die Unterstützung derer getragen werden, die sich in den Bundesstaaten, Regionen und Bezirke organisiert haben. Alle Spenden werden an die Delegation gehen, und von ihr gesammelt werden, oder sie werden ihnen Geld schicken, damit sie an ihre Orte kommen können. Die zapatistische Delegation wird eine Abrechnung für alles vorlegen, was sie an jeden Ort erhalten hat.

Persönliche Geschenke werden nicht akzeptiert, auch keine symbolischen. Alles was jemand schicken möchte, sollte an die Gemeinden geschickt werden.

Historiker berichten, wenn wir ihnen glauben wollen, dass die Orte in Mexiko in denen kritische antikapitalistische Gedanken und Bemühungen zur Errichtung einer neuen Gesellschaft mit neuen sozialen Beziehungen zuallererst entstanden, die Küste von Chiapas und die Yucatán Peninsula waren, unter den Kaffee- und Agavefaserarbeitern. Dort wird die Andere Kampagne ihren Anfang nehmen.

Die zapatistische Delegation wird dort beginnen, wo sie 12 Jahre zuvor begonnen hat, an einem 1. Januar, in San Cristóbal de Las Casas, am 1. Januar 2006.

Die Woche vom 2-8 Januar: Chiapas Vom 9.-15. Januar; Yucatán und Quintana Roo Vom 16.-22. Januar: Campeche und Tabasco Vom 23.-29. Januar: Veracruz Vom 30. Januar — 5. Februar: Oaxaca Vom 6.-12. Februar: Puebla Vom 13.-19. Februar: Tlaxcala Vom 20.-26. Februar: Hidalgo Vom 27. Februar — 5. März: Querétaro Vom 6.-12. März: Guanajuato und Aguascalientes Vom 13.-19. März: Jalisco Vom 20.-26. März: Nayarit und Colima Vom 27. März — 2. April: Michoacán Vom 3.-9 April: Guerrero Vom 10.-16. April: Morelos Vom 17.-23. April: Mexiko Stadt und D.F. Vom 24.- 30. April: D.F. und Mexiko Stadt Vom 1.-7. Mai: San Luis Potosí Vom 8.-14. Mai: Zacatecas Vom 15.- 21. Mai: Nuevo León und Tamaulipas Vom 22.-28. Mai: Coahuila und Durango Vom 29.Mai — 4. Juni: Chihuahua und das erste Treffen mit den Chicano Compañeros von der anderen Seite Vom 5.-11.Juni: Sinaloa und Sonora Vom 12.-18. Juni: Baja California Nord, Baja California Süd und das zweite Treffen mit Mexikaner von der anderen Seite. Vom 19.-25. Juni: wir schlagen vor am Samstag, dem 24. Juni, in der Nacht von San Juan, ein Bericht an die Vollversammlung in D.F. und Mexiko Stadt abzuhalten.

Die erste Rundreise wird, wie ich bereits erklärt habe, in Januar beginnen und in Juni enden. Delegierter Zero, wie wir ihn nennen, das heißt ich, wird zunächst das Land sechs Monate lang bereisen, um Bundesstaatstreffen für die Andere Kampagne abzuhalten, und den Transport, Behausung, Ernährung und Reisepläne für das Sechste Komitee auszuarbeiten. Es werden auch bilaterale Treffen mit den Compañeros die darum ersuchen, in den jeweiligen Staaten erfolgen.

Die zweite Rundreise dauert von September 2006 bis März 2007. Eine andere Delegation wird erscheinen, nämlich die nationale Delegation und die regionale oder staatliche Delegationen. Das Sechste Komitee der EZLN wird eine Gruppe bilden, die durch das ganze Land reist, und andere Gruppen, die sich in den Staaten oder Regionen einrichten um dort die Andere Kampagne zu führen.

Die nationale Delegation wird bilaterale Gespräche und Treffen in allen Bundesstaaten des Landes halten. Während das fortschreitet werden regionale Delegationen eingerichtet, die beginnen werden die Kämpfe, Widerstände und Rebellionen zu besuchen.

In April 2007 werden die nationalen und regionalen Delegationen von einem neuen Team ersetzt werden.

Und so weiter bis wir fertig sind, wenn wir fertig werden.

Was wir in dieser Diskussion allen vorschlagen, ist dass es keine Bankkontos geben soll. Keine "progressive" Geschäftsperson wird sich einschleichen, wie sie es anderen erzählen.

Dass wir alle mit der Hilfe der Leute unterstützt werden, durch Spenden, durch boteo, was auch immer, und stets eine klare Abrechnung vorlegen.

Ohne irgendeine Hilfe von Institutionen oder institutionellen politischen Parteien.

Teams werden in den einzelnen Bundesstaaten organisiert werden um die soziale Lage in allen Staaten einzuschätzen, und die Forderungen und Kämpfe zu sammeln, die sie im Verlauf der Anderen Kampagne durch die Staaten, Regionen und Sektoren entdecken.

Wir schlagen vor keine Sonderkomitees zu bilden. Sie würden lediglich Pflichten vermehren und Bürokratien schaffen.

Was Menschenrechte anbetrifft, so wie wir das sehen, haben wir in der Anderen Kampagne als Unterstützer der Sexta, die besten auf Menschenrechte spezialisierten Nichtregierungsorganisationen in ganz Mexiko. Ich sehe keinen Grund weshalb wir eine andere Sonderkommission bilden sollten.

Was die Propaganda angeht, haben wir Gruppen und Kollektive, und ich habe einige ihrer Publikationen gesehen und die Dinge, die sie tun, und sie sind wirklich sehr gut, von sehr guter Qualität und das alles. Also schlage ich vor, dass so weit das angeht, alle ihre eigene Sache machen.

Was das Geschlechtsspezifische angeht, die Compañeras haben schon eine lange Zeit mit diesem Thema gearbeitet. Das gleiche gilt für Unterschiede und jene, die sich bereits dafür engagieren. Anders ausgedrückt, die indigenen Völker organisieren sich selbst, genau wie die Homosexuellen, Lesben etcetera.

Compañeros und Compañeras:

Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung

Mexiko

Im Namen der Frauen, Männer, Kinder und Alte der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung, übergebe ich formell und auf gemeinsame Weise, die Sechste Erklärung aus dem Lakandonischen Urwald und die Andere Kampagne, an die politischen Organisationen, indigenen Organisationen und Völker, sozialen Organisationen und Bewegungen, Nichtregierungsorganisationen, Gruppen und Kollektive, Familien und Individuen, die sich der Sexta angeschlossen und sich verpflichtet haben in einer Kampagne zu arbeiten, die in alle Ecken Mexikos reisen wird zu denen man uns einlädt, um durch eine andere Art Politik zu betreiben, zuzuhören und die Kämpfe, Widerstände und Rebellionen in Erfahrung zu bringen, sie zu unterstützen, und sich mit ihnen zu verbünden, für den Aufbau eines nationalen Programms des antikapitalistischen Kampfes und der Linken.

Die Sexta und die Andere Kampagne gehören nicht länger nur der EZLN, sondern allen, die sie annehmen.

Für das Geheime Revolutionäre Indigene Komitee — Generalkommandantur der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung

Comandanta Ramona,
Comandanta Susana,
Comandanta Esther,
Comandanta Miriam,
Comandanta Hortensia,
Comandanta Gabriela,
Comandante David,
Comandante Tacho,
Comandante Zebedeo,
Comandante Ramón.

Für die aufständischen Truppen und Miliz der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung Oberstleutnant Insurgente Moisés

Für das Sechste Komitee der EZLN Subcomandante Insurgente Marcos

Caracol La Garrucha, Autonomer Zapatistischer Bezirk in Rebellion Francisci Gómez, Chiapas, Mexiko

16. September 2005

Es gehört Ihnen, Compañeros.

 Quelle:  
  http://www.ezln.org.mx/ 
 

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