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Kommuniqué des CNI-CIG, Teil 2

Radio Zapatista vom 13.12.2021
übersetzt von KaRa

  Alarmbereitschaft angesichts der neoliberalen Gewaltoffensive der schlechten mexikanischen Regierung (zweiter von drei Teilen)

13. Dezember 2021

An die Bevölkerung Mexikos und der Welt,
An die Medien:

  • 1. Megaprojekte und Unterdrückung der Bevölkerung in der Region Cholula, Puebla, und des Pueblo Zoque in Chiapas.

Wir, die Kommission für Koordination und Kontinuität (Comisión de Coordinación y Seguimiento) des Nationalen Indigenen Kongresses — Indigener Regierungsrat (Congreso Nacional Indígena — Concejo Indígena de Gobierno), prangern an, dass bei den Auseinandersetzungen um indigenes Territorium, die die neoliberale Extraktion, die Enteignung und die Privatisierung von Land zum Ziel haben und von der schlechten mexikanischen Regierung auf nationaler und bundesstaatlicher Ebene gefördert werden, auf offizielle Repressionen und professionellen Terror gesetzt wird, der von polizeilichen, kriminellen und paramilitärischen Gruppen ausgeübt wird, die auf ihrem Weg den Nährboden für die kapitalistische Aneignung bereiten, ob durch selektive Repression wie in der Gemeinde Juan C. Bonilla in der Nahua-Region von Cholula in Puebla oder durch die Komplizenschaft mit bewaffneten Gruppen wie in der Zoque-Region im Norden von Chiapas.

Wir zeigen uns alarmiert angesichts der Umsetzung einer paramilitärischen Kriegsführung, mit der die Gewalt in den Norden des Bundesstaates Chiapas getragen werden soll, in das Gebiet rund um den Vulkan Chichón im Landkreis Chapultenango, Chiapas, wo der Druck zunimmt, um Bergbauprojekte, die geothermische Nutzung und die Erdölförderung durchzusetzen, denen die organisierten Gemeinden die Stirn geboten haben und Einhalt gebieten konnten.

In diesem Zusammenhang gab es im Landkreis Chapultenango, Chiapas, am 21. November ab 10.00 Uhr morgens einen feigen paramilitärischen Angriff auf die Schwestern und Brüder des Pueblo Zoque, als eine bewaffnete Gruppe in einer koordinierten Aktion die Gemeinde Esquipulas Guayabal angriff. Etwa 20 vermummte Personen feuerten mit großkalibrigen Waffen Schüsse auf die Gemeinde ab und erzwangen, dass 35 Familien den Ort verließen und in die Bezirkshauptstadt zogen.

Wir prangern an, dass die neoliberale mexikanische Regierung durch ihre Agrarinstitutionen schwerwiegende Konflikte um das Eigentum und den Besitz von Land anheizt, die Bildung paramilitärischer Gruppen duldet, die das Territorium der Zoque am Vulkan Chichón belagern, und gleichzeitig durch das Programm PROCEDE, das mit betrügerischen Mechanismen Enteignungen und Konflikte begünstigt, unter neuen Namen die Privatisierung von kollektivem Land vorantreibt.

Wir fordern die Entwaffnung und Auflösung der bewaffneten Gruppen, die im Landkreis Chapultenango, Chiapas, operieren, und bekräftigen unsere Ablehnung der Megaprojekte des Todes, die die mexikanische Regierung um jeden Preis durchsetzen will, auch wenn es das Leben unserer Pueblos kostet.

Wir verurteilen zudem die Unterdrückung und Verfolgung der Compañeras und Compañeros der Pueblos Unidos (Vereinten Völker) der Region von Cholula und Izta-Popo, die zur Verteidigung des Wassers im Bundesstaat Puebla, dem das enorme industrielle und insbesondere extraktive Interesse des Unternehmens Bonafont gilt und das entsprechend umkämpft ist, Widerstand leisten und sich auf vorbildliche Weise organisieren.

Wir verurteilen die feige Verhaftung der Kommunikatoren Alejandro Torres Chocolatl und Michel Torres vom Gemeinschaftsradio Zacatepec durch die kommunale Polizei im Dienste des Gemeindepräsidenten José Cinto Bernal, der ihre Verhaftung anordnete, nachdem eine Gruppe von Demonstrant*innen eine Versammlung unterbrochen hatte, in der die Wiedereröffnung des Standesamtes diskutiert wurde.

Wir begrüßen den würdigen Widerstand der Pueblos Unidos der Region von Cholula und Izta-Popo, die seit dem 22. März den Zugang zum Werk des Unternehmens Bonafont, das die Grundwasserleiter der Region übermäßig ausgebeutet hat, blockiert und es am 8. August übernommen haben, um es in ein „Das Haus der Pueblos« umzuwandeln.

Wir fordern ein Ende der Schikanen, der Unterdrückung und der Verfolgung durch die schlechte neoliberale Regierung von Puebla, die zusammen mit der Staatsregierung versucht, um jeden Preis kapitalistische Projekte durchzusetzen, die die Umwelt zerstören, das Leben privatisieren und kontaminieren, um es auf korrupte und unmoralische Weise in eine Ware einiger Weniger zu verwandeln.

Hochachtungsvoll
Dezember 2021
Für die integrale Rekonstitution unserer Pueblos

Nie wieder ein Mexiko ohne uns

Kommission für Koordination und Kontinuität, Nationaler Indigener Kongress — Indigener Regierungsrat (Congreso Nacional Indígena — Concejo Indígena de Gobierno)


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 Quelle:  
  https://radiozapatista.org/?p=40660 
 

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