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Aufruf zu Karawane und Internationalem Treffen: Der Süd-Südosten widersteht!

CNI vom 26.09.2022
übersetzt von lisa - colectivo malíntzin

  Liebe Compas,

hier - weiter unten und im Datei-Anhang - die Übersetzung des Ersten Kommuniqués und Aufrufs zu Karawane und Internationalem Treffen im April-Mai 2023: Der Süd-Südosten widersteht!

COMUNICADO PRIMERA LLAMADA A LA CARAVANA Y ENCUENTRO
INTERNACIONAL ¡EL SUR RESISTE! 2023 -

Versión original aquí: http://www.congresonacionalindigena.org/2022/09/26/comunicado-primera-llamada-a-la-caravana-y-encuentro-internacional-el-sur-resiste-2023/

salud, li.


Erstes Kommuniqué − Aufruf zu Karawane und Internationalem Treffen 2023: Der Süden widersteht!



26. September 2022.

Karawane: 25. April — 5. Mai 2023 (Gebiet des Süd-Südosten Mexikos)
Internationales Treffen: 6. und 7. Mai 2023
(CIDECI/ Caracol Jacinto Canek, San Cristóbal de las Casas, Chiapas)

An den Pueblo in Widerstand und Rebellion im Süd-Südosten Mexikos
An die mexikoweiten und internationalen Organisationen im Kampf von unten und links
An die Menschenrechtsorganisationen der Welt
An die freien, alternativen Medien, oder wie auch immer sie heißen mögen


Wir von unten und links organisierten Pueblos des Süd-Südosten Mexikos rufen zu einer vielfältigen, umfassenden Mobilisierung auf − um gegen das verbundene Mega-Projekt »TREN MAYA − INTEROZEANISCHER KORRIDOR« und die anderen Mega-Projekte des Todes, die die Regierung der 4T durchsetzen möchte, Widerstand zu leisten. So haben wir es, die wir die erste Karawane bildeten, welche im vergangenen August durchgeführt wurde, bestätigt. Teilnahmen dort Compañer@s der Asamblea de los Pueblos Indígenas del Istmo en Defensa de la Tierra y del Territorio (APIIDTT), der Internationalistischen Vereinigung Ya Basta! Êdî Bese! der Sozialen Zentren im Nordosten Italiens und der indigenen Organisationen, die wir diese Rundreise empfangen und miteinander geteilt haben.

Derart sieht es aus: Alle Regierungsebenen und politischen Parteien treiben zum Nutzen der Großunternehmen und im Bündnis mit dem organisierten Verbrechen − unter der Rhetorik von »nationaler Sicherheit, öffentlichem Interesse, Fortschritt und Kampf der Armut« − eine neue Etappe von Kolonialisierung voran. Diese geht weit über Eisenbahnverbindungen, Straßen und andere Infrastrukturmaßnahmen hinaus, die bereits gegenwärtig große Zerstörungen von Umwelt, Gesellschaft und Kultur erzeugt haben. Den neuen Konquistadoren der Kapitalgesellschaften werden die Naturgüter und Gebiete des Süd-Südosten Mexikos für Freihandel und Realisierung von Energie-, Tourismus-, Weltmarktfabrik-, Handels- und Militär-Projekten angeboten. Dies [alles] würde einen Logistik-Landkorridor und eine neue geopolitische Grenze schaffen, die die Gebiete Zentralamerikas gleichzeitig neu ordnen und die Migration in Richtung USA kontrollieren würden. Das Ziel zeigt sich klar: Eine Mauer aus Weltmarktfabriken [Maquiladoras] zu errichten, die die Migration hauptsächlich von Leuten aus Zentralamerika aufhalten soll. Jene sollen als billige Arbeitskraft − in Neo-Sklaverei − vernutzt werden − innerhalb eines Finanzparadieses ohne Steuern und Abgaben und ohne Verwarnungen wegen Menschenrechtsverletzungen. All das wird gesteuert durch die USA und ihre Handelsalliierten aus dem Globalen Norden.

Diese neoliberale kapitalistische Wirtschaftspolitik der [aktuellen] »sozialdemokratischen« Regierung der 4T [»4. Transformation«] verstärkt die von vorherigen Präsidentschaften bereits durch Massentourismus, Massentierzucht, Monokulturen, Windparks, Solaranlagen, Staudämme, Ausbeutung, Transport und Verarbeitung von Kohlenwasserstoffen erzeugten Schäden. Dies im weltweiten Kontext einer Klima-Krise, die zu diesem Zeitpunkt verschiedene Gebiete direkt trifft und in der eine Versorgungskrise von Wasser, Nahrungsmitteln und Energie sowie Spannungen durch bewaffnete Konflikte losgetreten werden.

Unterdessen erleidet die Bevölkerung die verschärfte Präsenz der Kartelle des organisierten Verbrechens und die Militarisierung der Region, welche eine Zunahme an Drohungen und Erpressungen, an gewaltsamen Verschwunden machen, Morden, Feminiziden und allgemeiner geschlechtsspezifischer Gewalt hervorruft. Darin wird die Repression gegen Comunidades, die Gemeinschaften und Organisationen, gegen Land- und Menschenrechtsverteidiger*innen, wie auch Journalist*innen und allen, die die Stimme erheben und für das Leben kämpfen, zur Normalität gemacht.

Und all das wird durchgeführt − unter dem Argument der »nationalen Sicherheit« und »von öffentlichem Interesse« − durch einen [Präsidenten-]Erlass diktatorischen und faschistischen Charakters (22/11/2021 DOF − Offizielles Anzeigeblatt der mexikanischen Regierung). Mit ihm werden die in der mexikanischen Verfassung, in den internationalen Vereinbarungen und Verträgen ausgeführten Menschenrechte der Mexikaner*innen − im besonderen das Recht auf freie Selbstbestimmung und Autonomie als indigene Pueblos − verletzt. Land-, Arbeits- und Bildungsrechte, die sich die mexikanische Bevölkerung im letzten Jahrhundert durch ihren Kampf erobert hat, werden damit zurückgenommen.

Diese Analyse und Reflexion wurde ausgearbeitet während der Rundreise durch den Süd-Südosten Mexikos, wo wir uns mit historischen Kämpfen, aktuellen Widerständen und dissidenten Rebellionen trafen und uns austauschten; jedoch auch unsere Prozesse der Autonomie, des Aufbaus von Alternativen, sowie unsere Wiedererlangung und Schaffung von kollektiver Identität und Erinnerung, die uns als indigene Pueblos würdigen, anerkannten.

Nachdem wir mit den Organisationen, die wir während der ersten Karawane Gastgebende waren und mit dem Congreso Nacional Indígena (CNI) gesprochen haben, schließen wir uns dem Vorschlag an, zur Karawane (25. April − 5. Mai 2023) und zum Internationalen Treffen (6. und 7. Mai 2023) »DER SÜDEN WIDERSTEHT« aufzurufen. Mit dem Ziel, die indigenen Kämpfe, die Landkämpfe, die Kämpfe für die Umwelt und die Kämpfe von Studierenden, die gewerkschaftlichen und feministischen Kämpfe und all die anderen Kämpfe von unten und links zu verbinden − um gemeinsam sehr konkrete Widerstandsstrategien gegen das zusammenhängende Projekt »TREN MAYA − INTEROZEANISCHER KORRIDOR« und alle anderen Projekte des Todes zu entwerfen.

Deshalb treffen wir uns gegenwärtig und führen eine Karawane für/durch/wegen dem Globalen Süden im rebellischen Europa durch − währenddessen wir informieren, uns austauschen, Kämpfe, Widerstände, Rebellionen, Autonomien und Alternativen kennenlernen und einladen, daran teilzunehmen − um Realitäten zu verbinden und den globalen Kampf von unten aufzubauen. Alle, die wir gegen den Globalen Norden kämpfen, stehen wir im Süden, der widersteht. Dies ist grundlegend zu verstehen, um uns aus der Diversität heraus und angesichts der Widrigkeit, des Unglücks miteinander zu verbinden. Es gibt mehr Dinge, die uns verbinden als die uns trennen − angesichts der sozialen Risse sind wir die Adern, die uns verbinden.

Wir laden alle dazu ein, sich dieser Initiative anzuschließen und aufmerksam zu sein bezüglich der folgenden Kommuniqués.

Für jegliche Information setzt euch per Mail in Verbindung mit: elsurresiste (AT) riseup PUNKT net  

Unser Kampf ist für das Leben!
Es lebe das Blühen der Pueblos!
Der Süden widersteht!


 Quelle:  
  http://www.congresonacionalindigena.org/2022/09/26/comunicado-primera-llamada-a-la-caravana-y-encuentro-internacional-el-sur-resiste-2023/ 
 

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