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IKRK fordert mehr Unterstützung für Geflüchtete

Poonal vom 29.04.2024
√Āngeles Cruz Martínez

  (Mexiko-Stadt, 24. April 2024, la jornada).- »Es gibt keine magische Lösung für das Problem der Verschwundenen und Vermissten in Mexiko und auch nicht für die Identifizierung von Leichen. Es handelt sich um komplexe Probleme, die durch Phänomene wie die Migration aus verschiedenen Ländern, die auf ihrer Reise Opfer von Gewalt werden, noch verschärft werden«, sagte Olivier Dubois, Leiter der Regionaldelegation des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) für Mexiko und Zentralamerika.

Im Jahr 2023 durchquerte mehr als eine halbe Million Menschen den Dschungel von Darien (Grenze zwischen Panama und Kolumbien). Zugleich hat die irreguläre Einwanderung in Mexiko um 77 Prozent zugenommen; in Honduras hat sie sich fast verdreifacht hat, so die Daten aus den Orten mit Rotes-Kreuz-Stationen. Die Informationen beziehen sich auf Mexiko, Honduras, Guatemala, El Salvador und Panama, wo die regionale Delegation des IKRK präsent ist und verschiedene Aktivitäten zur Unterstützung und Begleitung der Bevölkerung durchführt. Aus dem am 23.04.24 vorgestellten Humanitären Bericht geht hervor, dass Mexiko mit 140.000 Anträgen zu den fünf Ländern mit den meisten Flüchtlingsanträgen gehört.

Stille und offene Gewalt



Neben der offensichtlichen und bewaffneten Gewalt erschwert das Problem der stillen Gewalt in Mexiko die Arbeit des Roten Kreuzes: Familien, die aus ihren Häusern fliehen, Vergewaltigungen von Teenagern, die nicht angezeigt werden. Ein weiteres Problem, das das IKRK beschäftigt, ist die Angst des medizinischen Personals in Gegenden mit hoher Kriminalität. Delegationsleiter Dubois betonte die Dringlichkeit einer koordinierten Reaktion der Staaten, einschließlich der Zusammenarbeit des konsularischen Netzes, um die bewaffnete und die stille Gewalt zu bekämpfen. Zu den Opfern zählen viele junge Menschen, die spurlos verschwinden. 2023 sei ein herausforderndes Jahr mit großen Migrationsströmen und zunehmender Komplexität gewesen, da die Menschen aus immer mehr Ländern kämen. Dubois appellierte an die Regierungen der Herkunfts-, Transit- und Zielländer, den Menschen auf der Flucht größtmögliche Unterstützung angedeihen zu lassen und ihr Recht auf Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen und internationalen Schutzmechanismen zu gewährleisten.

Forensische Krise



Die Situation in Mexiko bezeichnete Dubois als forensische Krise: Unter den mehr als 50.000 nicht identifizierten Leichen in Leichenhallen oder Massengräbern in den Grenzstaaten befänden sich mit Sicherheit Migranten; die Mechanismen zur Identifizierung der Personen seien jedoch unzureichend. Es fehle an praktischen Strategien zur Sammlung von Informationen und Aufzeichnungen.

Dennoch werde daran gearbeitet, Daten mit den zentralamerikanischen Ländern auszutauschen, die mit dieser Herausforderung konfrontiert sind. Das IKRK suche nach Möglichkeiten, die Prozesse zu vereinfachen, habe aber natürlich nicht die perfekte Lösung parat. Der Austausch von Informationen über Fingerabdrücke setze zum Beispiel voraus, dass die Überreste sauber und gut gesichert sind. Viele Leichen werden jedoch erst nach längerer Zeit gefunden. Teils wird auch nachlässig gearbeitet, so dass die genommenen Fingerabdrücke später keiner Leiche mehr zugeordnet werden können. In anderen Fällen wird die Leiche gefunden, aber es ist nicht möglich, die Angehörigen ausfindig zu machen. Der IKRK-Direktor stellte fest, dass die Systeme zur Suche nach Vermissten in der Region an den verschiedenen Orten unterschiedlich weit entwickelt sind, überall gelte jedoch, dass die Einbeziehung der Familien ein wesentlicher Teil der Arbeit ist.


Quelle: poonal
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 Quelle:  
  https://www.npla.de/thema/flucht-migration/ikrk-fordert-mehr-unterstuetzung-fuer-gefluechtete/ 
 

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