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Intensive militärische Bewegungen in der zapatistischen Konfliktzone

La Jornada vom 25.06.2005
Elio Henriquez
übersetzt von Dana

  San Cristóbal de las Casas, Chiapas, 24. Juni. Die Räumung der vier Militärbasen der Mexikanischen Armee in den Bezirken von Chenalhó, Bochil und Ixtapa stellt "keine Modifizierung ihrer militärischen Strategie" in der sogenannten Konfliktzone von Chiapas dar, bestätigte das Zentrum für politische Analyse und Soziale und Wirtschaftliche Untersuchungen, AC (Centro de Análisis Político e Investigaciones Sociales y Económicas - CAPISE).

In einem Bericht mit dem Titel "Die olivgrüne Besetzung", teilt die Organisation mit, dass die Bundesarmee im Augenblick 111 Positionen auf chiapanekischen Gebiet hält, die meisten davon im Hochland (Los Altos), der Selva und dem Norden des Bundesstaates, was zur Folge hat, dass die indigenen Gemeinden "eine alarmierende militärische Besetzung erleiden".

Bei der Veröffentlichung des Berichtes in einer Pressekonferenz, sagte der Leiter von CAPISE, Ernesto Ledezma, der allgemeine Rote Alarm, der von der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) am letzten Montag ausgerufen wurde, habe eine große nationale und internationale Mobilisierung hervorgerufen, aber auch eine intensive Militärbewegung in der Konfliktzone.

Wie er berichtete, besuchte ein Tag später eine gemeinsame Brigade von CAPISE und dem Internationalen Dienst für den Frieden, die Militärabteilung in der Gemeinde von Patihuiz, Ocosingo, und bei ihrer Ankunft, "erklang der langanhaltende und wiederholter Laut einer Pfeife, bei dem die Soldaten zu ihrer Ausrüstung rannten, und zwei von ihnen sich auf den Boden warfen und mit ihren Gewehren auf die Gruppe zielten."

Die Angehörige des Zentrums erklärten, angesichts der Ankündigung der EZLN, dass sie keine militärische Aktionen vorbereiten, werde die mexikanische Regierung "zeigen müssen, ob sie gegen Ende ihrer sechsjährigen Amtszeit fähig ist, das Beispiel der Integrität und Bescheidenheit zu verstehen, den die indigenen Völker von Chiapas wieder einmal erbracht haben". Außerdem hoben sie hervor "Der Ball wird nun an die Zivilgesellschaft gespielt".

Die Organisation bestätigte, dass das Kommunique des Nationalen Verteidigungsministeriums (SEDENA), in dem von der Vernichtung von 44 Marijuanafelder in Bezirke unter zapatistischem Einfluss berichtet wurde, "sowohl gefährlich als auch überzogen" sei.

Sie erinnerten daran, dass die bewaffneten Streitkräfte bereits früher schon Drogenpflanzungen in der gleichen Region zerstört hatten, ohne dies öffentlich gemacht zu haben, aber diesmal hatten die Militärs "nicht nur dafür Sorge getragen, es durch ein Kommunique, drei oder vier Tage nach der Aktion publik zu machen", sondern hatten zur Zeit des Roten Alarms "auch noch den Satz, ’innerhalb der Einflusszone der aufständischen Gruppe, die sich als EZLN bezeichnet’, hinzugefügt".

CAPISE berichtete des weiteren, zwei Tage zuvor die Gegend besucht zu haben, in der die Drogen vernichtet worden waren, und von den Einwohnern darüber informiert worden zu sein, dass die Bewaffneten Streitkräfte dort monatliche Operationen durchführten, besonders in Rincón Chamula, Rayón und Tapilula.

Der Bericht stellt fest, das zum Beispiel in Pueblo Nuevo - eins der Bezirke, auf die sich das SEDENA bezieht - "kein einziges der 85 Dörfer zapatistischer Affiliierung ist".

Alles deute darauf hin, so der Bericht weiter, dass die Hinzufügung in dem militärischen Kommunique über die besagte Operation "ein Versuch ist, auf absurde Weise eine bewaffnete Auseinandersetzung mit der EZLN während des Roten Alarms gegebenenfalls zu rechtfertigen".

Die Organisation teilte mit, dass von den 111 Militärbasen, die von der Mexikanischen Armee in Chiapas unterhalten werden, 59 sich auf Ejido-Boden befinden, und 45 zugunsten des SEDENA zwangsenteignet wurden.

Sie bestätigte, dass die Räumung der Militärbasen aus Los Chorros und Xo’yep (Chenalhó), der Bezirkshauptstadt von Bochil und dem Rancho Calvario in Ixtapa, "in militärischer Sicht keine Bedeutung hat". Aus diesem Grunde bleibt die Strategie der Armee gegenüber dem bewaffneten Konflikt unverändert. "Ihre militärische Taktik bleibt intakt."

Im Rahmen der Untersuchungen von CAPISE-Mitglieder in den letzten Woche, informierte das Zentrum, dass in der Militärbasis in der Gemeinde von San Caralampio, Bezirk von Ocosingo, die Soldaten "500 Pesos für eine indigene Jungfrau oder eine junge indigene Frau (zwischen 14 und 16 Jahre) zahlen".

* * *
(übs. von Dana)

 Quelle:  
  http://www.jornada.unam.mx/ 
 

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