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Was ist die Sechste Erklärung der Zapatisten?

 

Ein kurzer Ausflug in die Geschichte zu Beginn der "Anderen Kampagne" in San Cristóbal des las Casas

NarcoNews vom 09.01.2006
Von Concepción Villafuerte
übersetzt von Dana

 
Aus Chiapas für die Amado Avendaño Figueroa Brigade

Die sechste kommt vor der siebten und nach der fünften. Was war nochmal die fünfte Erklärung aus dem Lakandonischen Urwald? Wenige werden sich erinnern, doch die Geschichte der Zapatisten steht in den Erklärungen geschrieben, die von der EZLN (Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung) herausgegeben wurden, beginnend mit der ersten: die Kriegserklärung. Es folgten die zweite: ein Aufruf an die Zivilgesellschaft; die dritte: ein Aufruf zur Schaffung einer nationalen Befreiungsbewegung; die vierte: die Gründungserklärung der FZLN (Zapatistischen Front zur Nationalen Befreiung); die fünfte: die Consulta Nacional (Nationale Befragung), ein breit angelegter Dialog mit allen Mexikanerinnen und Mexikanern außer der Regierung; und nun die sechste, die Einleitung der "Anderen Kampagne", des politischen Kampfes abseits der Wahlkampf-Farce.

In den Worten von Subcomandante Marcos: "Zusammen werden wir dieses Land von unten her erschüttern, emporheben und auf den Kopf stellen."

Mexikos geographische Gestalt ähnelt der eines Füllhorns. Aber im Gegensatz zum mythologischen Vorbild fallen die Früchte dieses Horns oben heraus, in die Vereinigten Staaten von Amerika, in die Hände der Gringos. Die Form Mexikos ist die eines Trichters − oben breit und unten schmal. Wenn der Norden die erste Grenze des Landes ist, dann ist Chiapas seine letzte. Andererseits stellt Chiapas das Haupt Zentralamerikas dar, den Anfang der großen Nation. Chiapas ist daher ein strategischer Punkt für die nordamerikanischen Geschäftsinteressen.

Der Vorschlag der Sechsten Erklärung aus dem Lakandonischen Urwald lautet, eine nationale Kampagne einzuleiten für eine andere Art von Politik, für ein Programm der Linken und für eine neue Verfassung.

Um zu verstehen, was diese Kampagne mit sich bringen soll, ist es notwendig, die Sechste Erklärung Revue passieren zu lassen. Auf zwölf Seiten wird darin, kurz zusammengefasst, die Geschichte der EZLN, ihres Leids, ihrer Errungenschaften, ihrer Hoffnungen und Träume erzählt. Dann wird über den Zustand der aufständischen Armee berichtet, die sich in drei Teile gegliedert hat. Der größte Teil der Zapatisten wird die zapatistischen Dörfer bewachen, unterstützen und ihre Autonomie verteidigen. Dies ist die Aufgabe des Oberkommandos des CCRI (Geheimes Revolutionäres Indigenes Kommittee). Ein zweiter Teil des CCRI wird die "Intergalaktische Kommission" bilden, die sich um die internationalen Aspekte der Kampagne kümmern wird, während eine dritte Gruppe für die nationalen Aspekte zuständig sein soll. Letzterer wurde der Name "Sechste Kommission der EZLN" gegeben, und sie wird seit dem 13. Juli 2005 von Subcommandante Marcos geleitet.

So mancher fragt sich, was die Zapatisten im Rahmen dieser "Anderen Kampagne" vorhaben. Hauptsächlich zuhören, ist die Antwort. Dieser essentielle Teil der sechs Vorbereitungstreffen im Lakandonischen Urwald soll, ausgedehnt auf das ganze Land, fortgesetzt werden. Die Sechste Kommission wird zuhören und auf diese Weise die wirkliche Situation des Landes in Erfahrung bringen und bewerten. Im Gegensatz zum Vorgehen der Partei-Kandidaten − die lassen einen Haufen Leute herankarren, kaufen sie mit Versprechungen, damit sie die Reden des Kandidaten anhören und ihm die Stimme geben bei den Wahlen am 2. Juli; überfrachten sie dabei mit demagogischer Rhetorik und mit Versprechen, von denen alle wissen, dass sie niemals eingehalten werden − im Gegensatz dazu wird der aufständische Subcomandante Marcos einfach nur zuhören. Das ist die andere Art von Politik im Sinne der Zapatisten.

Weiterhin heißt es in der Sechsten Erklärung: "Was wir vorhaben, ist Euch zu fragen nach Eurem Leben, nach Eurem Kampf, nach Euren Gedanken darüber, wie es um unser Land bestellt ist, und danach was wir unternehmen können, damit sie uns nicht besiegen. Was wir vorhaben, ist den Gedanken der einfachen und bescheidenen Leute zu lauschen, und vielleicht werden wir dabei auf die gleiche Liebe für unsere Land stoßen, die wir empfinden."

An späterer Stelle wird in dem Dokument in einfacher Form beschrieben, was konkret passieren soll. Anhand von Beispielen wird gezeigt, wie sie Solidarität, wahre Solidarität, wachrufen wollen mit denen, die überall auf der Welt Widerstand leisten. So fangen sie nun an zuzuhören, Anknüpfungspunkte zu finden und mit allen ein nationales Programm des Kampfes zu schaffen, das sie umsetzen wollen.

Kurz vor den Schlussworten der Sechsten Erklärung weisen die Zapatisten ausdrücklich darauf hin, "..., dass die Probleme unseres Landes nicht von oben her gelöst werden können, sondern dass VON UNTEN FÜR UNTEN eine Alternative zur neoliberalen Zerstörung, eine Alternative der Linken für Mexiko geschaffen werden muss."

Der Schluss der Sechsten Erklärung ist ein Aufruf zur Brüderlichkeit, zur Unterstützung von Widerstandskämpfen, zu gegenseitigem Respekt und zum Austausch von Erfahrungen, Geschichten, Ideen und Träumen...

Der Beginn einer "Anderen Kampagne"

Die Andere Kampagne beginnt am 1. Januar 2006 und ihre erste Phase wird am 25. Juni desselben Jahres abgeschlossen. Das letztere Datum markiert auch das Ende des Wahlkampfes, denn in diesem Jahr werden in Mexiko der Präsident, die Kongressabgeordneten, Senatoren und in machen Bundesstaaten (so auch in Chiapas) die Gouverneure gewählt.

Deswegen haben die Zapatisten ihr Vorhaben die "Andere Kampagne" genannt, parallel zu den Wahlkampagnen der großen politischen Parteien. Die PRD (Partei der demokratischen Revolution), eine linke Partei, die von Subcomandante Marcos schwer kritisiert worden ist, wird ihren einzigen Kandidaten Andrés Manuel López Obrador aufstellen. Die PRI (Partei der institutionalisierten Revolution), eine Partei die sich nach siebzig Jahren an der Macht auf dem absteigenden Ast befindet, die Partei der "perfekten Diktatur", wie Vargas Llosa sich einmal ausdrückte, wird Roberto Madrazo Pintado, einen Priisten zweifelhaften Rufes in jeder Beziehung und Freund der betrügerischen Spitzenbankiers des Landes, als Präsidentschaftskandidaten aufstellen. Und die konservative PAN (Partei der nationalen Aktion) wird mit dem mittelmäßigen Kandidaten Felipe Calderón an der Spitze ins Rennen gehen, der zwar nicht die erste Wahl des amtierenden Präsidenten Vicente Fox (PAN) ist, aber die Unterstützung der Parteibasis besitzt. Innerhalb des Bezugsrahmens zweifelhafter Glaubwürdigkeit der Wahlkampagnen stellt die "Andere Kampagne" des Delegado Zero (Delegierter Null,d.h. Subcomandante Marcos, der Übersetzer) ein Gegegewicht dar, aber auch die große Unbekannte, denn niemand vermag zu sagen, was geschehen wird.

Vor diesem Hintergrund beginnt also am 1. Januar 2006 die Andere Kampagne in der Kolonialstadt San Cristóbal de Las Casas (Chiapas), in jener Stadt, die am 1. Januar 1994 von ungefähr 2000 maskierten, bewaffneten und rebellischen indigenen Männern und Frauen eingenommen wurde. Vom Balkon des Rathauses erklärten sie damals der Bundesregierung den Krieg.

Zwölf Jahre später ist die Hoffnung, dass sie mit einer Vielfachen Anzahl friedlich in die Straßen der Stadt zurückkehren, die wegen der Winterferien voll von mexikanischen und ausländischen Toruisten ist, zusätzlich zu den Anhängern der Sechsten Erklärung, die es sich leisten können, beim Beginn der Anderen Kampagne auf der Piazza der Kathedrale dabei zu sein.

Genau wie 1994 gibt es keinerlei Informationen im Vorfeld. Wir Journalisten müssen abwarten, was passiert. Niemand weiß etwas, und wer etwas weiß, kann es nicht weitersagen. Aber die Gerüchteküche brodelt seit geraumer Zeit in diesem entlegenen Winkel der Erde, an dem die Erste Erklärung aus dem Lakandonischen Urwald verlesen wurde. Die Kriegserklärung ist immer noch gültig, da die Friedensvereinbarungen nicht umgesetzt wurden, obwohl die Regierung sie gemeinsam mit den Anführern der EZLN unterzeichnet hatte. Die Guerilla war mit einer bloßen Unterschrift nicht zufrieden; sie forderten die Erfüllung der Vereinbarungen von San Andrés. Die Regierung beließ es bei einem Zusatz zur Verfassung für "die Entwicklung der indianischen Völker". Die Vereinbarungen von San Andrés verlangten jedoch nach einer grundlegenden Verfassungsreform, einer nahezu vollständigen Änderung, damit den indianischen Völkern das Leben und das Recht auf Leben zugestanden würde, statt einer Reduzierung auf eine Erklärung über "Entwicklung".

Hier in San Cristóbal de Las Casas wurden die ersten Friedensgespräche unter dem Dach der Kathedrale abgehalten. Die Tatsache, dass Bischoff Samuel Ruiz García − oder Tatic, wie ihn die Indigenen nennen − die Kathedrale als Ort für die Verhandlungen zwischen dem Abgesandten des damaligen Präsidenten Carlos Salinas de Gortari und der Delegation der Zapatisten unter der Führung von Subcomandante Marcos vorgeschlagen hatte und bereitstellte, war in den Augen der echten Coletos (örtliche Bezeichnung für die konservative, nicht-indigene Gemeinde der Stadt) ein Skandal. Sie manifestierten ihren Zorn mit der Gründung einer kurzlebigen Organisation, die übrigens nie eine formelle Struktur erlangte, angeführt vom damaligen Bürgermeister Jorge Mario Lescieur Talavera. Diese gewaltbereite Gruppierung griff ein Jahr später das Haus des Bischoffs an und drohte damit, es niederzubrennen. Zu dieser Zeit war der heute amtierende Bürgermeister Sergio Lobato García unter den Anhängern von Lescieur Talavera. Um die Kraft und den Mut aufzubringen, das Haus des Bischoffs anzugreifen, hatte er eine Menge Alkohol getrunken, worauf er nur noch wirres Zeug vor der Kathedrale herausschreien konnte. Jene Begebenheiten, die jetzt Geschichte sind, werden sich in ähnlicher Form sicher wiederholen. Jetzt ist der verzogene, wüste Volltrunkene von einst Bürgermeister der Stadt, die von dem Konquistador Diego de Mazariegos gegründet wurde, und er hat sich in Wiedergutmachung geübt, indem er Bischoff Samuel seine Ehrerbietung erwies. Derselbe Bürgermeister bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des zapatistischen Marsches heute "Sicherheit und Sauberkeit" an. Zwei Tage vor der Ankunft des Marsches hat die Stadt Wasserspender, sanitäre Anlagen und ein Dutzend Straßenkehrmaschinen bereitgestellt, damit die Zapatisten keinen Abfall hinterlassen.

Während der Bürgermeister sein einfallsloses Angebot von "Sicherheit" an die zwanzig- oder dreißigtausend erwarteten Indigenen zur Schau trug, erklärte ein niedrigerer Beamter, Tourismus-Direktor Marco Antonio Santiago, gegenüber der Presse, dass der Marsch der Zapatisten den Toruismus beeinträchtigen würde und "...es gibt viele Gerüchte ... die Leute fragen sich, was passiert am 1. Januar, dem Beginn des Marsches, der hoffentlich ruhig und friedlich verlaufen wird ... dies ist ein sehr bedeutender Faktor, der verhindert, dass Leute in diesen Tagen nach San Cristóbal kommen ...". Nichtsdestotrotz sind die Fünf-Sterne-Hotels alle ausgebucht, es gibt keine freien Betten mehr − sogar die Hotels ohne Sterne sind voll. Überall sind mexikanische und internationale Touristen, Journalisten, offensichtlich auch Agenten der Regierung und die traditionellen Zapateure, die immer bei solchen Gelegenheiten auftauchen. Die Coletos, die Einwohner der Stadt, sagen gar nichts. Sie wollen einfach nur, dass die Zapatisten kommen, ihre Demonstration abhalten und wieder verschwinden, wie sie es schon so oft getan haben.

Viel Aufregung hat die erwartete Ankunft des Delegado Zero unter der Stadtbevölkerung allgemein nicht ausgelöst. Der Marsch setzte sich in einem als La Garrucha bekannten Ort in Bewegung, der in der aufständischen Gemeinde Francisco Gómez liegt, dem Sitz des Rates der Guten Regierung der Tzeltal-Region. Offiziell heißt diese Gemeinde Ocosingo. Sie ist einer der Eingänge zum Lakandonischen Urwald.

Die Karawane, die Delegado Zero begleitet, wird irgendwann im Laufe des Tages hier eintreffen, wahrscheinlich am Nachmittag. Ein genauer Termin wurde jedoch nicht bekannt gegeben. Dies ist auch nicht möglich angesichts des schwierigen Weges, auf dem die gleiche Reise mal vier, mal zwölf Stunden in Anspruch nehmen kann − oder noch mehr, wie im Fall einer Karawane, bei der die Panne eines einzigen Wagens alle aufhält. Als damals am 7. August 1994 die erste Karawane den Dschungel besuchte und die Zivilgesellschaft zum Nationalen Demokratischen Konvent in Guadelupe Tepeyac zusammentraf, war es demokratischer Wahnsinn. Die Demokratie verlangte von den 6000 Delegierten aus dem ganzen Land, dass sie alle im Schlamm versanken, nach dem Wolkenbruch, den der Himmel dem imaginären Schiff der Zapatisten zur Taufe sandte. Dem Schiff, dass sie auf dem Dschungel- Flugfeld zwischen zwei Hügeln gebaut hatten, dort wo das erste Aguascalientes eingeweiht wurde, und das durch den Himmel reisen sollte. Der Wahnsinn, eine Straße voller Schlaglöcher in Bussen vollbesetzt mit jeweils 40 Personen zurückzulegen, dauerte 24
Stunden. Den Rückweg traten alle so an, wie sie konnten.

Das war der erste Versuch der EZLN die Unorganisierten zu organisieren, die Sketierer zusammenzubringen, Leute zu vereinen und dazu zu bringen gegenseitig ihre Unterschiede zu respektieren. Das war vor zwöf Jahren.

Jetzt bringt die Andere Kampagne wieder die eher bedachtsamen denn wagemutigen Meinungen einiger Intellektueller zum Vorschein, auch wenn mittlerweile weniger interessiert sind und noch weniger ihre Meinung offen kundtun. Nicht ewta weil die Bewegung der Zapatisten ausgestorben wäre, sondern weil es nicht leicht ist darüber zu sprechen. Auch deshalb nicht, weil diese Akademiker keine detaillierte Studien durchführen können; denn die Zapatisten gestatten es ihnen nicht. Sie haben sich nicht verändert, sie sind sehr einfach, praktisch orientiert, und sie sind nicht scheinheilig. Deshalb gibt es keine Möglichkeit sie politisch zu analysieren. Sie sprechen eine einfache Sprache und was sie sagen, entspricht der Wahrheit, das ist alles. Auf diese Weise enden die Kommuniqués der autonomen Regierungen der 38 Gemeinden − sie sagen, was sie zu sagen haben und hören auf. Das ist alles.

Wir Mestizen sind nicht so, wir sehen alles immer kompliziert. Die Coletos hatten sich eine feudale Stadt eingerichtet. Sie sind die Nachfahren eines alten Gemisch’ von Völkern, in einer Stadt gegründet von spanischen Konquistadioren, die zusammen mit Indigenen aus anderen Teilen Mexicos ins Jovel-Tal kamen. Die königliche Stadt heißt jetzt San Cristóbal de Las Casas, benannt nach dem ersten Bischoff, der kam, um die Indianer zu missionieren und dann ihr größter Verbündeter wurde. Wie sein Nachfolger Bischoff Samuel Ruiz wurde er von den Coletos, die von den Konquistadoren abstammten, angegriffen und diffamiert. In dieser Stadt, deren Bevölkerung sich in den Jahren seit 1994 verdreifacht hat, wurden illegale Siedlungen von Menschen aus aller Welt errichtet. Einige kommen um Geschäfte zu machen, andere kommen aus Abenteuerlust, die meisten aber um zu überleben. Seit 1974 existieren im Norden der Stadt indigene Viertel, lange vor der Zeit der Zapatisten. Größtenteils leben dort Chamulas, die offensichtlich aus religiösen Gründen vertrieben wurden, da sie sich von der katholischen Tradition abwandten. Aber auch politische Dissidenten haben dort Zuflucht gefunden.

In den vierziger Jahren, nach der Regierungszeit General Lázaro Cárdenas, begannen die Indigenen als Personen in der Regierungspolitik zu existieren. Diese positive Veränderung geht auf die pro-indigene Regierung zurück, aber es war auch der Beginn der Kompromittierung indigener Anführer durch mestizische. Dies scheint eine andere Geschichte zu sein, letztendlich ist es aber die gleiche Geschichte, die sich seit dem 12. Oktober 1492 wiederholt. Seit dem Tag, an dem die Spanier América entdeckten und seine Bewohner Indianer nannten. Und natürlich seit dem 31. März 1528, als Konquistadoren unter dem Kommando von Kapitän Diego de Mazariegos diese Stadt gründeten, die eine den heutigen Einwohnern größtenteils unbekannte Jahrhunderte alte Geschichte hat.

Heute ist diese Stadt zurückgekehrt in das Zentrum der Geschichte dieses Landes. Im Jahr 1994 begann der Aufstand der Indigenen, von dem die Politiker und Politologen glaubten, er würde innerhalb von zwölf Tagen zusammenbrechen. Zwölf Jahre sind nun aber vergangen und die Indigenen haben ausgehalten, in gleicher Stärke, vielleicht sogar in größerer Zahl, weil in zwölf Jahren auf jeden der Zapatisten von 94 durchschnittlich sechs neugeborene Kinder kommen. Daher werden sie nicht sterben sondern weitermachen. Sie fordern das ganze Land heraus und dann die Welt und dann ...

Die Geschichte der letzten sechs Monate beginnt mit einem roten Alarm. Dieser versetzte tatsächlich viele in Alarmstimmung. Als die EZLN verkündete, dass sie sich im roten Alarm befinde, führte dies zu Verunsicherung, mangelndem Vertrauen, Verwirrung auf Seiten der Regierung, Anspannung etc.

Einige Tage später klärte die EZLN die Lage auf, indem sie ankündigte, dass der rote Alarm ausgegeben wurde, um ihre Truppen sicher zusammenzubringen. Es gab Erleichterung, aber dann kam eine Serie von Kommuniqués, welche die Position der Gruppe offenlegten, und zum Schluss die Sechste Erklärung

http://www.chiapas.at/ezln/sexta/sechste_erklaerung.htm

 Quelle:  
  http://www.narconews.com/Issue40/artikel1527.html 
 

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