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Bellinghausen zur 6. Deklaration

 

Der Glaube, Politiker könnten sich ändern, ist eine Missdeutung der 6. Deklaration

La Jornada vom 27.01.2006
H. Bellinghausen
übersetzt von Dana

  Dies sagte Marcos am 25.01.06 in Villahermosa, Tabasco. Es sei erforderlich, den Kapitalismus zu beenden und die Kräfte im Kampf gegen ihn zu vereinen und fügte hinzu, soziale Probleme beginnen im ökonomischen Bereich, nicht im politischen. Dies nicht zu verstehen, sein eine Falle, in die die zynische und "zweifelnde" Linke oftmals tappen würde.

Marcos erreichte Villahermosa 10 Minuten vor Roberto Madrazo, so dass 3 Polizeiautos vor ihm her fuhren was die PRIistas, die die Straße säumten zu wildem Applaus veranlasste, der schnell erstarb, als sie entdeckten, dass sie dem Falschen zujubelten. Die Karawane der Anderen Kampagne (AK) in Villahermosa hatte den bisher kürzesten Begleitkonvoi, bestehend aus 3 oder 4 vorneweg, dem Transporter in dem der "Delegierte Null" saß, gefolgt von einem weiteren Transporter, der mit roten Sternen und den Initialen "EZLN" bedeckt war, und ein paar weiteren Autos.

So kreuzten die "alte Politik" und "die neue Art, Politik zu machen" kurzzeitig ihre Wege. Marcos traf sich mit ein paar Dutzend Anhängern der "Sexta tabasqueña" in der kleinen Kunstgalerie "Mukul Ja" (was "Verborgenes Wasser" in der Mayasprache Chontal bedeutet). Trotz der abgrundtiefen numerischen Differenz der beiden politischen Ereignisse, war die Kunstgalerie ganztägig von der Presse und Dutzenden Spionen aller drei staatlichen Ebenen umringt.

Marcos hörte den Teilnehmern zu und machte sich, wie er es oft bezeichnete, "Notizen". Das Treffen, an dem Mitglieder der Unabhängigen Zapatistischen Bauernbewegung (MAIZ), des Komitees für Gewerkschaftsbewegung und -orientierung (CAOS) und der Ländlichen Indigenen und Volksgewerkschaftsfront teilnahmen, dauerte bis in die Nacht. An dem Treffen nahmen ferner Kulturschaffende wie der Schriftsteller-Workshop "Erwachender Jaguar" und ein Studenten teil.

Die Gewerkschaftsfront bringt u.a. Öl-, Telefon- und Sozialarbeiter zusammen, wenngleich in kleiner Zahl. Doch dies sei "ein Schritt vorwärts in Tabasco, wo die politische Kultur stets von der PRI und seit kurzem teilweise von der PRD bestimmt wurde. Aber jetzt sehen wir endlich andere Alternativen", so Alfredo, ein Ölarbeiter bei Pemex.

Ein anderes Mitglied von CAOS sagte, dass Pemex für soziale Zwecke enteignet werden müsse, sowohl materiell als auch symbolisch, so wie die Salinas-Regierung 1994 während der Verhandlungen in San Cristobal durch die EZLN von der mexikanische Flagge enteignet wurde.

Zentraler Punkt für die Anhänger der Sexta in Tabasco ist die Schaffung eines gemeinsamen Raumes, um die Isolation zu überwinden. Moisés, Philosoph und Lehrer and er Indigenen Universität, forderte "kulturelle und ideologische Bildung, die Bewusstsein schafft."

"Wir sind wenige, aber zuvor war da niemand", sagte ein anderer Ölarbeiter. Marcos machte klar, dass es, wenn seine nationale Rundreise im Juni beendet ist, noch kein nationales Kampfprogramm geben wird. Ich werde lediglich zu Euch sagen "Compañeros der AK, darf ich Euch die Compañeros der AK vorstellen."

Einwohner aus Chacalapa (ein Dorf im Landkreis Jalpa de Méndez) beklagten die Anwesenheit von Cisen-Agenten (Angehörigen des mexikanischen Geheimdienstes) und einer verstärkten Militärpräsenz unmittelbar vor dem Eintreffen der "Delegierten Null" in ihrem Ort. Ähnliches wurde aus dem Ort Francisco I. Madero berichtet.

Von den zapatistischen Inhaftierten Angel Concepción Pérez Guirierrez und Francisco Pérez Vásces aus dem Gefängnis in Tacotalpa, wohin sich Marcos am 26.01.06 begeben wird, wurde ein Brief veröffentlicht, in dem sie beschreiben, dass sie "9 Jahre und 6 Monate ungerechter Einkerkerung verbracht haben, wegen des Verbrechens für die Würde und Rechte ihrer indigenen Genossen gekämpft zu haben.

(Auszüge aus einem Beitrag von H. Bellinghausen in La Jornada vom 27.01.06).

 Quelle:  
  http://www.jornada.unam.mx/ 
 

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