Schnellnavigation

Listenmoderator

Die Liste wird von PCl moderiert.

Webmaster

chiapas.eu powered by KADO.

unterstützte Standards

W3C HTMLW3C CSS
RSS 2.0Adobe PDF
twitter.com/chiapas98

Multinationale Unternehmen fordern Sicherheit für Menschenrechtler Barrios

Poonal vom 04.04.2006
Von Miriam Ruiz

  (Mexiko-Stadt, 27. März 2006, cimac-poonal).- Sechs große Unternehmen der Teilfertigungsindustrie der Modebranche in Puebla stellten in einem Brief an den Gouverneur des Bundesstaates Mario Marín dessen Kompetenzen in Frage. Dies geschah aufgrund der Menschenrechtslage in Puebla, unter anderem mit Blick auf die Versammlungs- und Meinungsfreiheit. In einem gemeinsamen Brief forderten die Maquiladora-Unternehmer GAP, Levi Strauss, American Tagle, Phillips- Van Heusen, Polo Ralph Lauren und Warnaco die Sicherheit von Martin Barrios. Barrios ist Menschenrechtsaktivist in Tehuacán, der "Hauptstadt des Jeansstoffes".

Sie betonten, dass es sehr wichtig sei, "dass wir und andere ausländische Einkäufer, die Geschäfte in Puebla machen, das Vertrauen in die Regierung behalten und diese die Meinungsfreiheit und rechtsstaatliches Vorgehen garantiert. Ohne ihre Ansichten herabwürdigen zu wollen, rufen wir ihre Regierung auf, aktive Maßnahmen zu ergreifen, um die physische Unversehrtheit von Herrn Barrios, seiner Familienmitglieder und anderer Mitglieder der Kommission für Menschen- und Arbeitsrechte des Tales von Tehuacán (Comisión de Derechos Humanos y Laborales del Valle de Tehuacán) zu sichern", fügten sie hinzu.

Als Antwort auf den Druck, den die Verbraucherbewegung gegen die schlechten Arbeitsbedingungen in den Maquilabetrieben geschaffen hat, versichern die unterzeichnenden Unternehmen dem Gouverneur von Puebla, dass sie das Arbeitsrecht einhalten. "Wir denken, dass lokale Nichtregierungsorganisationen in Zusammenarbeit mit den Herstellern, Regierungen und Einkäufern eine wichtige Rolle spielen können, um die Arbeitsbedingungen in der Kleidungsindustrie zu verbessern. Sie müssen ihre Meinungen in Freiheit und ohne Angst vor Gewalt ausdrücken können", endete der Text.

Barrios wurde Ende 2005 von dem Jeansstofffabrikanten Lucio Gil Zárate wegen seiner Aktivitäten angezeigt. Seine darauf folgende Festnahme erzeugte Proteste in der Zivilgesellschaft und in der internationalen Gewerkschaftsbewegung. Er wurde Anfang 2006 wieder auf freien Fuß gesetzt. Nach Angaben der Menschenrechtsorgansiation Amnesty International vom vergangenen Monat ist Barrios ijedoch mmer noch gefährdet.

Barrios kämpfte u.a. auch im Maquilabetrieb des Unternehmers Kamel Nacif für Arbeiterrechte. Nacif wird verdächtig, in ein Kinderpornonetz verstrickt zu sein. Vor wenigen Wochen veröffentlichte die linke Tageszeitung "La Jornada" Telefonmitschnitte, die offenbarten, dass er in enger Zusammenarbeit mit Gouverneur Marín für die kurzzeitige Festnahme der feministischen Journalistin Lydia Cacho sorgte. Cacho hatte in einem Buch das Pornonetz aufgedeckt.


Quelle: poonal
c/o Nachrichtenpool Lateinamerika e.V.
Köpenicker Str. 187/188, 10997 Berlin
Tel. +49 - 30 - 789 913 61
Fax. +49 - 30 - 789 913 62
E-Mail: poonal AT npla PUNKT de
Web: https://www.npla.de/poonal

Spenden an uns als gemeinnütziges Projekt sind von der Steuer absetzbar. Auf Anfrage (finanzen AT npla PUNKT de) stellen wir gerne Bescheinigungen aus.

Bankverbindung: Nachrichtenpool Lateinamerika
Volksbank Berlin, BLZ 100 900 00 Kto.-Nr.: 7196704005
BIC BEVODEBB, IBAN: DE57 1009 0000 7196 7040 05

Poonal gehört zur Federación Latinoamericana de Periodistas FELAP

 Diese Seite bookmarken:  
  add to Google Bookmark add to digg add to Yahoo MyWeb Bookmark newsvine Bookmark del.icio.us Bookmark reddit Bookmark StumbleUpon Bookmark Twitter Bookmark Mr.Wong Bookmark Webnews Bookmark Yigg 
 
 
 Print & Co:  
  E-Mail Drucker PDF 
 

Aktuell empfohlen

Das kritische Denken angesichts der kapitalistischen Hydra

Veranstaltungskalender

back Dezember 2017 forward
S M D M D F S
          1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
31