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"Land unter Strom"

 

Staudämme – Millionengewinne auf Kosten von Mensch und Natur

Zwischenzeit Münster e.V. vom 02.03.2006

 
Neue Filmdokumentation über Staudammprojekte in Südmexiko und Mittelamerika

Gegenwärtig gibt es weltweit über 45.000 große Staudämme. Gerade in den sog. Entwicklungsländern gelten sie weiterhin als Motor für wirtschaftlichen Aufschwung. Dabei sind die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen gravierend. In Mittelamerika sind zahlreiche Staudämme geplant und in Konstruktion. Auch dort zählen Abholzung von Regenwäldern, Vernichtung der Artenvielfalt, Überflutung von Gemeinden und Maya-Ruinen zu den "Begleiterscheinungen" der profitablen Bauwerke. Die ansässige Bevölkerung ist gegen die Konstruktion der Dämme - im Falle des Widerstands droht ihnen gewaltsame Vertreibung und Mord.

Die produzierte Energie und das Stauwasser dienen primär den Niedriglohnfabriken (Maquiladoras), den Monokulturen, dem Tourismussektor sowie dem Energieexport. Dagegen ist ein Drittel der mittelamerikanischen Haushalte immer noch ohne Stromanschluss.

Hinter den kostspieligen Staudämmen stehen Profit- und Machtinteressen von Regierungen und Staudammindustrie. Auch deutsche Konzerne sind an den Wasserkraftwerken beteiligt - und haben selbst mit blutigen Diktaturen zusammengearbeitet. Vier Beispiele aus Honduras, Guatemala und Mexiko (Babilonia, El Tigre, Chixoy, Usumacinta) dokumentieren die zahlreichen Folgen von der Planung bis zur Inbetriebnahme von Staudämmen. Gleichzeitig zeigen sie den Widerstand der Menschen gegen Enteignung, Naturzerstörung und staatliche Gesetzesbrüche.

Das Filmteam Dorit Siemers und Heiko Thiele (Zwischenzeit e.V.) reiste 5 Monate durch Südmexiko und Mittelamerika, um existierende und geplante "Entwicklungsprojekte" des Plan Puebla-Panamá (PPP) zu dokumentieren. Der PPP - ein neoliberales Großvorhaben mit ineinander verzahnten Wirtschaftsbereichen - wird trotz negativer Auswirkungen auf Mensch und Natur von den Regierungen weiter vorangetrieben. Das Filmteam begleitete Organisationen und Betroffene, die Widerstand gegen Fremdbestimmung und Ausverkauf der Ressourcen leisten. Zudem interviewten sie PolitikerInnen und UnternehmerInnen. Ein wichtiger Aspekt ist die Beteiligung deutscher Unternehmen, Banken und KonsumentInnen. (D 2006, 78 Min.)

"Land unter Strom" ist der 2. Teil der 4-teiligen Reihe über "Entwicklungsprojekte" und Widerstand in Mittelamerika:

Teil 1: Industrielle Garnelenzucht ("Der Garnelenring", D 2005, 55min.)
Teil 3: Freihandel/Maquiladoras
Teil 4: Zapatistas

Um die Thematik bekannter zu machen und um die Organisationen in Mittelamerika in ihrem Widerstand zu unterstützen, führt das Filmteam bei Interesse gerne Veranstaltungen mit dem Film durch.

Der Film kostet 16,- EUR + Versandkosten. Im Preis sind 3€ Spende für Organisationen in Guatemala und Honduras enthalten, die Widerstand gegen den Bau der Staudämme leisten. Der Film ist demnächst auch auf spanisch erhältlich.

Infos & Kontakt: film-at-zwischenzeit-muenster.de

 Quelle:  
  http://www.zwischenzeit-muenster.de/ 
 

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