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Marcos fordert Presse in Atenco auf die Wahrheit zu sagen

NarcoNews vom 07.05.2006
Al Giordano
übersetzt von Dana

  NarcoNews / Der Andere Journalismus

5. Mai 2006 San Salvador Atenco, Bundesstaat México, Freitag, Cinco de Mayo 2006. Eine glänzende Patronenhülse im leichten abendlichen Nieselregen hochhaltend, forderte Subcomandante Marcos die Massenmedien - namentlich Televisa und TV Azteca, die Zwillingsantenne der Desinformation in Mexiko - mit den Worten heraus: "Wir Zapatisten haben immer die Wahrheit gesagt."

Die Patronenhülse, erklärte Marcos, beweise, dass Polizeikräfte für den Tod des 14-jährigen Javier Cortés am letzten Mittwoch verantwortlich gewesen sind. Der Sprecher der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) gab zu verstehen, dass er die Wahrheit dieser Geschichte nicht in einer Welle der Unehrlichkeit seitens der Regierung und Massenmedien untergehen lassen würde.

In Erwiderung auf die "Verleumdungskampagne", die von den zwei nationalen TV-Stationen und anderen Massenmedien in den letzten Tagen gegen die kämpfenden Einwohner von San Salvador Atenco und deren (nun gefangenen) Anführern geführt wird, wandte sich Marcos an die Reporter. Es war sein erster öffentlicher Auftritt seit Mittwoch Nachmittag, als er den Roten Alarm der EZLN ausgerufen hatte, inmitten einer Menge von mehr als 10.000 empörten Einwohnern von Atenco sowie eine Masse von Studenten und Unterstützer der zapatistischen Anderen Kampagne, die an diesem Abend mit ihm neun Kilometer weit nach Atenco marschiert waren.

"An die Presse und deren Mitarbeiter," sagte er. "Ich habe Sie in Chiapas gesehen, wie Sie ihr Leben riskiert und Hunger gelitten haben, und ich habe gesehen, wie Ihre Bosse alles umändern. Ich habe gesehen, wie Ihre Fotos, Ihre Videos, in den Schubladen Ihrer Herausgeber verschwinden."

"Hier findet eine Lynchkampagne gegen die FPDT (Volksfront zur Verteidigung des Landes, die Organisation der Einwohner von Atenco, die 2002 den Bau eines Milliarden-Dollar Flughafens verhindert haben), und deren Anführer", fuhr Marcos empört fort. "Ihre Bosse stellen sich selbst im Dienst der Lüge. Sie werden von denen bezahlt, die Geld haben, und wir haben es nicht. Nun, sie stehen nicht auf den Strassen. Sie arbeiten nicht in den Fabriken. Sie ackern nicht auf den Feldern. Die Massenmedien ... diskreditieren die guten und edlen Menschen, die kämpfen. Die Mitglieder der FPDT sind Unterstützer der Anderen Kampagne. Ignacio de Valle und andere Männer und Frauen machten sich diese Woche auf, um anderen Unterstützer zu helfen, und diese Aufgabe haben sie erfüllt. Und wir werden sie genauso unterstützten".

"Und Sie stehen hinter den Kameras," wandte er sich an die Reportermenge, die sich um die Stufen des Emiliano Zapata Auditoriums versammelten. "Es werden nicht Ihre Bosse sein, die sich der Empörung und den Beleidigungen der Menschen stellen müssen. Das werden Sie sein, die Kameraleute, Videotechniker und Reporter."

"Hier unten glauben wir keinem Pressebericht, denn wir sind bereits damit vertraut, wie die Massenmedien mit Informationen umgehen," sagte er, und griff in eine weiße Plastiktüte.

"Hier ist, was einige Einwohner uns heute Abend gebracht haben," sagte er, und hielt ein glänzendes Objekt in die Luft, während das Nieseln in einen leichten Regen überging. Die Menge wurde still. "Dies ist eine Gewehrpatrone, wie sie von der Staatspolizei im Bundesstaat Mexico eingesetzt wird. Televisa! Wo bist du? Ich habe hier eine Patrone für Dich. TV Azteca! Bist du hier? Hier sind die Patronen! Bringt sie euren Chefs! Was, ihr kommt nicht nach vorn?"

"Ich werde auf unbestimmte Zeit in Mexiko Stadt bleiben, um an den Mobilisierungen teilzunehmen," gab Marcos bekannt, und wiederholte, dass die Proteste nicht abbrechen würden, bis alle politischen Gefangenen dieser Woche - 400 soweit uns bekannt, und die Zahl steigt weiter - freigelassen worden sind. "Pressearbeiter: Seit dem Beginn der Anderen Kampagne, haben wir niemandem Interviews gegeben. Wir hatten eine andere Idee, um die Mittelmäßigkeit der Oberen zu konfrontieren. Wir haben uns entschieden, die alternativen Medien zu bevorzugen."

"Aber das wird sich ändern," sagte er. "Wenn unser Wort ungeschnitten und nicht editiert gesendet wird ... aber zuerst werden sie eine dieser Patronen an ihre Bosse überreichen müssen."

 Quelle:  
  http://www.narconews.com/ 
 

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