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Die FRAUEN von ATENCO, Aussagen

Indymedia vom 20.05.2006
von testimonios desde mejico
übersetzt von tierr@

  Während eines möglichen Interviews, konnten die in der Strafanstalt Santiaguito inhaftierten Frauen von Atenco, Aussagen über die Misshandlungen, Folterungen und sexuelle Gewalt seitens der Polizeikräfte, während der Repression am 03.und 04.Mai, siehe: http://de.indymedia.org/2006/05/145860.shtml machen. Ihre Angaben werden mit ihrem Einverständnis, als öffentliche Anklage publiziert. Die Arbeit der Anklageerhebung aufgrund der Zeuginnenaussagen wurde gemacht, vom Beobachtungszentrum zum Schutz sozialer Kämpfer/innen und Verteidigern der Menschenrechte. Alle Befragungen erfolgten nach bestimmten Kriterien. Die hier wiedergegebenen Aussagen (in Spanisch) sind (bzw. einige mehr) auf der Seite: http://barcelona.indymedia.org/newswire/display/258308/index.php, erschienen, die einen Link zu einer PDF enthält, in welcher sämtliche Aussagen, in Spanisch, einlesbar sind.

EIN TEIL DER AUSSAGEN

Ana Lilia Mancilla Segura 28 Jahre, Händlerin, aus Texcoco;

verhaftet am 03.Mai 06 in Texcoco gegen 16:30. Misshandlung in ihrem Haus, auch ihrer Familie, eine Stunde lang. Festnahme erfolgt durch: grupo FAR de la policía estatal ( FAR-Gruppe der Staatspolizei ); ohne Zutrittsbefugnis Am 30.Mai 06, um 07:30 am, als die Orts.... brutal auf Frauen und Männer einschlugen und uns einkreisten, ging ich in mein Haus, als die Grenadiere die gesamte Strasse abriegelten und niemand mehr durchkam; und dort blieben sie mehrere Stunden lang, bis sie ohne Befugnis in mein Haus eindrangen; Staatspolizisten und Grenadiere schlugen mitleidslos auf alle Personen ein. Sie schlugen mich und meine Familie, sie quälten sie. Beim Verlassen des Quartiers, schlugen mich Polizisten; sie richteten mich übel zu und stellten sich an zwei Seiten in einer Reihe auf und beim Gang zum Fahrzeug der Staatspolizei schlugen diese ohne Mitleid weiter. Beim Einsteigen betatschten sie mich am ganzen Körper, während ich die Hände im Nacken verschränkt halten musste und mich weder verteidigen. noch ausweichen konnte, denn wenn wir dies versuchten, schlugen sie uns mit dem Schlagstock. Auf der Fahrt waren Schreie von Frauen zu hören, die sagten: "Lassen Sie mich endlich in Ruhe"; sie liessen von m ir ab und es verbreitete sich ein ungewohnter Geruch, sie rauchten Drogen und das trieb sie noch weiter an; eine Frau musste Oralverkehr mit ihnen machen. Als wir bei der Haftanstalt ankamen, zerrten sie mich voller Brutalität an den Haaren.

Gabriela Tellez Vanegas 18 Jahre, aus Texcoco, Hausbedienstete und Arbeiterin;

festgenommen am 03.Mai; Zwang zum Oralverkehr, sexuelle Misshandlungen während vier oder fünf Stunden Fahrt zur Haftanstalt Festnahme durch die Staatspolizei und Grenadiere, ohne Zutrittsbefugnis

Ich kam von meiner Arbeit durch die Manuel González-Strasse, als ich einen Laster sah, indem die Damen und Herren transportiert wurden und blieb stehen; dort sahen mich zwei Polizisten und einer sagte: ¿que me vés? Und der andere sagte: súbela por pendeja. Si fingen an mich zu schlagen und fragten nach Name, Adresse und Alter; dann nahmen mich drei von ihnen zur Seite, in der Absicht mich weiter zu schlagen, mit Schlägen und Schlagstöcken; einer fasste mir ins Gesicht, steckte mir die Finger in den Mund und die Vagina und zwang mich, ihn oral zu befriedigen; er ergoss sein Sperma auf meinen weisen Pullover und ein anderer Polizist kam und dasselbe; er zerrte mich an den Brüsten und sagte, das ist gut, gut Schöne, du bist geschickt, stimmst? Hurenhündin. Dabei machten Sie ein Foto mit geschlossenen Augen von mir. Nachdem er mich zum Oralverkehr gezwungen hatte, ergoss er sein Sperma in meinen Mund und ich spie es auf meinen Pullover und er sagte mir, wenn ich wolle, dass er mir helfe, müsste ich ein Jahr lang seine Hure sein und dort leben, wo er es wolle. Sie zogen mit den Pullover aus und wollten ihn mir nicht mehr geben. Ein vierter Polizist kam dazu, er befummelte das Innere meiner Vagina und die Brüste und wollte, dass ich ihn oral befriedigte, aber ein weiterer kam und sagte: Nein, Guey, wir sind schon da; und sie fingen an, mir die Hosen und die Hände zu säubern und gaben mir eine Zigarette; aber ich rauche nicht und habe sie nicht genommen. Und dann brachten sie mich mit verschlossenen Augen in die Haftanstalt von Santiaguito, Almoloya.

Micaela Morales Galván 50 Jahre, aus Texcoco, Arbeiterin im Haushalt,

verhaftet 03.Mai 06, 14 Uhr in Texcoco Festnahme erfolgt durch: PFP (policía federal preventiva - Bundesschutzpolizei) und Staatspolizei; ohne Befugniss zur Festnahme, ohne Zutrittsbefugnis.

Ich ging zur Arbeit in der Manuel González-Strasse; als ich gegenüber dem Markt Belisario Domínguez ankam, bemekte ich, dass sie auf die Händler einschlugen und ich machte eine Wendung zum Busterminal Texcoco-México, um zu meiner Arbet zu kommen. Die Tür meiner Arbeitsstelle war zu, ich konnte nicht hinein und nicht auf die Strasse, will sie von zwei Seiten her abgeriegelt war. Wir warteten darauf, dass sie sich zurückzogen und sie verschwanden nicht, bis sie uns am Nachmittag mit Tränengas und Schlägen, Drohungen und jeder Form von Agression herausholten und uns beleidigten, bis wir in der Haftanstalt ankamen. Ich war zum Haus der Händler gegangen, weil ich keinen Ort hatte, an dem ich mich verstecken konnte.

Ana María Robles Yáñez 39 Jahre, aus Atenco, Angestellte;

Verhaftet auf der Plaza de Atenco; Psychische Folter, physische Misshandlungen Festnahme erfolgt durch: PFP ( policía federal preventiva - Bundesschutzpolizei ) und Staatspolizei, ohne Befugnis zur Verhaftung

Etwa um 7:30 am, des 04.Mai 06 verliess ich meinen Wohnsitz um einkaufen zu gehen. Als ich von den Ejidos ( Gemeindegrund ) von San Salvador Atenco, die an den Ort Zapotlán angrenzen, durch das Zentrum von Atenco kam, weil ich zum Haus meiner Mamá wollte, verhaftete mich die PFP. Sie rissen mich an den Haaren, packten mich und drückten mich nach unten; zwei weitere hielten mich an den Armen fest; ich weiss nicht, wieviele brutal auf mich einschlugen; sie beleidigten mich, sagten: Tochter eines Stinktiers, Schandfleck, wir werden dich töten. Ohne Grund nahem sie mich mit; ich erstickte fast an dem Tränengas, dass sie versprühten, als wir in der Calle (Strase) Naciona ankamen. Gegenüber der Telesecundaria hatten sie einen Laster, Typ pick up; sie nahmen mich bei der Hose und den Haaren und führten mich zu dem Laster und daneben, auf dieselbe Weise, eine weitere Frau. Sie stahlen mir meine Sachen, wie das Handy, eine Brieftasche, eine Kreditkarte zu $10,000 pesos, eine tarjeta de débito zu $2,000 pesos, 400 in bar, Schlüssel und den Wahlberechtigungsschein. Sie bedrohten mich mit dem Tod, brachten immer mehr Leute und warfen sie wie Tiere über uns zwei Frauen, die wir schon auf dem Fahrzeugboden lagen. Sie brachten uns an einen anderen Ort, auf einen Lastwagen und zum Zentrum für Rehabilisierung von Almoloya. Auf der Fahrt zogen sie mir die Schuhe aus, folterten mich physisch und psychisch und bei der Ankunft in der Haftanstalt fotographierten sie uns frontal und seitlich und nahmen unsere Daten auf. Wir erhielten keinerlei notwendige, medizinische Versorgung. Ich verurteile diejenigen, die sich als Verantwortliche erweisen. Ich bin voller Empörung und Ohnmacht.

Barbara Italia Méndez Moreno 27 Jahre; Studentin, Angestellte, Voluntärin der Fundación Vida Nueva de México A.C (Fundation Neues Leben Mexiko A.C);

Verhaftet gegen 8:40 in einem Privathaus in San Salvador Atenco; Vergewaltigung ( mit einem Gegenstand), physische Misshandlungen ( auch aller anderen Personen während der Fahrt ) Festnahme erfolgt durch: SSP, PFP und PEEM, ohne Zutrittsbefugnis, ohne Befugnis zur Verhaftung

Anzeige vor der auf Sexualdelikte spezialisierten Agentur von Zinancatepec.

Ich wurde in einem Privathaus in San Salvador Atenco verhaftet, in das die Policía Federal Preventiva ( Föderale Schutzpolizei ) eingedrungen war. Sie raubten mir sämtliche persönliche Sachen und mein Geld; sie zwangen mich, mit im Nacken verschränkten Händen vor eine zu knieen; sie schlugen mich mit dem Schlagstock auf den Kopf, brachten mich weg und fragten mich vor einer Kamera nach meiner politischen Zugehörigkeit, meiner Adresse, nach Namen und den Namen meiner direkten Angehörigen. Danach wurde ich aus dem Haus gebracht und auf eine Bank gesetzt. Es waren noch viel mehr Leute um mich herum. Mein Kopf und mein Gesicht waren mit meinem Pullover bedeckt; sie schlugen mich wiederholte Male mit Schlagstöcken auf den Kopf und mit Schlägen auf das Gesäß und den Rücken; sie verursachten mir eine 6 cm grosse Kopfwunde. Einige Zeit später liessen sie mich durch zwei Reihen von Polizisten laufen, die den Bus eskortierten, indem sie uns transportieren würden; unter Schlägen brachte n sie mich zu dem Bus, indem sich eine Menge Personen, gefesselt und mit bedeckten Köpfen befanden, eine auf die andere gestapelt. Sie warfen mich auf den Menschenhaufen und hernach zerrten sie mich nach hinten. Dort fuhr ein Polizist mit seiner Hand unter meine Bluse und zerriss meinen BH, und sofort darauf steckte er seine Hand in meine Hose und zerriss meine Unterwäsche. Ich lag auf dem Rücken, das Gesicht bedeckt und sie zogen mir die Hose bis zu den Knöcheln hinunter und schoben die Bluse hoch bis zum Kinn. Sie schlugen mich mit aller Kraft auf’s Gesäss, schrien, dass sie mich vergewaltigen und umbringen würden. Dann schrie ein Polizist mich an, ich solle ihn "Cowboy" nennen und schlug noch härter, aber nun mit dem Schlagstock, auf mein Gesäss; er hielt nur inne, um zu hören, was er befohlen hatte. Gleich darauf penedrierte er meine Vagina mit seinen Fingern, quetschte mit aller Kraft meine Brüste und zerrte gewaltsam an meinen Brustwarzen. Er lud einen anderen Polizisten ein, dasselbe zu tun, während sie mich weiterhin schlugen. Nachdem sie eine dritte Person, den sie Chef nannten, zum Mitmachen aufgefordert hatten, penedrierte dieser letztere mich, mit einem Gegenstand und drohte mir, mich zu vergewaltigen ( Koitus ); sie positionierten mich vor den Penis von Einem und er rieb sich an meinem Gesäss, während die anderen beiden Polizisten i hn dazu animierten, mich mit seinem Penis zu penedrieren, aber sie taten es nicht; sie schlugen mich wiederholte Male auf die Brüste und in den Magen, während sie meinen Mund küssten, denn weil ich mich wehrte, schlugen sie mich so heftig, dass mir der Mund offenstand und der Polizist konnte mit seiner Zunge hineinfahren. Ich war die gesamte Reise lang nackt, auf zwei weiteren Personen liegend und über meinem Rücken und Kopf, fuhr ein Polizist im Sitzen. Bevor wir in der Haftanstalt ankamen, erlaubten sie mir, mich anzuziehen und ich wurde aus dem Fahrzeug gebracht.

Claudia Hernández Martínez, 22 Jahre;aus Oaxaca, Mestizin; Arbeiterin und Studentin;

Verhaftet am 04.Mai 06, ca.8:30 auf der Strasse in San Salvador Atenco; Versuchte Vergewaltigung und psychische Misshandlung im Lastwagen, während vier Stunden ( während der auch die anderen Personen geschlagen und verletzt wurden); Hausfriedensbruch Festnahme erfolgt durch: PFP und SSPF.

Sie nahmen mich am 04.Mai 06 auf der Strasse über San Salvador Atenco fest; als ich verhaftet wurde, wurde ich von den Grenadieren geschlagen. Sie brachten mich auf einen Laster, wo sie mich weiter schlugen und in ein Quartier, wo sich viele andere, geschlagene und blutende Leute befanden. Dort schlugen sie uns mit Schlagstöcken, Keulen etc. auf den Kopf, in die Rippen und auf die Beine, etc. Sie führten uns zu einem Lastwagen der Staatspolizei, wo sie uns unter Schlägen sammelten. Als ich, als die Letzte, oben war, versetzten sie mir einen Faustschlag auf die Nase und ohrfeigten mich solange, bis ich zu bluten begann, bis zur Bewusstlosigkeit. Als sie mich unterworfen sahen, führten sie solange ihre Finger in meine Vagina ein, bis sie es satt hatten und ich floh an einem Platz hin, wo ich mich hinwarf und wo sie nicht weitermachen konnten. Sie transportierten uns vier Stunden lang knieend, gebeugt, unter Handschlägen auf den Rücken, ohne dass wir uns bewegen konnten; sie ber ührten meine Brüste, zerrten an ihnen. etc. Wir erreichten die Haftanstalt, wo sie uns an einer Wand aufstellten, alle schlugen und einen Compañero schwer verletzten; Nachdem ihr Versuch, mich zu vergewaltigen, wegen der Kommunikationsmedien, erfolglos geblieben war, drohten sie mir, mich durch einen Messerstioch in den Rücken zu töten.

Claudia Ruiz Montoya 18 Jahre; aus dem Staat México; Arbeiterin;

Verhaftet 04.Mai 06 im Hotel Atenco Inn. Misshandlungen ( auch ihrer Tante ) Festnahme erfolgt durch: PFP und PEEM, ohne Zutritssbefugnis

Es war in San Salvador Atenco, zwischen 7 und 9 Uhr am; meine Tante und ich spazierten durch den Ort, als wir die Prügeleien oder das Geschehen hörten, in dessen Verlauf wir uns. als wir sahen was passierte, in einem Haus versteckten. Dort begingen sie Hausfriedensbruch, aber sie warfen auch zwei Tränengasbomben nach uns, um uns herauszuholen oder damit wir herauskämen, aber wir antworteten nicht. Dann hoben sie die malla des Hauses hoch, holten uns unter Schlägen und Beleidigungen heraus und brachten uns, wie gemeine Tiere zu einem Laster; während sie uns zu einem Ort brachten, wo sie uns zum Laster zerrten, fuhren sie fort, uns zu schlagen, sie beleigtien uns und ein Kommandant sagte zudem: Wer sich bewegt, wird erschossen. Nach einer Weile stieg ein weiterer Kommandant auf und gab Order, diejenigen, welche sich bewegten, mit dem Schlagstock zu schlagen; mir schlugen sie auf die Arme. Während der Fahrt schlugen uns die Grenadiere und bei der Ankunft in der Haftanstalt bedro hten sie uns mit dem Tod; sie schlugen uns weiter, bis sie uns in die Haftanstalt hineinbrachten.

Edith Georgina Rosales Gutiérrez 50 Jahre, aus D.F.; Angestellte von IMSS undSNTSS. Verhatzet in San Salvador Atenco zwischen 8 und 9 Uhr am.; Sexueller Missbrauch Festnahme erfolgt durch: Staatspolizei, lokale Polizei, Grenadiere, ohne Zutrisstbefugnis, ohne Befugnis zur Verhaftung

Sie zerrten mich an den Haaren und traten mir in die Beine. Auf ihrem Weg brüllten sie, kamen her und mehrere Grenadiere begannen mich anzuschreien: Hündin, wir werden dich töten, dir Fusstritte verpassen und dich mit Schlagstöcken und Knüppeln prügeln. Und sie sagten zu mir, dass ich für den Tod ihrer Compañeros bezahlen würde. Plötzlich schrien sie: Da sind Kameras, drückten mir den Kopf nach unten und machten mich sehr schnell weitergehen. Ich stürzte deshalb mehrere Male und sie schlugen mich, als ich auf dem Boden lag. Wir erreichten irgendeine Stelle und sie brachten mich unter Schlägen auf einen Lastwagen wie ein Metallpferch. Unter Stossen und Schlägen brachten sie eine weitere Frau hinauf und kommentieren, dass sie sie diese Hündinnen bezahlen lassen würden; dass sie uns den Stock hinten hineinstossen würden. Sie zogen mir die Schuhe aus, die Strümpfe und fingen an, mir die Hosen hinunter zu ziehen. In diesem Moment kam ein anderer ( unleserlich ) mit noch mehr Festg enommenen und sie liessen von uns ab. Hinterher stapelten sie uns aufeinander, der Laster fuhr los, anderswohin und sie brachten sie uns auf einen anderen Lastwagen, die ganze Zeit unter Schlägen und mit heruntergedrücktem Kopf. Beim Aufsteigen fragten sie unsere Namen ab und zerrten uns an den Haaren und unter Knüppelschlägen hinauf. Der Laster fuhr los und die gesamte Zeit über folterten sie uns physisch und psychisch. Ausserdem hatten sie zwei Mädchen ausgesucht, die sie sexuell bedrängten und betatschten; und als diese sagten, sie sollten sie in Ruhe lassen, schlugen sie sie und wenn wir versuchten, den Kopf zu heben, schlugen sie auf uns ein und sagten, dass sie uns töten würden und unsere Familen ebenfalls. Sie schlugen uns bei der Ankunft und weiter im Eingang des CERESO; sie schlugen mir den Kopf gegen die Wand und versetzten mir Fusstritte bis wir bei einem Raum ankamen, wo sie aufhörten, uns zu schlagen. Sie nahmen mir meine Schlüssel und meinen Umhang ab und liess en mich dann, barfuss und unbedeckt, bis zum fünften Tag, 8 Uhr, unter völliger Kontaksperre ( incomunicado ). Sie lasen mir weder meine Rechte vor, noch wessen ich beschuldigt wurde. Ohne jede Vorankündigung brachten sie mich in ein CERESO.

Emperatriz Flores Rosas 20 Jahre, aus San Salvador Atenco; Studentin.

Verhaftet am 04.Mai 06, zwischen 8 und 8:30 Uhr. Sexueller Missbrauch Festnahme erfolgt durch: PFP und Staatspolizei, ohne Zutrittsbefugnis, ohne Befugnis zur Verhaftung

Am 04.Mai befand ich mich in meinem Haus zwischen Hidalgo und Florida, in San Salvador Atenco, zusammen mit meiner Mamá Rosa María Rosas Grimaldo und meinem Bruder Jordán, wo wir im oberen Stockwerk fernsahen. Gegen 8:00 / 8:30 Uhr am, hörten wir, wie die Scheiben eingeschlagen wurden und die Föderale-und die Staatspolizei, mit Knüppeln bewaffnet, drangen in mein Haus ein und drohten meiner Mamá, sie umzubringen. Dort schlugen sie mich auf den Kopf und den Körper und zerstörten sämtliche persönlichen Dinge, die ihnen in den Weg kamen. Sie trieben mich aus dem Haus, und dann folterten sie mich physisch und psychisch und begraptschten meine Brüste und meinen Körper. Sie stahlen mein Handy, Ringe, Armbanduhr, Halsketten und Geld. Während der Fahrt schlugen sie mich auf den Kopf; ich konnte nicht sehen, wer, weil sie mir den Kopf nach unten gebogen und die Augen verbunden hatten. Einer versetzte mir einen solchen Fusstritt, dass er sich dabei den Knöchel verrenkte.

María Luisa López Morán 39 Jahre, San Salvador Atenco; Angestellte.

Verhaftet in Acuexcomac. Sexueller Missbrauch Festnahme erfolgt durch: PFP und Staatspolizei

Am 04.Mai des laufenden Jahres verliess ich mein Haus, um einen Verwandten in der Puebla- Strasse im Ort von San Francisco Acuexcomac zu besuchen. Grenadiere packten mich, schlugen mich auf den Kopf und drückten ihn, blutend, nach unten; sie liessen mich zwischen die Lastwagen gehen, wo ich in einiger Entfernung andere Frauen, ( ich weiss nicht von welcher Gruppierung ), ausmachte. Sie schlugen und zogen mich weiter. Als wir bei dem Laster ankamen, warfen sie mich auf den Boden und nahmen mir die Uhr und das Handy ab. Nach einer Weile holten sie mich herunter und brachten mich zu einem Transporter, wo ich brutal auf’s Gesäss geschlagen wurde. Als ich es nicht mehr aushielt und versuchte, mich mit den Händen zu schützen, schlugen sie auch auf diese und sagten, dass sie sie mir kaputtschlagen würden. Nach einer Weile liessen sie mich ab - und auf einen anderen Laster steigen; sie warfen mich in den hinteren Teil, zusammen mit einer weiteren Frau. Dort misshandelten sie mich wei ter bis ich blutete und sagten, dass sie mir den Schweiss aus allen Poren treiben würden: Sie rissen die Knöpfe meiner Bluse ab und quetschten meine Brüste und zerrten und zogen gewaltsam an ihnen. Sie schlugen mich immer weiter auf den Kopf und drückten ihn nach unten, bis wir an einem mir unbekannten Ort ankamen.

Mariana Selvas Gómez, 22 Jahre, Staat México; Studentin.

Verhaftet am 04.Mai, zwischen 7:30 und 8:30 AM. Sexueller Missbrauch, psychische und physische Folter. Beleidigungen, Misshandlungen während der Festnahme ( auch des Vaters ); Festnahme erfolgt durch: SSPF, lokale-und Staatspolizei, ohne Befugnis zur Verhaftung

Ich wurde am Morgen des 04.Mai 06 verhaftet. Ich war nach San Salvador Atenco gekommen, um meiner Mutter Guillermo Selvas Pineda, die Ärztin ist, bei der Behandlung eines Patienten zu assistieren. Im Moment unserer Verhaftung wurde ich von etwa 50 Grenadieren überwältigt, die mich gegen die Wand knallten und mir die Hände im Nacken verschränkten, während sie auf mich einschlugen und mich alles zusammenhiessen. Sie warfen mich auf den Boden, wo sie genauso zutraten und mit Schlagstöcken und Knüppeln weiterschlugen. Danach brachten sie mich, unter Stössen und Schlägen und mit nach unten gedrücktem Kopf, zu einem Transporter der Polizei. Ich war unten und viele Personen lagen auf mir, die ebenfalls überwältigt, geschlagen und beleidigt worden waren. Weil ich während der Fahrt ganz unten lag, schlief mein ganzer Körper ein. Als wir beim Lastwagen ankamen, holten sie uns unter Schlägen herunter. Weil ich bewegungsunfähig war, schleiften sie mich. Als ich auf den Laster stieg, beme rkte ich, dass sie drinnen auf alle einschlugen. Mich fingen sie, unter Schlägen, Beleidigungen und Stossen, zu betatschen an; zuerst das Gesäss, dann rieben sie an meiner Hose herum. Später fragten sie mich nach meinen persönlichen Daten, wobei sie meine Brüste anfassten; zuerst durch die Kleidung hindurch, dann fuhren sie auf grobe Weise darunter und zerrissen den BH und zerrten und zogen an meinen Brustwarzen.Sie versuchten mir die Hose auszuziehen, was ihnen aber wegen Schläge der anderen Polizisten nicht gelang. Während der Fahrt hat es Todesdrohungen gegeben; sie sagten, dass sie uns verschwinden lassen würden und dass wir, falls wir überlebten, 80 Jahre lang eingesperrt bleiben würden. Wir konnten uns nicht bewegen; wenn wir es taten, schlugen sie in blinder Wut auf uns ein. Eine Polizistin war hinter mir aufgestellt und man hörte, wie die anderen Frauen, besonders eine Deutsche, missbraucht wurden. Es war zu hören, wie sie ein Pornovideo machten und wie sie Andeutungen machten, dass sie Drogen nehmen würden. Die Fahrt war sehr erschöpfend, wir konnten uns nicht bewegen, wir waren niedergeschmettert. Als wir in der Haftanstalt ankamen, liessen sie uns einzeln, unter Schlägen und Beleidigungen aussteigen und uns das Gesicht mit den Strandtüchern bedecken. Beim Hineingehen dieselbe Behandlung: Schläge, Beleidigungen. Wir hatten vielleicht fünf Schritte getan, als sie uns mit gegen eine Wand knallten, den Kopf nach unten drückten und weiterschlugen. Sie haben versucht uns damit zu drohen, dass wir die Klagen verlieren würden, wenn wir die Regeln der Haftanstalt nicht einhalten würden; aber wir haben dem nicht Folge geleistet.

Patricia Torres Linares 23 Jahre, aus D.F.; Studentin.

Verhaftet am 04.Mai 06, um 8 Uhr am, in San Salvador Atenco. Sexuelle Agressionen. Festnahme erfolgt durch: PFP und lokale Polizei

Am 03. Mai, ging ich nach San Salvador Atenco, nachdem ich mich über die dortigen Gewaltakte am Nachmittag in Kenntnis gesetzt hatte. Dort waren gegen Abend die Leute desorientiert; aber man an, dass keine weiteren Gewaltakte mehr erfolgen würden. In aller Frühe des 04.Mai läuteten die Glocken; aber es handelte sich um einen falschen Alarm, dass die Polizeikräfte nach Atenco hereinkämen. Um sechs Uhr Morgens begann die Gewalt, San Salvador Atenco war besetzt, das Tränengas machte dich erbrechen. Die Leute waren unbewaffnet gegenüber der schweren Bewaffnung der Grenadiere. Sie fingen an, die Leute zum Zentrumsplatz zurückzutreiben, als diese angesichts der Angriffswarnung zu Laufen begannen. Ich lief, um mich in einem Haus zu verstecken, indem alles sicher zu sein schien, als nach etwa 40 Minuten, brüllend uniformierte Männer eindragen, die schrieen, dass wir uns mit erhobenen Händen, gegen die Wand stellen sollten, ohne sie anzusehen. Es begann ein Verhör, das von Schlägen un d Drohungen begleitet wurde. Sie nahmen es auf Band auf und machten Fotos von uns; wenn ihnen etwas nicht passte, schlugen sie zu. Denjenigen, die Tätowierungen trugen, drohten sie an, diese mit dem Taschenmesser zu entfernen. Die Schläge dauerten an; sie schlugen mich jedesmal, wenn sie mich nach Generaldaten fragten. Nachdem sie die Order empfangen hatten, uns in einen hinteren Teil, der mit weissem Plastik verhängt war, zu bringen, holten sie uns, immer fünf und mit gesenktem Kopf, heraus. Ich musste nur mit dem BH an meinem Oberkörper gehen. Sie befahlen uns, uns auf eine Bank setzen, wo wir noch nicht einmal versehentlich unsere Agressoren ansehen konnten, denn es folgten sichere Schläge. Sie raubten uns alle aus und die Schläge hielten weiter an. Sie brachten mich und die Leute, die sich dort befanden, in einen Bus, wo sie mich in den hinteren Teil warfen, indem sie mich von hinten und an den Brüsten packten, die, wie ich später feststellte, blauviolette Blutergüsse be kamen. Die Grenadiere, die mich beim Einsteigen antrieben, schlugen weiter auf mich ein. Als ich oben war, bemerkte ich, dass es mehr Leute hatte, die auf den Boden geworfen worden waren, einer über den anderen, schlimmer als Tiere. Sie warfen mich obenauf und die Schläge gingen weiter. Die Befehle wechselten und sie sagten uns, dass wir unter die Sitze sollten und schlossen die Fenster, damit die Medien nicht merkten, dass wir uns hier waren. Die Fahrt dauerte länger als fünf Stunden. Sie liessen uns an einem unbekannten Ort aussteigen und setzten die Drohungen, genauso wie die Schläge weiter fort. Sie fassten mir an die Brüste und dangen mit den Fingern in meine Vagina ein; grinsend und unter Drohungen schrien sie mich an, dass sie mich vergewaltigen würden und mich umbringen, genauso wie meine Familie, da sie ja schon meine Daten hätten und es jetzt einfach wäre, diese auszumachen. Nachdem wir durch einen Park gefahren waren, wusste ich, dass wir uns in Almoloya befanden.

 Quelle:  
  http://de.indymedia.org/2006/05/147611.shtml 
 

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