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Autonomer Bezirk fordert Räumung der militärischen Kontrollpunkte und Einstellung der Mobilisierungen

La Jornada vom 13.05.2002
Hermann Bellinghausen
übersetzt von Dana

  Autonomer Bezirk Roberto Flores Magón, Chiapas, 12. März - Der Rat des Autonomen Bezirkes forderte heute den Rückzug der militärischen Kontrollpunkte und die Einstellung der Armeemobilisierungen in ihre Gemeinden. "Man nimmt an, sie seien auf Anordnung der Regierung eingestellt worden," bemerkten sie. Nach ihren täglichen Erfahrungen, ist das nicht der Fall.

"Die Gemeinden meinen, dass die Patrouillen, und die Furcht, die sie bei unsere Compañeros verursachen, eingestellt werden sollten. Der Bezirk möchte, dass sie uns in Ruhe zu lassen, damit die Gemeinden glücklich sein können. Wie wir gut wissen, folgt auf die Armee bald die Öffentliche Sicherheitspolizei. Sie sind weiterhin im gesamten Gebiet von Ricardo Flores Magón präsent", erklärten die rebellischen Autoritäten.

In einer anderen Hinsicht gaben sie an, dass der Bezirk bezüglich der Vertreibungsgefahr in Montes Azules weiterhin in Alarmbereitschaft bleiben. In einem Gespräch mit La Jornada, erklärten die Repräsentanten des Rates von Ricardo Flores Magón, die Einwohner von Montes Azules angeordnet zu haben, im Reservat und dessen Umgebung weder Bäume zu fällen noch zu roden.

Es war nicht einfach zu einer Einigung zu kommen, insbesondere mit PRI Gemeinden wie San Antonio Escobar. "Sie haben ein sehr grosses Weideplatz neben dem Ojos Azules See angelegt", fügten sie hinzu. Später, während eines Fussmarsches durch das Seegebiet von Montes Azules, konnte La Jornada die Existenz des Weideplatzes bestätigen.

"Wir mussten sie aufhalten. Sie hatten auch die Erlaubnis der Regierugng Kaoba und Palmen zu fällen. Der Autonome Bezirk hat sie aufgehalten. Sie sind wütend auf uns. Und haben auch Compañeros aus ihren Gemeinden vertrieben".

Diese Vertriebenen aus San Antonio Escobar − ein Dorf das behauptet 30 Jahre alt zu sein − nahmen an der Gründung der Gemeinde 6 de Octubre teil, die zwischen Santa Rita und San Antonio Escobar liegt, sie alle innerhalb der derzeitigen Grenzen des Biosphärenreservats. Die Autonomen Autoritäten glauben, dass die verbleibenden zapatistischen Familien in San Antonio Escobar dabei sind vertrieben zu werden.

"Aber wenn wir ihnen erlauben den Berg zu verbrennen, was wird das Wort unseres Bezirkes noch wert sein? Wir sind die ersten die sich ändern sollten, um Zerstörungen zu vermeiden. Wir werden die Nahrung die wir brauchen nicht bekommen, indem wir Holz und Palmen verkaufen," erklärten sie.

Patrouillen, Brände und Paramilitarisierung

Bezüglich der Militarisierung, berichteten die Autonomen Autoritäten, fast wie als Beispiel: "Heute flog ein Militärflugzeug über uns hinweg. Es schien aus Amador Hernández zu kommen, es flog ins Reservat hinein und dann weiter Richtung Tumbo und San Jerónimo Tulijá. Das passiert jedes Mal."

Die Patrouillen finden täglich von Crucero Piñal bis Peña Limonar statt, und von hier bis Monte Líbano und Taniperla. Der Kontrollpunkt der Operationsbasis der Bundesarmee in Cintalapa ist 24 Stunden am Tag in Betrieb. "Sie durchsuchen alle die zu Fuss reisen oder reiten, und es ist sogar noch schlimmer für jene, die mit dem Wagen fahren. Und nun gibt es einen weiteren Kontrollpunkt in San Caralampio (tief in das Rio Perla Tal)," fügten sie hinzu.

Beim Kontrollpunkt sowie während ihrer Patrouillen, "hauptsächlich tagsüber" verhören die Soldaten die Indigenas eindringlich darüber "wo der Bezirk Flores Magón liegt," und lassen verstehen, dass sie nach den Autonomen Autoritäten suchen.

Hinsichtlich der Brände in der Selva, "die jetzt nicht so schlimm sind wie in den anderen Jahren," hat der Bezirk "die Menschen autorisiert sie zu löschen, auch wenn sie nicht auf unserem Land sind." Die Brände in den PRI Gemeinden von Chamizal, Plan de Ayutla und Coatzacoalcos − die nun das Biosphärenreservat bedrohen − veranlassten die autonomen Autoritäten zu sagen: "wir denken, sie haben sich geirrt, die dachten es würde früher regnen und die Brände kontrollierbar wären." Und sie bemerkten: "Es ist schwiereigen Brände zu löschen wenn die Soldaten kommen, da sie uns nicht arbeiten lassen."

Die Gemeinden in Widerstand haben in Palestine Paramilitärs identifiziert: "Es scheint so als würden sie mit den Soldaten üben, aber wir haben sie nicht wirklich gesehen," fügten die Autoritäten in Rebellion hinzu. "Und in Monte Líbano stossen die Paramilitärs weiterhin Drohungen aus wenn die betrunken sind und untereinander kämpfen."

 Quelle:  
  http://www.jornada.unam.mx/ 
 

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